NACHHALTIGKEITSRESEARCH

Nachhaltigkeitsresearch: Anlagen für Genossenschaftsbanken und institutionelle Anleger

Im Rahmen ihres Nachhaltigkeitsresearch bietet die DZ BANK seit 2011 einen umfassenden Prüfungs- und Beratungsansatz für Aktienanlagen. Das Nachhaltigkeitsresearch analysiert alle Aktien, die von der DZ BANK bewertet werden. Zudem entwickeln die Experten gemeinsam mit den Fundamentalanalysten und anderen Fachabteilungen ausführbare Anlageideen aus Nachhaltigkeitstrends. Mit der Einführung eines Nachhaltigkeitsratings für Staaten hat die DZ BANK Ende 2015 den ersten Schritt der geplanten Integration von Nachhaltigkeitsaspekten in die Assetklasse Fixed Income vollzogen.

Das Angebot des Nachhaltigkeitsresearch richtet sich vor allem an Genossenschaftsbanken sowie institutionelle Anleger im In- und Ausland, die ihre Anlagen und ihr Produktportfolio aufgrund regulatorischer Erfordernisse und einer steigenden Kundennachfrage immer stärker unter Nachhaltigkeitsaspekten bewerten müssen.

Das Nachhaltigkeitsrating des DZ BANK Research basiert auf einem integrativen Analyseansatz und ermöglicht es institutionellen Investoren, Vermögensverwaltern und Genossenschaftsbanken, bei ihren Anlageentscheidungen Renditeerwartungen und Nachhaltigkeit miteinander zu verknüpfen.

Markttrend für das Nachhaltigkeitsresearch der DZ BANK weiter positiv

Nachhaltigkeit ist längst nicht mehr nur ein Thema für Spezialisten. Klassische Investoren integrieren Nachhaltigkeit zunehmend in ihre Entscheidungsprozesse, wie Zahlen des europäischen Dachverbands für nachhaltige Geldanlagen EUROSIF (European Sustainable Investment Forum) vom Oktober 2014 belegen. Assets, die Ausschlusskriterien unterliegen, sind demnach zwischen 2011 und 2013 um 91 Prozent gewachsen und decken mittlerweile rund 41 Prozent der professionell gemanagten Vermögenswerte in Europa ab. Keine andere nachhaltige Anlagestrategie wird europaweit so häufig angewendet.

Dies treibt die Nachfrage nach unserem Nachhaltigkeitsresearch an. Zugleich sind auch unsere Sektorspezialisten gefordert, Nachhaltigkeitsaspekte verstärkt in ihren Analysen zu berücksichtigen, um deren Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung beurteilen zu können.

Der Anteil nachhaltiger Anlagen (Socially Responsible Investments, SRI) am europäischen Gesamtmarkt nimmt stetig zu. Sämtliche verantwortlichen Anlagestrategien verzeichneten laut der EUROSIF-Erhebung zwischen 2011 und 2013 zweistellige Wachstumsraten und wuchsen damit ausnahmslos stärker als der Gesamtmarkt: Das Plus reichte von 22,6 Prozent (Nachhaltige Themenfonds) bis hin zu 132 Prozent (Impact Investment), während der europäische Gesamtmarkt im vergleichbaren Zeitraum um 21,7 Prozent zulegte.

Das DZ BANK Sustainable Investment Research gehört erneut zu den „TOP 25 Leading PAN-European Brokerage Firms – SRI and Sustainability“, wie Extel WeConvene in einer Umfrage im Jahr 2015 ermittelte. Die sehr gute Wettbewerbsposition des Nachhaltigkeitsresearch spiegelt sich auch in der „Independent Research in Responsible Investment (IRRI)“-Umfrage aus dem Dezember 2015 wider. Marcus Pratsch, Leiter des Nachhaltigkeitsresearch der DZ BANK, zählt demnach zu den Sell-Side-Analysten, die die Chancen und Herausforderungen von Unternehmen im Nachhaltigkeitskontext am besten verstehen und analysieren.

Nachhaltigkeitsrating mit besonderer Methodik

Aktien

Im Gegensatz zum fundamentalen Research steht beim Nachhaltigkeitsrating der DZ BANK die langfristige Perspektive und Wertentwicklung der untersuchten Unternehmen im Vordergrund. Um diese zu beurteilen, betrachten unsere Analysten im Rahmen des mehrstufigen Ratingprozesses rund 150 ökologische, soziale sowie die Unternehmensführung betreffenden „Governance“-Aspekte im Detail und gewichten sie nach Branchenzugehörigkeit. Das so erstellte dreidimensionale ESG-Rating (Environmental, Social, Governance) nutzen wir intern, abweichend von den gängigen Analysemodellen, nur als Zwischenergebnis. Anhand ökonomischer Nachhaltigkeitsindikatoren wird es um eine vierte Dimension ergänzt und als finales Nachhaltigkeitsrating in einer Zahl zwischen 0 und 100 dargestellt.

Mithilfe dieser Zahl nimmt unser Research eine Einteilung in „nachhaltige“ und „nicht-nachhaltige“ Unternehmen vor.

Hierbei berücksichtigt es zunächst sogenannte Ausschlusskriterien. Grundsätzlich schließt die DZ BANK demnach Unternehmen vom Rating aus, die

  • fundamentalen Prinzipien der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zuwiderhandeln,
  • gegen Umweltgesetze und international akzeptierte ökologische Mindeststandards verstoßen,
  • grundlegende Menschenrechte verletzen oder
  • gesetzlich nicht geforderte Tierversuche durchführen.

Außerdem stufen wir Unternehmen als nicht nachhaltig ein, sobald sie in kontroversen Geschäftsfeldern wie Alkohol, Tabak, Atomwirtschaft oder Rüstung mehr als 10 Prozent ihres Umsatzes erwirtschaften.

Ferner berücksichtigen wir bei der Klassifizierung von Einzelwerten eine sogenannte sektorale (innerhalb einer Branche) und eine cross-sektorale (branchenübergreifende) Nachhaltigkeitsgrenze, die jeweils durch das Erreichen einer Mindestpunktzahl charakterisiert wird. Unternehmen, die sowohl die für ihre Branche relevante sektorale als auch die cross-sektorale Nachhaltigkeitsgrenze überschreiten und gegen keines der oben genannten Ausschlusskriterien verstoßen, qualifizieren sich für das investierbare Nachhaltigkeitsuniversum.

Als nachhaltig klassifizierte Unternehmen erhalten von unseren Analysten das DZ BANK Research Gütesiegel für Nachhaltigkeit und werden in den Research-Publikationen entsprechend gekennzeichnet. Anwendung findet das Rating im gesamten Aktienuniversum der DZ BANK mit seinen knapp 300 Einzelwerten. Von ihnen stufte das Nachhaltigkeitsresearch rund 30 Prozent als nachhaltig ein.

Staaten

Auch beim Nachhaltigkeitsrating für Staaten steht die zukünftige Verfassung des Emittenten im Mittelpunkt der „EESG“-Analyse. Die Experten der DZ BANK identifizieren das nachhaltig investierbare Universum ebenfalls in drei Schritten: Zunächst untersuchen sie die drei klassischen Nachhaltigkeitsdimensionen Ökologie (E), Soziales (S) und Governance (G) und führen diese zu einem sogenannten ESG-Rating zusammen. In einem nächsten Schritt integrieren sie die ökonomische Nachhaltigkeitsdimension (E). Abschließend werden die untersuchten Staaten in die drei Kategorien „nachhaltig“, „Transformationsstaaten“ und „nicht-nachhaltig“ eingestuft. Dabei berücksichtigen die Analysten dynamische Nachhaltigkeitsgrenzen, harte Ausschlusskriterien und aktuelle Kontroversen.

Als nachhaltig klassifizierte Unternehmen erhalten von unseren Analysten das DZ BANK Research Gütesiegel für Nachhaltigkeit und werden in den Research-Publikationen entsprechend gekennzeichnet. Anwendung findet das Rating im gesamten Aktienuniversum der DZ BANK mit seinen knapp 300 Einzelwerten. Von ihnen stufte das Nachhaltigkeitsresearch rund 30 Prozent als nachhaltig ein. Bei der Nachhaltigkeitsbewertung von Staaten nehmen die Analysten eine Dreiteilung in „nicht-nachhaltige Staaten“, „Transformationsstaaten“ und „nachhaltige Staaten“ vor. Zum Zeitpunkt der Studienerstellung erhielten von den gut 100 analysierten Staaten 28 die Klassifizierung „nachhaltig“. Zudem fielen fünf in die Kategorie „Transformationsstaaten“.

Das Aktienresearch integriert das DZ BANK Research Gütesiegel für Nachhaltigkeit bereits seit 2012 in sämtliche Publikationen. Im Jahr 2016 soll es überdies Schritt für Schritt in die Publikationen des Anleihenresearch aufgenommen werden. Zudem ist das Siegel in der sogenannten Masterliste aufgeführt, die die Volksbanken und Raiffeisenbanken als Beratungsinstrument nutzen. Diese Liste enthält umfassende Marktinformationen und gibt zugleich Auskunft über die Nachhaltigkeit der vom Aktienresearch analysierten Unternehmen.

Assetklasse Anleihen im Fokus

Im Jahr 2015 stand abermals die Anlageklasse Anleihen im Mittelpunkt der Nachhaltigkeitsanalyse. So haben die Experten der DZ BANK im Dezember das Nachhaltigkeitsrating für Staaten lanciert und mit den Abschlussarbeiten für die Nachhaltigkeitsratings für Supranationals, Sub-Sovereigns und Agencies (SSAs) sowie Unternehmen begonnen. Diese werden im Verlauf des ersten Quartals 2016 in das Fixed Income Research integriert.

Research im Dialog

Das Nachhaltigkeitsresearch steht mit allen Kundengruppen im Dialog und betreibt intensive Netzwerk-arbeit, um Nachhaltigkeit als Investmentthema zu verankern und entsprechende Produkte zu vermarkten. Dies zeigen die folgenden Beispiele aus dem Jahr 2015:

Zum Auftakt der 21. UN-Klimakonferenz (30. November bis 12. Dezember 2015) sind die Deutsche Bahn AG und andere europäische Bahnen mit Sonderzügen nach Paris gefahren und setzten so ein Zeichen für mehr Klimaschutz im Verkehr. Im Sonderzug „Train to Paris“ haben die Reisenden unter anderem über die Verantwortung von Wirtschaft und Finanzbranche für den Klimaschutz diskutiert. Mit dabei war Marcus Pratsch, der als langjähriger Berichtsautor den Klimawandelbericht 2015 des CDP (ehemals Carbon Disclosure Project) für die Region Deutschland, Österreich und Schweiz (DACH) präsentierte.

Zudem beteiligte sich das DZ BANK Sustainable Investment Research auf der econsense- Fachkonferenz Nachhaltigkeitsratings 2020 an der Paneldiskussion „Nachhaltigkeitsrating und ESG-Daten in 2020 – Mehr Nutzen für Investoren und Unternehmen“. Dort betonten wir die zunehmende Bedeutung nicht-finanzieller Kennzahlen im Rahmen der Kapitalmarktkommunikation und erläuterten die Vorteile einer integrierten Berichterstattung aus Sicht der Analysten.

Zusätzlich organisierte das Nachhaltigkeitsresearch wieder zahlreiche Nachhaltigkeitsroadshows („Corporate SRI Roadshows“) im In- und Ausland für namhafte deutsche Unternehmen wie MunichRe und BASF. Erstmals arrangierte das Nachhaltigkeitsresearch für ausgewählte institutionelle Investoren einen sogenannten „SRI-Field-Trip“ zu BMW in München. Im Rahmen dieser Veranstaltung stand neben IR- und Fachvorträgen auch eine Werksbesichtigung mit Nachhaltigkeitsfokus auf der Agenda.

Mitarbeiter des Nachhaltigkeitsresearch der DZ BANK beteiligten sich auch 2015 an Dialogen und Podiumsdiskussionen als Referenten und wirkten an Umfragen mit. Darüber hinaus veranstalteten sie Schulungen, um Berater und Kunden der Volksbanken Raiffeisenbanken für das Thema Nachhaltigkeit am Kapitalmarkt zu sensibilisieren. Außerdem stellten die Referenten dort konkrete nachhaltige Anlageideen vor. Im Rahmen von sogenannten SRI-Analyst-Roadshows ging das Nachhaltigkeitsresearch aktiv auf institutionelle Investoren im In- und Ausland zu. Neben dem Bezug der Publikationen des Nachhaltigkeitsresearch nutzen immer mehr Kunden das Angebot des SRI-Portfolio-Screenings: Spezialisten des DZ BANK Sustainable Investment Research durchleuchten monatlich das Anlageuniversum des Kunden unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten.

DVFA Commission Responsible Investing

Die DZ BANK nutzt ihre Mitgliedschaft in der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA) als Trend-Barometer und um eigene Themen zu verbreiten. So arbeitet Marcus Pratsch, Leiter Nachhaltigkeitsresearch bei der DZ BANK, in der DVFA Kommission Responsible Investing mit. Deren Ziele sind unter anderem, Nachhaltigkeitsstandards (weiter-) zu entwickeln und die ESG-Berichterstattung zu internationalisieren. Darüber hinaus pflegt das DZ BANK Sustainable Investment Research den Austausch mit anderen Organisationen, wie dem International Integrated Reporting Council (IIRC).

BMUB-Initiative „Financing the Green Economy“

Die hohe fachliche Kompetenz des Nachhaltigkeitsresearch ist in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft gleichermaßen gefragt. Als Leiter der Arbeitsgruppe „Environmental, Social & Governance Issues (ESG) und der Kapitalmarkt – Begriffe und Rollen“ unterstützt Marcus Pratsch die vom Bundesumweltministerium (BMUB) ins Leben gerufene Initiative „Financing the Green Economy“. Im November 2014 haben die drei Arbeitsgruppenleiter im Bundesumweltministerium in Berlin anlässlich der Veröffentlichung des „Umwelttechnologie-Atlas 4.0“ ein Thesenpapier vorgestellt, das konzeptionelle Ansätze für ein Mainstreaming von ESG im Kapitalmarkt sowie in der Öffentlichkeit aufzeigt. Zugleich erläutert das Thesenpapier die Rolle des Kapitalmarkts bei der Realisierung der „Green Economy“.

Die Gesamtzahl der Veranstaltungen des Nachhaltigkeitsresearch ist 2015 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 30 Prozent gestiegen.

Tagungs- und Publikationsaktivitäten 2015

Im Jahr 2015 veranstaltete das Nachhaltigkeitsresearch die achte Sustainable Technologies Konferenz in Zürich, dieses Mal unter dem Motto „Smart & Sustainable Life – Mit Technologien die Welt von morgen intelligent und nachhaltig gestalten“. Namhafte Technologieunternehmen wie Infineon oder Osram standen interessierten institutionellen Investoren im Rahmen von Einzelgesprächen sowie Plenumsvorträgen Rede und Antwort.

Auch veröffentlichte das Nachhaltigkeitsresearch im Jahr 2015 diverse Studien zu SRI-relevanten Themen sowie den CDP-Klimawandelbericht 2015 für die DACH-Region.

Ferner haben wir im Berichtsjahr die zwei Jahre zuvor gestartete Publikationsreihe „Nachhaltigkeit im Fokus“ intensiviert, in der unsere Experten aktuelle Nachhaltigkeitsthemen und -trends kurz und präzise analysieren und kommentieren. Im Mittelpunkt standen dabei Themen wie die Diversität in Vorstand und Aufsichtsrat von DAX-Unternehmen, die Nachhaltigkeitstrends der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) oder der Emissionsskandal bei Volkswagen.

Unsere vielfach von institutionellen Investoren angefragten Analysen haben wir über spezielle Verteiler im Verbund und über das VR-BankenPortal auch Selbstentscheidern wie Anlageberatern und Endkunden zur Verfügung gestellt.

Bei der Themenauswahl für unsere Studien greifen wir auf die Expertise des zweiköpfigen Nachhaltigkeitsresearch-Teams zurück. Zudem berücksichtigen wir die Anfragen unserer Kunden und Gespräche mit Repräsentanten verschiedener Fachverbände, wie zum Beispiel dem Forum „Nachhaltige Geldanlagen“. Hinweise auf relevante Themen entnehmen wir auch dem Dialog mit der Politik, den wir zum Beispiel mit dem Rat für nachhaltige Entwicklung führen sowie dem Austausch mit Vertretern von Wirtschaft und Nichtregierungsorganisationen.

Darüber hinaus bauen wir fachspezifische Kontakte auf, um Marktdaten, Trends und Prognosen auszutauschen und Investmentideen zu entwickeln.

Studien des Nachhaltigkeitsresearch im Jahr 2015

„Smart and Sustainable Life“

Das Leben auf der Erde wird sich in den kommenden Jahrzehnten grundlegend verändern. Die Welt wird voller und älter. Zudem ziehen immer mehr Menschen in urbane Ballungsräume. Diese demografischen Trends stellen die Welt im Nachhaltigkeitskontext vor große Herausforderungen. Gleichzeitig bieten sie dem Anleger vielfältige Chancen. Vielversprechende Investmentthemen sind aus unserer Sicht Energieeffizienz, Infrastruktur (Verkehr, Gebäude, Energie, Telekommunikation), Ernährung (einschließlich Wasser), Mobilität, Logistik und Gesundheit. Ebenso entwickelt sich der Lebensstil der Menschen zunehmend nachhaltig (zukunftsorientiert) und smart (intelligent). Um den Menschen eine smarte und nachhaltige Zukunft zu bieten, muss daher eine Balance zwischen Wirtschaftswachstum sowie ökologischer und sozialer Lebensqualität gefunden werden. Nachhaltige Technologien leisten hierzu einen wichtigen Beitrag.


„Halbleiter als Treiber der Energieeffizienz“
Die Europäische Union hat sich zum Ziel gesetzt, die globale Erwärmung auf höchstens zwei Grad Celsius gegenüber vorindustriellen Zeiten zu begrenzen, da ansonsten nicht tolerierbare Umweltschäden zu erwarten sind. Trotz weltweiter Klimaschutzabkommen ist der globale CO2-Ausstoß in den vergangenen Jahren jedoch weiter gestiegen. Hauptgrund ist der ungebremste Energiehunger der Menschheit. Insbesondere die Energieeffizienz spielt eine zentrale Rolle, um diesen Energiehunger und damit den Stress für die Umwelt zu senken. Die Halbleiterindustrie erachten wir vor diesem Hintergrund als besonders aussichtsreich. Denn sie hat die Position des Innovationstreibers für zahlreiche umwelt- und ressourcenschonende Technologien inne. Energieeffizienz ist dabei von entscheidender Bedeutung. Die Nachfrage wichtiger Industriebranchen nach Produkten und Lösungen, die den CO2-Ausstoß verringern und Ressourcen schonen, steigt stetig.


„Nachhaltigkeitsrating für Staaten“
Trotz der hohen Bedeutung der Assetklasse Fixed Income wurden Nachhaltigkeitsaspekte im Rentenmarkt in der Vergangenheit nur rudimentär berücksichtigt. Beispielsweise galten Anleihen, die von Industriestaaten begeben werden, unter Investoren aufgrund hoher Qualitätskriterien sowie geringer Volatilität lange als sicherer Hafen. In jüngster Zeit machten jedoch auch zahlreiche Papiere von Schuldnern mit guten Bonitätsnoten durch Volatilität statt Stabilität auf sich aufmerksam. Die Gründe hierfür waren nicht ausschließlich ökonomischer Natur. Ein Treiber, der in der Eurokrise sichtbar wurde, war beispielsweise Korruption, ein Schlüsselindikator für schlechte Governance. Hinzu kamen zahlreiche Defizite in der sozialen Infrastruktur. Viele Investoren zogen daraus folgende Lehre: Basieren Bonitätsratings fast ausschließlich auf ökonomischen Indikatoren, liefern sie unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten nur ein unvollständiges Bild über den Zustand eines Emittenten. Daher muss die klassische Anleihenanalyse um ökologische, soziale und Governance-Aspekte erweitert werden. Ziel des DZ BANK Sustainable Investment Research war die Entwicklung einer Analysemethodik für Staaten, die im Hinblick auf eine langfristige Nachhaltigkeitsbeurteilung (und damit in klarer Abgrenzung zur klassischen, kurzfristigen Bonitätsbeurteilung) sowohl die Defizite der traditionellen Ratings als auch der am Markt verfügbaren Nachhaltigkeitsratings beseitigt. Die drei Stufen im Rating stellen somit keine Rating-Kategorie im Sinne der EU-Rating-Verordnung dar. Das Ergebnis ist ein integratives, vierdimensionales „EESG“-Analysemodell.

CDP DACH 350 Klimawandelbericht 2015
Zusätzlich zu seiner eigenen Publikationstätigkeit erstellte das Nachhaltigkeitsresearch für das CDP den Klimawandelbericht 2015 für die DACH-Region (Deutschland, Österreich und Schweiz). Dieser vergleicht die Klimaschutzstrategien und CO2-Reduktionsziele der 350 größten börsennotierten Unternehmen in den drei Ländern und bewertet deren Umsetzung durch die Unternehmen.

Seit 2013 bekennt sich die DZ BANK als „Signatory Investor“ des CDP öffentlich zu mehr Verantwortung für die Themen Klimawandel und Wasser in der Investment-Welt.

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