GRI CONTENT INDEX

Für eine klare und nachvollziehbare Berichterstattung orientieren wir uns an den Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI) in der dritten Version (G3). Außerdem berücksichtigen wir die ergänzenden „Sector Supplements“ für Unternehmen der Finanzbranche. Den Erfüllungsgrad der GRI-G3-Leitlinien schätzen wir selbst mit A, dem höchsten Erfüllungsgrad, ein. Diese Selbsteinschätzung wurde von der GRI geprüft und bestätigt.

Unternehmensansatz und Bericht

1. Strategie und Analyse


1.1 Erklärung des höchsten Entscheidungsträgers

„Wir haben heute alle zusammen Geschichte geschrieben“ – diese Einschätzung von Bundesumweltministerin Barbara Hendricks auf der UN-Klimakonferenz in Paris Ende vergangenen Jahres verdeutlicht, welche Bedeutung der Klimaschutz inzwischen weltweit erlangt hat. Mit dem sogenannten „Paris Abkommen“ verpflichten sich erstmals nahezu alle Länder zum Klimaschutz, das heißt auf die Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius. Dies ist ein bedeutender Schritt angesichts stark variierender nationaler Klimaschutzpläne.

Nun kommt es darauf an, die ambitionierten Ziele mit Leben zu füllen. Damit dies gelingt, muss jeder seinen Beitrag leisten. Das gilt auch für uns als Unternehmen. Als DZ BANK be schäftigen wir uns schon seit einigen Jahren mit der Frage, wie sich globale Herausforderungen wie der Klimawandel meistern lassen. Eine Antwort darauf ist unser Engagement im Be reich Umwelt und Energieeffizienz. Beide sind zentrale Handlungsfelder der DZ BANK und der Volksbanken Raiffeisenbanken. Mit der Finanzierung erneuerbarer Energien tragen wir dazu bei, dass die Energiewende in Deutschland ein Erfolg wird. Seit zehn Jahren finanzieren wir Projekte im Bereich erneuerbare Energien, inzwischen mit einem Volumen von rund 3,2 Mrd. Euro.

Nachhaltigkeit bei der DZ BANK hat aber nicht nur eine ökologische Seite. Grundvoraussetzung für das Vertrauen unserer Stakeholder ist vielmehr unsere wirtschaftliche Nachhaltigkeit. Und wir sind stolz, diesen Anspruch erneut bestätigt zu sehen: Das Jahr 2015 war für die DZ BANK Gruppe ein Jahr fortgesetzten geschäftlichen Erfolgs und zugleich maßgeblicher strategischer Weichenstellungen. Wir haben zum wiederholten Mal einen sehr guten Jahresabschluss erreicht und ein Ergebnis vor Steuern von 2,45 Mrd. Euro erzielt.

Zum Erscheinungszeitpunkt dieses Berichts stehen wir außerdem kurz vor der Fusion mit der WGZ BANK. Für die Genossenschaftliche FinanzGruppe ist dies ebenfalls ein historischer Schritt. Im Interesse unserer gesamten Organisation werden wir zum 1. August 2016 unsere strategischen und operativen Stärken zusammenführen. Die hinzugewonnene Schlagkraft des neuen Spitzeninstituts wird sich auch beim Thema Nachhaltigkeit bemerkbar machen.

In unserem Group Corporate Responsibility Committee arbeiten wir bereits seit mehreren Jahren gemeinsam mit der WGZ BANK und den Unternehmen der DZ BANK Gruppe – zu der zum Beispiel die Bausparkasse Schwäbisch Hall, die Union Investment und die R+V Versicherung zählen – erfolgreich an zahlreichen Nachhaltigkeitsthemen. Ergebnisse dieser Zusammenarbeit sind unser gemeinsamer Verhaltenskodex, unsere Zuliefererstandards oder unsere Klimaziele. Weil uns die Meinung unserer Interessengruppen wichtig ist, haben wir 2015 auch die erste gruppenweite Stakeholder-Befragung durchgeführt. Da wir in diesem Jahr auf ein Reporting nach dem neuen Standard G4 der Global Reporting Initiative (GRI) um gestellt haben, werden wir künftig regelmäßig unsere Stakeholder befragen. Die Erkenntnisse daraus helfen uns, künftig noch transparenter zu sein.

Unser Engagement als DZ BANK Gruppe hat die Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research 2015 abermals mit einer sehr guten Bewertung gewürdigt. Mit unserem „C+“-Rating gehören wir zu den führenden Unternehmen in der Finanzbranche. Auch in den Bewertungen der Nachhaltigkeits-Ratingagenturen MSCI oder Sustainalytics sowie im Corporate Responsibility Index der Bertelsmann Stiftung haben wir gut abgeschnitten.

Vor diesem Hintergrund sind wir motiviert, uns beim Thema Nachhaltigkeit weiter zu verbessern. Dafür haben wir uns einiges vorgenommen. So planen wir die Einführung regelmäßiger verpflichtender Schulungen in der nachhaltigen Kreditvergabe, um die Mitarbeiter noch stärker für die Relevanz dieses Themas zu sensibilisieren. Auch wollen wir den Austausch mit den Genossenschaftsbanken vertiefen und diese mit neuen Dialogformaten beim Aufbau und der Umsetzung eines erfolgreichen Nachhaltigkeitsmanagements und -reportings unter stützen.

Neben diesen bankbezogenen Themen beschäftigen uns die vielen Flücht linge, die derzeit nach Deutschland kommen. Hier sind wir als Menschen und als Unternehmen gefragt. Immer mehr DZ BANK Mitarbeiter engagieren sich ehrenamtlich in Flüchtlingsprojekten. Als DZ BANK Gruppe haben wir uns der Kampagne der Deutschen Wirtschaft zur Unterstützung von Flüchtlingen „wir zusammen“ angeschlossen und stellen 50 Hospitationsplätze in der DZ BANK Gruppe bereit.

Wie Sie sehen, liebe Leser, sind unsere Vorhaben für 2016 breit gefächert. Was wir 2015 erreicht haben, können Sie auf den folgenden Seiten nachlesen. Nachhaltigkeit ist und bleibt ein Kernthema unserer Organisation. In einem Jahr werden wir Ihnen an dieser Stelle erneut von unserem Vorankommen berichten.

Ihr Wolfgang Kirsch

2. Organisationsprofil


2.1 Name der Organisation

DZ BANK AG Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank


2.2 Marken, Produkte bzw. Dienstleistungen

Auftrag der DZ BANK ist es, die Geschäfte der vielen eigenständigen Genossenschaftsbanken vor Ort mit deren 13.350 Bankstellen zu unterstützen und deren Position im Wettbewerb zu stärken. Unser Leistungsspektrum reicht von klassischen und innovativen Produkten über Strukturierung und Emissionen bis hin zu Handel und Vertrieb im Aktien- und Rentenmarkt. Zusätzlich betreut die DZ BANK als Geschäftsbank Unternehmen und Institutionen, die einen überregionalen Bankpartner benötigen. Im Privatkundengeschäft bietet die DZ BANK mit dem Portal www.eniteo.de und ihrer Marke Akzent Invest ein umfangreiches Spektrum an Anlagemöglichkeiten wie beispielsweise Zertifikate mit nachhaltigkeitsgeprüften Wertpapieren und Kapitalschutz.

Das Firmenkundengeschäft der DZ BANK umfasst das Gemeinschaftskreditgeschäft mit den Genossenschaftsbanken sowie das Direktgeschäft mit Kunden des gehobenen Mittelstands und Großkunden.

Das Transaction Banking der DZ BANK bündelt alle Dienstleistungen im Bereich Zahlungsverkehr und wickelt damit einen maßgeblichen Teil des Massenzahlungsverkehrs in Deutschland ab. Für die Kunden der Volksbanken und Raiffeisenbanken wurde das Angebot auf dem Gebiet des Mobile Payment weiter ausgebaut. Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt war die Vorbereitung der SEPA-Umstellung des Zahlungsverkehrs. Weiterhin bietet die DZ BANK im Transaction Banking Dienstleistungen im Bereich Kreditkarten und Bargeld sowie Wertpapier- und Förderkreditabwicklung an.


2.3 Hauptsitz der Organisation

Frankfurt am Main, Deutschland


2.4 Länder der Geschäftstätigkeit

Neben dem Hauptstandort in Frankfurt ist die DZ BANK an zehn weiteren Standorten in Deutschland (Berlin, Hamburg, Hannover, Karlsruhe, Dresden, Leipzig, München, Nürnberg, Oldenburg, Stuttgart) vertreten. Außerdem betreibt sie internationale Niederlassungen an den Finanzplätzen London, New York, Hongkong und Singapur sowie fünf weitere Repräsentanzen in Asien und Südamerika.


2.5 Eigentümerstruktur und Rechtsform

Die DZ BANK ist eine Aktiengesellschaft (AG) nach deutschem Recht. Die Eigentümer der DZ BANK sind zu 85,1 Prozent Genossenschaftsbanken. Weitere Anteile halten mit 6,7 Prozent die WGZ BANK und 7,6 Prozent weitere Genossenschaften. 0,6 Prozent halten Privatpersonen und sonstige Anteilseigner.


2.6 Wesentliche Märkte

Für die DZ BANK entsprechen die Märkte ihren Kundengruppen:

  • Genossenschaftsbanken im Einzugsbereich
  • große Firmenkunden
  • Selbstentscheider (Finanzexperten, die ihr Portfolio individuell zusammenstellen)

Der Primärmarkt ist Deutschland. Wir begleiten unsere Kunden auch im Ausland mit unseren internationalen Standorten.


2.7 Größe der Organisation

Die DZ BANK beschäftigt 2015 im Jahresdurchschnitt 4.312 Mitarbeiter an ihren Standorten im In- und Ausland (siehe G4-7) und kam im Jahr 2015 auf eine Bilanzsumme von 197,7 Mrd. €. Das Betriebsergebnis betrug 560 Mio. €, das ausgewiesene Eigenkapital 8,008 Mrd. €. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden betrugen jeweils 85,3 Mrd. € und 17,9 Mrd. €. Der Jahresabschluss und Lagebericht 2015 enthält eine Übersicht aller finanzieller Kennzahlen, Seite U2.


2.8 Mitarbeiter nach Beschäftigungsverhältnissen, Geschlecht und Regionen

Tabelle: Mitarbeiterbestand (gesamt, In-/Ausland)
Tabelle: Nutzung der Arbeitszeitmodelle (Voll-/Teilzeit)
Abbildung: Mitarbeiter Standortverteilung

Aufschlüsselung der Beschäftigungart 2015: außertarifliche Mitarbeiter 3.349 (2014: 3.349; 2013: 2.797), nach geltendem Tarif 1.140 (2014: 1.095; 2013: 934).

Aufschlüsselung nach Leitungsebene 2015: Führungskräfte zum 31.12.2015 (ohne 7 Vorstände): 510 (2014: 502; 2013: 494) , Mitarbeiter zum 31.12.2015 (inkl. NWK und inaktive): 3.825 (2014: 3.880; 2013: 3.972).


2.9 Anteil Mitarbeiter unter Kollektivvereinbarungen

Zum 31. Dezember 2014 waren bei der DZ BANK in Deutschland 3.349 außertarifliche Mitarbeiter (74,6 Prozent) und 1.140 Mitarbeiter nach geltendem Tarif (25,4 Prozent) beschäftigt.


2.10 Beschreibung der Lieferkette

Die DZ BANK hat im Jahr 2010 auf Basis bestehender Standards neue soziale und ökologische Mindeststandards in der Beschaffung eingeführt und in ihre Einkaufsprozesse integriert. Diese bilden einen Rahmen, der allen Unternehmen der DZ BANK Gruppe ökonomische, ökologische und soziale Merkmale wie beispielsweise menschenrechtliche Aspekte oder Arbeitspraktiken für eine nachhaltige Lieferantenbeziehung vorgibt. Mit einer Nachhaltigkeitsvereinbarung verpflichten wir seitdem sämtliche Lieferanten, sowohl die DZ BANK Mindeststandards einzuhalten als auch die Prinzipien des Global Compacts der Vereinten Nationen und die Anforderungen der International Labour Organization. Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative Auswirkungen in ökologischer, menschenrechtlicher oder gesellschaftlicher Hinsicht oder im Hinblick auf Arbeitspraktiken wurden im Berichtsjahr nicht ermittelt.

Grundlage der nachhaltigen Beschaffungsaktivitäten der DZ BANK ist das aktive Lieferantenmanagement. Unter anderem klassifizieren wir die Zulieferer hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitsrelevanz für die DZ BANK. Lieferanten, die aufgrund des Auftragsvolumens, der spezifischen Tätigkeit oder länderspezifischer Risiken als besonders nachhaltigkeitsrelevant gelten, befragen wir seit Anfang 2013 vertiefend zu Nachhaltigkeitsaspekten in ihrem Kerngeschäft. Dies betrifft unter anderem Zertifizierungen oder Konzepte, um Umweltbelastungen zu minimieren. Sämtliche Informationen zur Nachhaltigkeitsleistung unserer Lieferanten sammeln wir seit 2013 in einer Datenbank. Ein Verstoß gegen die in der Nachhaltigkeitsvereinbarung festgelegten ökologischen und sozialen Anforderungen kann in letzter Konsequenz zum Ausschluss eines Lieferanten führen.


2.11 Signifikante Änderungen im Berichtszeitraum

Im Berichtsjahr ergaben sich keine signifikanten Änderungen bezüglich Größe, Struktur oder Anteilseignern.


2.12 Umsetzung des Vorsorgeprinzips

Eine verantwortungsvolle Kreditvergabe ist zentraler Bestandteil des Geschäftsmodells der DZ BANK. Dabei gilt es, alle relevanten Nachhaltigkeitsaspekte systematisch zu berücksichtigen, da diese hohe Risiken beinhalten können. Deshalb prüfen wir bereits seit März 2009 grundsätzlich sämtliche Kreditvergaben (zum Beispiel klassische Kredite, Projektfinanzierungen und Handelslimits) auf deren Nachhaltigkeit. Hierfür verwenden wir unsere hauseigene Nachhaltigkeitsprüfliste. Darüber hinaus wenden wir seit 2013 im Bereich der Projektfinanzierung die Äquator-Prinzipien an. 2014 haben wir außerdem Ausschlusskriterien für Finanzierungen eingeführt. Darüber hinaus hat ein neuer Arbeitskreis im Jahr 2015 begonnen, eine einheitliche Grundlage für Nachhaltigkeit im Kreditgeschäft der gesamten DZ BANK Gruppe zu schaffen.

Zum ausführlichen Chancen- und Risikomanagement siehe ab Seite 37ff. im Jahresabschluss und Lagebericht der DZ BANK AG 2015.


2.13 Unterstützung externer Initiativen

Bereits im Jahr 2008 sind wir dem Global Compact der Vereinten Nationen beigetreten und haben uns damit zu zehn weltweit gültigen Grundsätzen verantwortlichen Handelns bekannt. Dazu zählen die Achtung der Menschen- und der Arbeitnehmerrechte, das Engagement für den Umweltschutz und die Vermeidung von Korruption und Bestechung. Diese Grundsätze sind für uns eine wichtige Orientierung für unser Handeln. Wir unterstützen sie und wenden sie in allen Geschäftsbereichen an (www.unglobalcompact.org).

Das Aktienresearch der DZ BANK unterstützt die Commission Responsible Investing der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse & Asset Management (DVFA), das in den vergangenen Jahren die Kennzahlen für die Erfassung von Unternehmensleistungen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung weiterentwickelt hat.

Die DZ BANK verpflichtet sich seit Januar 2013, die Äquator-Prinzipien, sozialen und ökologischen Richtlinien für Projektfinanzierungen, umzusetzen und entsprechend darüber zu berichten.

Mit der Unterzeichnung der „Gemeinsamen Erklärung Erfolgsfaktor Familie“ im Mai 2008 bekennen wir uns als einer von 380 Erstunterzeichnern ausdrücklich zu einer familienfreundlichen Personalpolitik.

Im November 2011 unterzeichneten wir die von der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft vorgelegte „Charta der Vielfalt“. 2013 haben wir darüber hinaus unser Zertifikat berufundfamilie reauditieren lassen, um so weiterhin eine familienbewusste Personalpolitik zu gewährleisten. Die DZ BANK hat im Jahr 2014 die „Charta zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege in Hessen“ unterzeichnet, die von der hessischen Initiative „Beruf und Pflege vereinbaren“ ins Leben gerufen worden war.

Die DZ BANK gehört zu den Gründungsmitgliedern des Deutschen Derivate Verbandes e. V. (DDV) und engagiert sich gemeinsam mit anderen Emittenten für mehr Transparenz im Privatkundenmarkt. Als freiwillige Selbstverpflichtung für ihr geschäftliches Handeln bei Strukturierung, Emission, Marketing und Handel von strukturierten Wertpapieren wie Zertifikaten und Optionsscheinen haben sich die DDV-Mitglieder im Jahr 2013 überdies einen Fairness Kodex auferlegt.

Die DZ BANK hat sich im Juli 2013 mit vier weiteren führenden Finanzinstituten mit einem gemeinsamen Grundsatzpapier zur ethischen Fundierung von Managementvergütung verpflichtet. Ziel ist es, die Vergütungssysteme transparent zu gestalten, Fehlanreize auszuschließen sowie die langfristigen Bedingungen für dauerhaft erfolgreiches Wirtschaften in den Blick zu nehmen. Die DZ BANK bekennt sich damit erneut zu einer erfolgs- und werteorientierten Führung. Das Grundsatzpapier kann im Internet abgerufen werden:

https://www.dzbank.de/content/dam/dzbank_de/de/library
/presselibrary/pdf_dokumente/130709_managementverguetung-fin_de.pdf


2.14 Mitgliedschaften in Verbänden und Interessengruppen

Unsere Interessen als Finanzinstitut vertreten wir im Dialog mit der Gesellschaft und der Politik. Dies tun wir hauptsächlich über den Bundesverband der Deutschen Volksbanken (BVR). Für den Dialog mit Politik und Gesellschaft nutzen wir zudem unsere Repräsentanz in Berlin.

Seit 2013 bekennt sich die DZ BANK als „Signatory Investor“ des CDP (Carbon Disclosure Project) öffentlich zu mehr Verantwortung für die Themen Klimawandel und Wasser in der Investment-Welt.

Seit Ende 2014 ist die DZ BANK Mitglied im Ökoprofit Klub Frankfurt. Zuvor haben wir die Zertifizierung „Ökoprofit Betrieb der Stadt Frankfurt am Main“ erhalten. Ökoprofit steht für „ÖKOlogisches PROjekt Für Integrierte UmweltTechnik“ und zielt darauf ab, kostensenkende Umweltmaßnahmen in den Unternehmen systematisch umzusetzen.

Im Juni 2011 sind wir dem Verein für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten (VfU) beigetreten, der den Austausch von Wissen und Erfahrungen in der Branche fördert.

Außerdem sind wir Mitglied in europäischen Verbänden wie die European Association of Cooperative Banks (EACB) und die Unico Banking Group, die sich der Verbreitung der genossenschaftlichen Idee in Europa und weltweit widmen.

Eine weitere Plattform bietet uns die Internationale Volksbankenvereinigung (CIBP) mit Sitz in Brüssel. Der CIBP ist eine Nichtregierungsorganisation, der Banken, Finanzinstitute und Bankenverbände angehören, deren gemeinsames Ziel es ist, die Entwicklung von kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie von individuellen Kunden zu fördern. Sie fungiert als Plattform für Austausch und gemeinsame Arbeit.

Auch auf lokaler Ebene pflegen wir den Dialog mit der Politik. So beteiligten wir uns im Jahr 2015 wieder an der Initiative „Frankfurt Main Finance“, die die Attraktivität des Finanzplatzes Frankfurt fördert.

Unser Compliance Office vertritt außerdem die DZ BANK als Gastmitglied beim Verband der öffentlichen Banken (VÖB).

Um Anlegern eine Orientierung zu bieten, haben Emittenten, Investoren und Umweltverbände Richtlinien erarbeitet, die ein beispielhaftes Emissionsverfahren für grüne Anleihen vorgeben. Beispielsweise gibt es mit den sogenannten Green Bond Principles (GBP) auf der Emittenten- und Konsortialbankenseite freiwillige Verfahrensregeln, die Transparenz empfehlen und die Integrität des Green Bond-Marktes sicherstellen sollen. Bislang mehr als 100 Emittenten, Emissionsbanken und Investoren Mitglied der GBP, darunter auch die DZ BANK (Stand April 2016).

Die DZ BANK ist Gründungsmitglied beim Deutschen Derivate Verband (DDV) und engagiert sich mit anderen Emittenten gemeinsam für mehr Transparenz im Privatkunden-Markt. Der Deutsche Derivate Verband ist ein Interessenverband der 18 führenden Emittenten derivativer Wertpapiere. Er legt Leitlinien für die Strukturierung, die Emission, den Vertrieb, das Marketing und den Handel mit derivativen Wertpapieren fest. So werden Mindeststandards geschaffen, die dem Anleger Sicherheit geben und sein Vertrauen in die Angebote der Emittenten festigen sollen. So wurde im Oktober 2013 der Fairness-Kodex, ein Kodex der Anlegern eine Produkt- ud Kostentransparenz garantieren soll, verabschiedet. Der neue Fairness Kodex beinhaltet deutlich strengere Leitlinien für strukturierte Wertpapiere als der bisherige Derivate Kodex.

Die DZ BANK nutzt ihre aktive Mitgliedschaft in der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA) zur Verbreitung eigener Themen und als Trend-Barometer. Beispielsweise beteiligt sie sich an der Arbeit der DVFA Kommission Responsible Investing. Deren Ziel ist unter anderem die (Weiter-) Entwicklung von Nachhaltigkeitsstandards sowie die Internationalisierung der ESG-Berichterstattung. Darüber hinaus pflegt sie auf diesem Wege den Austausch mit anderen Organisationen, wie dem International Integrated Reporting Council (IIRC).

Desweiteren führen wir eine Mitgliedschaft im Deutsches Global Compact Netzwerk. 270 deutsche Firmen nehmen am Global Compact der Vereinten Nationen teil – davon 24 der DAX-30- sowie viele mittelständische und auch kleine Unternehmen. Gemeinsam mit rund 80 Teilnehmern aus Zivilgesellschaft, Politik und Wissenschaft bilden sie das Deutsche Global Compact Netzwerk (DGCN).

Wichtige Mitgliedschaften im Wissenschaftsbereich:
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
Center for Financial Studies (CFS)
Stiftung Marktwirtschaft
Frankfurter Institut für Risikomanagement und Regulierung
Deutsches Aktieninstitut
E-Finance Lab
Institut für bankhistorische Forschung
Genossenschaftshistorisches Informationszentrum

3. Ermittelte wesentliche Aspekte und Grenzen


3.1 Liste der konsolidierten Unternehmen

Die DZ BANK gehört zur DZ BANK Gruppe und übt gleichzeitig die Funktion der Holding für die Gruppe aus. Zur DZ BANK Gruppe zählen die Bausparkasse Schwäbisch Hall, DG Hyp, DZ Privatbank, R+V Versicherung, Teambank, Union Investment Gruppe, die VR Leasing und verschiedene andere Spezialinstitute. Innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe fungiert die DZ BANK als Zentralinstitut für mehr als 1.000 Genossenschaftsbanken und 12.260 Geschäftsstellen und als Geschäftsbank. Ihr Auftrag ist es, die Geschäfte der Genossenschaftsbanken zu unterstützen und ihre Position im Wettbewerb zu stärken. Die strategische und operative Arbeit der DZ BANK ist in vier Geschäftsfeldern und auf 22 Unternehmensbereiche verteilt. Der Geschäftsbericht 2015 enthält eine Übersicht über den Anteilsbesitz und wesentliche Beteiligungen (Tochterunternehmen und Joint-Ventures) der DZ BANK (S.228ff. & S.198ff.).


3.2 Vorgehensweise zur Auswahl der Berichtsinhalte

Die Präferenzen und Anforderungen der Stakeholder an die DZ BANK sind grundlegend für unseren Nachhaltigkeitsansatz und unsere Strategie und setzen zugleich auch den inhaltlichen Rahmen für diesen jährlich erscheinenden Bericht.

Um die Nachhaltigkeit in der DZ BANK erfolgreich zu steuern, ist es wichtig, die sozialen, ökologischen und ökonomischen Interessen, Erfahrungen und Erwartungen unserer Anspruchsgruppen möglichst genau zu kennen. Wichtige Informationen lieferte uns im Berichtsjahr die erste gruppenweite Stakeholderbefragung zu unserem Nachhaltigkeitsengagement. Diese Online-Befragung der Unternehmen der DZ BANK Gruppe baut auf der Umfrage der DZ BANK auf, die wir im Jahr 2012 erstmals unter externen und internen Stakeholdern durchführten. Sie erfolgte zusätzlich zum kontinuierlichen Dialog, den wir mit unseren Anspruchsgruppen führen.

Die gruppenweite Stakeholderbefragung im Berichtsjahr orientierte sich an den Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI). Diesen Vorgaben gemäß hat unsere Nachhaltigkeitsabteilung in einem ersten Schritt Themen ermittelt, die sowohl im Nachhaltigkeitskontext als auch für unsere Stakeholder von Relevanz sind. Die Themen haben wir gemäß den Grundsätzen der Wesentlichkeit und unter der Einbeziehung der Ergebnisse der Online-Befragung priorisiert und anschließend in internen Workshops validiert. Die Umfrage 2015 umfasste fünf Handlungsfelder mit untergeordneten Themen und basierte auf Analysen zu den vorherrschenden gesellschaftlichen Nachhaltigkeitstrends. Mit einer Rücklaufquote von 46 Prozent lieferte sie wertvolle Hinweise für unsere Arbeits- und Berichtsschwerpunkte.

Die Bewertungen der Stakeholder unterstrichen erneut die Notwendigkeit, Nachhaltigkeit über alle Handlungsfelder hinweg strategisch in das Kerngeschäft der DZ BANK zu integrieren. So haben die Befragten den Feldern „Nachhaltige Unternehmensführung“ und „Nachhaltige Produkt- und Dienstleistungen“ höchste Relevanz beigemessen. Innerhalb dieser Bereiche haben sie die Themen „genossenschaftliche Prinzipien und Werte“ und „Unternehmensstrategie & -erfolg“ mit Höchstnoten bewertet.

Zu unseren Stakeholdern gehören die Volksbanken und Raiffeisenbanken, die zugleich Eigentümer und Kunden sind, Kunden, Mitarbeiter, Geschäftspartner, Analysten und Kapitalgeber ebenso wie Verbände, Medien, politische Entscheidungsträger und die Wissenschaft. Zudem stehen wir in einem regelmäßigen Austausch mit diversen Nichtregierungsorganisationen, deren Anfragen und Anliegen wir aufgreifen. Dabei achten wir auf eine ausgewogene Wahl von internen und externen Stakeholdern, mit denen wir eine wechselseitige Beziehung aufweisen.

Um Vergleichbarkeit und Transparenz zu gewährleisten, wurde der Nachhaltigkeitsbericht nach den G4-Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI) erstellt.


3.3 Sämtliche wesentliche Aspekte

Abbildung: Wesentliche Aspekte & Berichtsgrenzen


3.4 Wesentliche Aspekte innerhalb des Unternehmens

Abbildung: Wesentliche Aspekte & Berichtsgrenzen


3.5 Wesentliche Aspekte außerhalb des Unternehmens

Abbildung: Wesentliche Aspekte & Berichtsgrenzen


3.6 Wesentliche Änderungen im Berichtszeitraum

Wesentliche Änderungen im Berichtszeitraum gab es nicht. Veränderungen bei einzelnen Kennzahlen werden an entsprechender Stelle kenntlich gemacht.


3.7 Änderungen des Berichtsumfangs und der Grenzen von Aspekten

Wesentliche Änderungen im Umfang und in den Grenzen der Aspekte gab es im Vergleich zu früheren Berichtszeiträumen nicht.

4. Einbindung von Stakeholdern


4.1 Einbezogene Stakeholdergruppen

Zu unseren Stakeholdern gehören die Volksbanken und Raiffeisenbanken, die zugleich Eigentümer und Kunden sind, Kunden, Mitarbeiter, Geschäftspartner, Analysten und Kapitalgeber ebenso wie Verbände, Medien, politische Entscheidungsträger und die Wissenschaft. Zudem stehen wir in einem regelmäßigen Austausch mit diversen Nichtregierungsorganisationen, deren Anfragen und Anliegen wir aufgreifen.


4.2 Ermittlung und Auswahl der Stakeholder

Für eine erfolgreiche Steuerung unseres Unternehmens ist es wichtig, die sozialen, ökologischen und ökonomischen Erwartungen unserer Stakeholder möglichst genau zu kennen. Für diesen Zweck definierte die DZ BANK im Vorgang zur Materialitätsanalyse Anspruchsgruppen, die für uns von besonderer Relevanz sind.

Bei der Auswahl der befragten Stakeholder berücksichtigten wir deren Vielfalt und deren Relevanz für unser Unternehmen. Folgende Gesichtspunkte waren dabei leitend:

  • Genossenschaftsbanken als Kunden und Eigentümer sowie die Mitarbeiter der DZ BANK und der DZ BANK Gruppe gehören zu unseren wichtigsten Stakeholdern.
  • Lieferanten und Dienstleister sowie Verbände und Investoren besitzen eine hohe wirtschaftliche Relevanz für uns.
  • Außerdem berücksichtigten wir kritische Stimmen von Nichtregierungsorganisationen („Non Governmental Organizations“, NGOs) und Rating-Agenturen sowie aus Wissenschaft und Politik.


4.3 Ansatz zur Einbindung von Stakeholdern und Häufigkeit

Institutionelle Investoren im In- und Ausland sensibilisieren unsere Analysten durch Vorträge bei Konferenzen sowie die Organisation von Roadshows mit Fokus Nachhaltigkeit für Kunden. Diese Veranstaltungen finden mehrmals im Jahr statt.

Unter dem Titel DZ MeinungsSpiegel befragt die DZ BANK seit 2009 regelmäßig (alle zwei bis drei Jahre) ihre Mitarbeiter, um möglichst viel über deren Wünsche, Erwartungen und Bedürfnisse zu erfahren, zuletzt im Berichtsjahr 2014. Die Ergebnisse sind sowohl Messinstrument zur Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit als auch Basis für bereichsbezogene und unternehmensweite Optimierungen. Beispielsweise haben wir spezielle Vertriebstrainings eingeführt oder auch einen Leitfaden für Führungskräfte zu personalwirtschaftlichen Themenstellungen erstellt.

Darüber hinaus werden Mitarbeitern der Genossenschaftsbanken Informationsaufenthalte (zwei Mal jährlich) und Besucherprogramme (jährlich) angeboten, um sich über die DZ BANK zu informieren. Im Dialog stehen wir auch regelmäßig mit politischen Vertretern – beispielsweise über die Initiative „Frankfurt Main Finance“, die zur Attraktivität des Finanzplatzes beitragen soll und dazu auch im Dialog mit der hessischen Landesregierung steht.

So gehen wir mit allen Stakeholdern in den Dialog. Mit unserer Berichterstattung wollen wir alle Anspruchsgruppen gleichermaßen ansprechen.

Zur Einbindung der Stakeholder zur Erstellung des Berichts vgl. G4-18.


4.4 Zentrale Anliegen der Stakeholder und Stellungnahme

Im Mittelpunkt stehen für die DZ BANK die Bedürfnisse der Genossenschaftsbanken als Kunden und Eigentümer, deren Anforderungen an nachhaltiges Handeln sowie verantwortungsbewusste und nachhaltigkeitsorientierte Finanzprodukte und -dienstleistungen bei der Produkt- als auch bei der Strategieentwicklung Berücksichtigung finden.

Im Jahr 2015 standen verschiedene Themen im Fokus. Unter anderem haben wir

  • die Nachhaltigkeitsberichterstattung auf den neuen Standard G4 der Global Reporting Initiative (GRI) umgestellt (NB xy).
  • die erste gruppenweite Stakeholder-Befragung durchgeführt und eine neue Materialitätsmatrix erstellt (NB xy).
  • den Austausch zu Nachhaltigkeitsthemen innerhalb der DZ BANK Gruppe verstärkt (NB xy).
  • die interne und externe Nachhaltigkeitskommunikation ausgeweitet.
  • den Stakeholderdialog mit Nichtregierungsorganisationen (NGOs) weiter vertieft (NB xy).
  • den Austausch mit Genossenschaftsbanken zu Nachhaltigkeitsthemen intensiviert (NB xy).
  • Online-Schulungen für die nachhaltige Kreditvergabe konzipiert (NB xy).
  • ein Nachhaltigkeitsrating für Staaten eingeführt (NB xy).
  • das Neubauprojekt „Pavillon Cityhaus II“ samt bankeigener Kindertagesstätte in Frankfurt begleitet (NB xy).

Für das Jahr 2016 haben wir uns vorgenommen,

  • unser Angebot für die Genossenschaftsbanken fortzuführen, um das Thema Nachhaltigkeit bei den Volksbanken Raiffeisenbanken weiter voranzubringen. Dafür setzen wir vor allem auf Workshops, Broschüren, bilaterale Gespräche und den Austausch mit den Verbänden.
  • die Zusammenarbeit in der DZ BANK Gruppe auszubauen, auch über das Group Corporate Responsibility Committee. Wir werden weitere Unternehmen der DZ BANK Gruppe zur Mitarbeit in dem Gremium einladen und sie beim Aufbau eines eigenen Nachhaltigkeitsmanagements und -reportings unterstützen.
  • den Dialog mit nachhaltig orientierten Investoren, Banken und Rating-Agenturen zu auszuweiten und zu vertiefen.
  • im Rahmen der geplanten Fusion von DZ BANK und WGZ BANK die Zusammenführung des Nachhaltigkeitsmanagements vorzubereiten.
  • das DZ BANK Research Gütesiegel für Nachhaltigkeit in die Publikationen des Anleihenresearch zu integrieren.

Zudem haben wir uns zum Ziel gesetzt, E-Bike-Stationen und E-Bikes für DZ BANK Mitarbeiter für Stadtfahrten anzubieten. Der sich im Bau befindliche Pavillon Cityhaus II wird im Kellergeschoss rund 140 Fahrradplätze enthalten, von denen 10 Prozent für E-Bikes vorgerüstet werden.

Zudem haben wir uns zum Ziel gesetzt, unsere internen Richtlinien und Standards weiter zu verbessern. Gruppenweit ist die Professionalisierung des Datenmanagements im Bereich Nachhaltigkeit geplant.

Der Umgang mit sensiblen Branchen ist seit 2005 in den DZ BANK Richtlinien der Kreditvergabe geregelt. Im Jahr 2014 haben wir diese Vorgaben in Ausschlusskriterien für Finanzierungen übersetzt, die den Kundenbetreuern als Orientierungshilfe dienen und bei der Bewertung von Kreditanfragen berücksichtigt werden. Derzeit gelten sie für Waffengeschäfte, Pornografie, Glücksspiel sowie signifikante Umweltverstöße und Menschenrechtsverletzungen.Um unsere Mitarbeiter künftig noch stärker für produktrelevante Nachhaltigkeitsaspekte zu sensibilisieren, haben wir ein Online-Training zur Nachhaltigkeit in der Kreditvergabe entwickelt

Die Mitarbeiterbefragung „DZ MeinungsSpiegel“ ist neben einem Messinstrument zur Mitarbeiterbindung und -zufriedenheit („Organizational Committment Index“, OCI) auch die Basis für bereichsbezogene und unternehmensweite Maßnahmen.

Das 180° Feedback wurde 2011 als Führungsinstrument bankweit über alle Hierarchiestufen hinweg eingeführt. Mit dem 180° Feedback erhält eine Führungskraft Feedback zu ihrer Führungsleistung sowohl durch ihre Mitarbeiter als auch ihren Vorgesetzten. Ergänzt um die Selbsteinschätzung, dient der Prozess auch der Professionalisierung des Führungsverhaltens. Darüber hinaus liefert er einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Unternehmens- und Führungskultur der DZ BANK.

Die Beschwerdemanager in allen Bereichen mit unmittelbaren oder mittelbaren Kundenkontakt sorgen ebenfalls für eine kundenorientierte Bearbeitung. Alle Beschwerden, egal, ob am Telefon, per Brief, E-Mail oder im persönlichen Gespräch geäußert, werden zeitnah bearbeitet.

Über aktuelle Entwicklungen zur Nachhaltigkeit der DZ BANK informieren wir auch kontinuierlich auf unserem Nachhaltigkeitsportal www.nachhaltigkeit.dzbank.de.

Die Ergebnisse aus den verschiedenen Ansätzen zur Einbeziehung der verschiedenen Stakeholdern fließen in strategische Entwicklungen ein. Themen, die durch unsere Materialitätsanalyse besondere Relevanz für unsere Stakeholder aufweisen (vgl. G4-18), berücksichtigen wir in unserer Berichterstattung ausführlich.

Die DZ BANK Gruppe bietet seit dem Frühjahr 2013 keine Anlageprodukte mit Agrarrohstoffen mehr an. Die Entscheidung dazu hat die Bank im Dialog mit den Stakeholdern innerhalb der Genossenschaftlichen Finanzgruppe getroffen.

5. Berichtsparameter


5.1 Berichtszeitraum

Ereignisse mit besonderer Relevanz haben wir für den Nachhaltigkeitsbericht 2015 bis zum Redaktionsschluss am 31. März 2065 berücksichtigt. Die aufgeführten Kennzahlen beziehen sich grundsätzlich auf das Geschäftsjahr 2015 (1. Januar bis 31. Dezember 2015).


5.2 Veröffentlichung des letzten Berichts

Der letzte Nachhaltigkeitbericht 2014 erschien im August 2015.


5.3 Berichtszyklus

Der Nachhaltigkeitsbericht erscheint jährlich. Der nächste Nachhaltigkeitsbericht wird im Jahr 2017 erscheinen. Die DZ BANK veröffentlicht alle zwei Jahre einen ausführlichen Nachhaltigkeitsbericht im Wechsel mit einem Statusbericht.


5.4 Ansprechpartner

Delia Kaiser
Leiterin Nachhaltigkeitsmanagement
Telefon: 069 7447-42147
Telefax: 069 7447-90309

nachhaltigkeit@dzbank.de


5.5 Option der Übereinstimmung mit GRI und gewählter Index

Der Nachhaltigkeitsbericht 2015 enthält einen GRI Content Index.Für den Nachhaltigkeitsbericht wurde die "In Übereinstimmung"-Option Core gewählt. Eine ausführliche Version des GRI Content Index findet sich im Internet.


5.2 Externe Prüfung des Berichts

Der Nachhaltigkeitsbericht 2015 wurde nicht durch externe Dritte geprüft.

6. Unternehmensführung


6.1 Führungsstruktur inkl. Komitees des höchsten Kontrollorgans der Organisation

Unser siebenköpfiger Vorstand leitet das Unternehmen und entwickelt die strategische Ausrichtung. Überwacht wird er vom Aufsichtsrat der DZ BANK. Von den Vertretern der Anteilseigner werden neun von der Hauptversammlung gewählt und ein Vertreter vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) entsandt. Entsprechend dem deutschen Mitbestimmungsgesetz sind auch zehn Vertreter der Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse beraten den Vorstand der DZ BANK und arbeiten eng mit ihm zusammen. Über relevante Entwicklungen werden seine Mitglieder vom Vorstand frühzeitig informiert. Die Verantwortung für Themen der Nachhaltigkeit liegt beim Vorstandsvorsitzenden der DZ BANK. Umwelt- und Mitarbeiterthemen verantwortet unser Vorstand für Informatik, Organisation, Personal und Operations/Services.

Die DZ BANK hat aufgrund ihrer genossenschaftlichen Verankerung eine besondere Beziehung zu ihren Eigentümern, die zugleich ihre wichtigsten Kunden sind. Zur strategischen und kommunikativen Einbindung gibt es daher eine Vielzahl an Gremien und Veranstaltungen wie die Herbstkonferenzen, die Bankenbeiräte und den Allfinanzbeirat.

7. Ethik und Integrität


7.1 Werte, Grundsätze und Verhaltensstandards

Verantwortungsbewusst zu handeln ist für die DZ BANK ein zentrales Unternehmensziel und gehört zum Selbstverständnis eines genossenschaftlichen Instituts. Dabei leiten uns die gemeinsamen Werte unseres Leitbildes – Tatkraft, Integrität und Vertrauen –, die 2011 in einem eigenen Verhaltenskodex konkretisiert wurden. Der Verhaltenskodex wurde 2012 eingeführt. Darüber hinaus haben Vertreter der einzelnen Compliance-Funktionen und die jeweiligen Nachhaltigkeitsbeauftragten der DZ BANK Gruppe einen Verhaltenskodex für die Gruppe erarbeitet, der im Mai 2014 in Kraft getreten ist und für die gesamte DZ BANK Gruppe gilt. Unserem Beitritt zum Global Compact der Vereinten Nationen (UN) im Jahr 2008 haben wir uns außerdem zu zehn weltweit gültigen Grundsätzen verantwortlichen Handelns bekannt und berichten in regelmäßig. Im Bereich Compliance werden regulatorische Entwicklungen regelmäßig in eigene Richtlinien überführt (z.B. Interessenkonflikt-Policy, Geschenke-Richtlinie, Regelungen der Mitarbeitergeschäfte) und in einem Compliance-Handbuch gebündelt. Die Kreditrisikostrategie ist das Rahmenwerk für unsere Kreditvergabe. Bereits dort ist die Beachtung ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte verankert. Darüber hinaus orientieren wir uns in der Projektfinanzierung und Kreditvergabe an internationalen Standards wie den Äquator-Prinzipien. Auch in unserern selbst entwickelten Sektorgrundsätzen beziehen wir uns auf international anerkannte Standards.

Um gruppenweit einheitliche Standards für nachhaltige Lieferantenbeziehungen zu schaffen, gründete die DZ BANK im Jahr 2012 im Rahmen der Marktinitiative Nachhaltigkeit der DZ BANK Gruppe eine Arbeitsgruppe zum Thema „Richtlinien und Standards“. 2012 entwickelte diese einen einheitlichen Rahmen, der gruppenübergreifend ökonomische, ökologische und soziale Dimensionen Merkmale für einer nachhaltigen Lieferantenbeziehung festlegt.

Ökonomie

Ökonomische Leistungsindikatoren

Managementansatz

 

Aspekt "Wirtschaftliche Leistung"

Grundsätzlich: Unser Ziel ist der langfristige und stabile Unternehmenserfolg – im Interesse unserer Kunden, Mitarbeiter und der Gesellschaft. Dies hat Vorrang vor einem kurzfristigen Gewinnstreben.Wir gehen diesen Weg auch in unruhigen Zeiten, indem wir uns auf unsere Kernaktivitäten konzentrieren und unsere Angebote für die Genossenschaftsbanken kontinuierlich ausweiten. Unser Auftrag ist es, die Wettbewerbsposition der vielen eigenständigen Genossenschaftsbanken am deutschen Markt zu stärken. Mit unserem Nachhaltigkeitsrating, einem wachsenden Portfolio nachhaltiger Anlageprodukte und durch die Finanzierung erneuerbarer Energien übernehmen wir hierbei weitreichende gesellschaftliche Verantwortung und sichern so die Zukunftsfähigkeit unseres Instituts. Für uns – wie auch für die DZ BANK Gruppe – gilt der Grundsatz, Risiken nur in dem Maße einzugehen, wie dies zur Erreichung der geschäftspolitischen Ziele erforderlich ist und diese beherrschbar erscheinen.

Zur wirtschaftlichen Leistung vgl. Jahresabschluss und Lagebericht 2015 ab Seite 13ff. sowie G4-EC1.

 

EC1 Erwirtschafteter und verteilter Wert

Das Ergebnis vor Steuern der DZ BANK AG nach HGB lag für das Geschäftsjahr 2015 bei 561 Mio. Euro. (2014: 358 Mio.). Der Jahresüberschuss belief sich bei einem Steueraufwand in Höhe von -331 Mio. Euro auf 224 Mio. Euro, die Bilanzsumme betrug 197,7 Mrd. Euro. An Löhnen und Gehältern bezahlte die DZ BANK im Berichtsjahr 2015 insgesamt 439 Mio. Euro (Vorjahr: 426 Mio. Euro), für die betriebliche Altersvorsorge und sonstige Unterstützungsleistungen wendete die DZ BANK 61 Mio. Euro auf (Vorjahr: 69 Mio. Euro).

Im Jahr 2015 spendete die DZ BANK insgesamt 413.341 Euro. 2015 entfielen rund 52,8 Prozent der Spendensumme auf den Bereich Wissenschaft & Bildung. 10,9% der Spenden entfielen auf den Bereich Politik.

Tabelle: Aufschlüsselung der Spenden nach Bereichen

 

EC2 Finanzielle Folgen, Risiken und Chancen des Klimawandels

Die 2010 gegründete Marktinitiative Nachhaltigkeit bündelt die Aktivitäten der Gruppenunternehmen und richtet sie auf ein gemeinsames Ziel aus: Marktchancen nutzen, Risiken vermeiden und zugleich den gesellschaftlichen Beitrag steigern. Die Unternehmen der DZ BANK Gruppe arbeiten seitdem gemeinsam in der "Marktinitiative Nachhaltigkeit" am Thema Nachhaltigkeit. Die Patenschaft für die Marktinitiative übernahm der Vorstandsvorsitzende der Bausparkasse Schwäbisch Hall, Dr. Matthias Metz. Die Marktinitiative Nachhaltigkeit arbeitet zurzeit an der gruppenweiten Klimastrategie.

Die erste Bestandsaufnahme und die Umsetzung von Einzelmaßnahmen in den Häusern wurden bereits belohnt. Seit 2011 ist die DZ BANK Gruppe von der renommierten Nachhaltigkeits-Ratingagentur mit dem oekom Prime Status ausgezeichnet worden.So auch im Jahr 2015.

Im Geschäftsjahr 2014 haben die Unternehmen ein ständiges Komitee, das Group Corporate Responsibility Committee, gegründet. Vertreter des Komitees sind Nachhaltigkeitsbeauftragte und Kommunikationsleiter der jeweiligen Unternehmen. Treffen finden regelmäßig statt. Das Group CR Committee berichtet an den Konzern-Koordinationskreis.

Ergebnis dieser Aktivitäten sind beispielsweise die Einführung gruppenweiter Zulieferstandards, eine gemeinsame Datenbankstruktur, eine interne Klimastudie und eine gemeinsame Klimastrategie. Im Vorjahr wurde die Unterzeichnung des UN Global Compact auf die Unternehmen des Group Corporate Responsibility Committees ausgeweitet. Die DZ BANK, BSH, DG HYP, DZ PRIVATBANK, TeamBank, VR LEASING, R+V und Union Investment haben sich den Prinzipien der Vereinten Nationen zu Nachhaltigkeit angeschlossen und berichten gemeinsam dazu.

Ein zentrales Anliegen der DZ BANK ist der Schutz von Klima und Umwelt. Deshalb haben wir uns über die gesetzlichen Vorschriften hinaus diesem Bestreben verpflichtet. Das betrifft nicht nur uns als Unternehmen und unsere Mitarbeiter, sondern auch Dienstleister und Lieferanten – denn auch der nachhaltige Einkauf hat für die DZ BANK einen hohen Stellenwert. Weil wir gemeinsam an einem Strang ziehen, können wir unsere Vorhaben effizienter umsetzen. Unser Ziel ist es, unsere CO2-Emissionen bis 2020 über alle Standorte hinweg um 15 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2012 zu senken und die DZ BANK schrittweise zu einem klimaneutral arbeitenden Unternehmen zu machen.

Aber nicht nur im internen Prozess, sondern auch bei der Entwicklung unserer Produkte haben wir den Klimawandel im Blick: Wir verstehen uns als Finanzierer der Energiewende und bieten Produkte und Beratungsansätze, die diesem Selbstverständnis nachkommen. Im Segment „Erneuerbare Energien“ ist die DZ BANK aktuell mit einem Kreditvolumen von rund 3,2 Mrd. Euro engagiert. Insgesamt ist die Genossenschaftliche FinanzGruppe einer der maßgeblichen Finanzierungspartner für die Energiewende in Deutschland.

Risiken begegnen uns vor allem in der Kreditvergabe und Projektfinanzierung. Zu unserem Kreditvergabeprozess gehört eine Nachhaltigkeitsprüfung, die sowohl soziale und ethische Prinzipien als auch Umweltstandards abfragt. Darüber hinaus schauen wir in sensiblen Bereichen genau hin: Für die Forstwirtschaft, Rohstoffförderung, sowie Staudammprojekte und maritime Industrien haben wir Sektorrichtlinien eingeführt, die wir regelmäßig verbessern und aktualisieren. Und mit speziellen Produkten im Zertifikate-Bereich bedienen wir Kunden, die gezielt in Nachhaltigkeit investieren möchten. Zudem unterstützen wir Emittenten, die mittels Green Bonds Kapital für sozialverantwortliche, umweltfreundliche oder auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Projekte und Märkte aufnehmen wollen.

Die DZ BANK verpflichtet sich seit Januar 2013, die die von internationalen Projektfinanzierungsinstituten formulierten Äquator-Prinzipien („Equator Principles“) umzusetzen und entsprechend darüber zu berichten. Mit der Unterzeichnung dieser freiwilligen Selbstverpflichtung übernehmen wir Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft.Weitere Informationen finden Sie hier: Projektfinanzierung

Darüber hinaus hat ein neuer Arbeitskreis im Jahr 2015 begonnen, eine einheitliche Grundlage für Nachhaltigkeit im Kreditgeschäft der gesamten DZ BANK Gruppe zu schaffen.

Die Nachhaltigkeitsprüfliste der DZ BANK orientiert sich an den zehn Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen sowie an den Äquator-Prinzipien (NB xx) und kommt seit 2009 zum Einsatz. Mithilfe dieser Liste prüfen wir alle für die jeweilige Finanzierung relevanten Einflussfaktoren auf ökologische und soziale Risiken. Unter anderem beurteilen unsere Experten Geschäftspartner, Kunden, Lieferanten, Branchenzugehörigkeit und geschäftliche Schwerpunkte. Im Berichtsjahr haben wir 1.467 Kreditanfragen mit Nachhaltigkeitsprüfung positiv beschieden.

Im Förderkreditgeschäft unterstützt die DZ BANK die Genossenschaftsbanken mit ihren Vertriebslösungen und ihrem Expertenwissen. Dies betrifft vor allem Förderkredite in den Bereichen Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Denn sowohl für Privatkunden als auch für Unternehmen werden beispielsweise Investitionen zur Verbesserung der Energieeffizienz immer wichtiger. Ein weiterer Fokus liegt auf Maßnahmen, die den demografischen Wandel begleiten. Dazu zählen unter anderem soziale Programme, die den altersgerechten Umbau von Wohnungen und Gebäuden fördern. Diese Themen werden auch im Jahr 2016 wieder Vertriebsschwerpunkte im Förderkreditgeschäft darstellen. Bei KfW-Förderkrediten erzielte die DZ BANK zusammen mit den Genossenschaftsbanken ein Neugeschäftsvolumen in Höhe von 4,3 Mrd. Euro nach 3,7 Mrd. Euro im Vorjahr. Mit einem Anteil von 13,7 Prozent am Gesamtkreditvolumen der KfW war die DZ BANK erneut größter Einzelkunde des Förderinstituts. Nach Volumen bei der KfW besitzt die DZ BANK einen Marktanteil von 10 Prozent im gewerblichen Umweltbereich und von 20 Prozent im Privatkundengeschäft. Dort haben vor allem öffentliche Programme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren die Geschäftsentwicklung angetrieben.

Mit ihrem Engagement für die Entwicklung erneuerbarer Energien leisten die DZ BANK und die Genossenschaftsbanken einen zentralen Beitrag zum Erfolg der Energiewende in Deutschland. Das genossenschaftliche Modell ist sowohl beim Ausbau der erneuerbaren Energien als auch bei der Steigerung der Energieeffizienz erfolgreich. Die DZ BANK hat den Megatrend erneuerbare Energien bereits vor mehr als zehn Jahren als wichtiges Wachstumsfeld definiert. Mittlerweile beträgt unser Finanzierungsvolumen in diesem Segment rund 3,2 Mrd. Euro. Getragen wird das kontinuierliche Wachstum auf dem Markt für erneuerbare Energien vor allem durch die politische Entscheidung zur Energiewende und das gesellschaftliche Interesse an regenerativ erzeugten Energien.

Das größte Potenzial in Deutschland bietet weiterhin die Windenergie, auf der auch in Zukunft der Schwerpunkt unserer Finanzierungen liegen wird. Zugleich trägt die DZ BANK mit ihrem Fördergeschäft weiterhin dazu bei, den Energieverbrauch in Deutschland durch die Finanzierung effizienter Wärmedämmung, Heiztechnik und anderer Modernisierungen zu reduzieren.

Es ist für uns folgerichtig, auch in unserem eigenen Hause möglichst klimaschonend zu wirtschaften. Auf diese Weise stellen wir unsere gesellschaftliche Verantwortung unter Beweis und reduzieren gleichzeitig die Energiekosten der DZ BANK.

Das Thema Energieeffizienz bewegt den Mittelstand. Die überwiegende Mehrheit mittelständischer Unternehmen in Deutschland setzt sich aktiv mit Energieeinsparungen auseinander. Dies zeigt das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von 1.000 mittelständischen Unternehmen des Marktforschungsinstituts GfK Media im Auftrag der genossenschaftlichen Organisation. In den vergangenen zwei Jahren haben demnach 80 Prozent der Mittelständler mindestens in einem Bereich Energieeffizienzmaßnahmen durchgeführt.

Die Bereitschaft für Energieeffizienzmaßnahmen nimmt mit steigender Unternehmensgröße zu. Bei Unternehmen mit einem Umsatz bis 5 Millionen Euro planen 35 Prozent von ihnen, in den nächsten zwei Jahren entsprechende Maßnahmen durchzuführen; beim gehobenen Mittelstand ist dies mehr als jedes zweite Unternehmen.

Im dritten Quartal 2015 haben DZ BANK und WGZ BANK in Zusammenarbeit mit der KfW die Marketingaktion „Energieeffizienz im Unternehmen“ gestartet. Verschiedene Informationsmaterialien stehen zur Verfügung, mit denen die Volksbanken Raiffeisenbanken das Thema Energieeffizienz bei ihren Firmen- und Akquisitionskunden ansprechen können. Bisher haben sich bundesweit bereits mehr als 150 Volksbanken Raiffeisenbanken an dieser Initiative beteiligt und sind aktiv auf ihre Firmenkunden zugegangen.

Risiken aufgrund tatsächlicher Veränderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel existieren nicht unmittelbar, da die DZ BANK grundsätzlich keine Produkte vertreibt oder Standorte hat, die unmittelbar betroffen wären. Zudem liegt der Fokus auf dem deutschen Markt, welcher generell geringer bedroht ist.

Eine quantitative Einschätzung der negativen Umweltauswirkungen ist derzeit nicht möglich.

 

EC3 Verpflichtungen aus leistungsorientiertem Pensionsplan

Über 90 Prozent unserer Mitarbeiter sind in Deutschland tätig und aufgrund des hohen sozialgesetzlichen Niveaus für den Krankheitsfall und das Alter abgesichert. Hinzu kommen zahlreiche freiwillige Leistungen der DZ BANK, die teilweise auch für unsere Mitarbeiter an ausländischen Standorten (London, New York, Hongkong und Singapur) gelten. Den Mitarbeitern in Deutschland bieten wir viele freiwillige Sozialleistungen von der Altersversorgung bis zu verschiedenen Zuschüssen: Fahrtkostenzuschuss oder Jobtickets, Zuschuss zu den Kinderbetreuungskosten, Notstandsbeihilfen, eine Gruppenunfallversicherung sowie im Todesfall finanzielle Unterstützung der Hinterbliebenen. Sämtliche betriebliche Leistungen werden sowohl Voll- und Teilzeitbeschäftigten gewährt. 2012 erweiterten wir dieses Angebot noch einmal um einen weiteren Baustein zur privaten Altersvorsorge.

Der Personalaufwand betrug 2015 500 Mio. Euro. Für Löhne und Gehälter wurden 439 Mio. Euro aufgewendet. Für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung wurden 2015 61 Mio. Euro aufgewendet. Davon entfielen 10 Mio. explizit auf die Altersversorgung.

Weitere Informationen zu Pensionsverpflichtungen und dem Pensionsfonds finden sich im Jahresabschluss und Lagebericht 2015 der DZ BANK auf Seite 21, 75, 147, 166f. und 178.

Im Jahr 2015 hatten 4.438 Mitarbeiter eine Altersversorgungszusage der Bank. Über 90 Prozent der Mitarbeiter nutzten diese Möglichkeit auch im Jahr 2015 ihr Entgelt zugunsten einer betrieblichen Altersversorgung umzuwandeln.

Die Beiträge der DZ BANK fließen eine rückgedeckte Unterstützungskasse. Sofern Mitarbeiter eine Entgeltumwandlung machen, fließen diese Beiträge an eine Pensionskasse.

Versorgungszusagen, die vor 2004 erteilt wurden, werden über den DZ BANK Pension Trust e.V. gesichert.

 

EC4 Finanzielle Unterstützung durch die Regierung

Die DZ BANK hat keine staatlichen Zuschüsse erhalten.

 

Aspekt "Indirekte wirtschaftliche Auswirkungen"

Mittelbare wirtschaftliche Auswirkungen haben die Spenden- und Stiftungstätigkeiten unter anderem im Rahmen der DZ BANK Stiftung.

Bereits vor zehn Jahren hat die DZ BANK daher das Segment Erneuerbare Energien für sich zu einem wichtigen Wachstumsfeld erklärt. Inzwischen ist sie hier mit einem Finanzierungsvolumen von rund 3,2 Mrd. € engagiert. Mit ihrem Engagement für die Entwicklung Erneuerbarer Energien leistet die DZ BANK zusammen mit den Genossenschaftsbanken wichtige Beiträge zum Erfolg der Energiewende in Deutschland – vom Ausbau der Infrastruktur bis hin zur Errichtung neuer leistungsfähigerer Anlagen. Gleichzeitig trägt die DZ BANK mit ihrem Fördergeschäft dazu bei, dass der Energieverbrauch in Deutschland durch effizientere Wärmedämmung, Heiztechnik und andere Modernisierungen reduziert wird. Durch unsere Vorgaben in der Kreditvergabe und Projektfinanzierung fördern wir zudem die Einhaltung nachhaltiger Mindeststandards bei unseren Kunden.

 

EC7 Infrastrukturbezogene Investitionen und Unterstützungen

Die Projektfinanzierung bei der DZ BANK umfasst die Bereiche Infrastruktur und Energie sowie Öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP). Der Einsatz privaten Kapitals und Know-hows zur Erfüllung staatlicher Aufgaben im Rahmen von Infrastrukturprojekten hat sich zu einem Wachstumsmarkt entwickelt.

Partnerschaften staatlicher und privater Investoren, sogenannte öffentlich-private Partnerschaften (ÖPP), haben sich in den vergangenen Jahren zu einem erfolgreichen Finanzierungsmodell in mehreren europäischen Ländern für gesellschaftlich wichtige Vorhaben entwickelt. Auch die DZ BANK kooperiert in der Projektfinanzierung häufig mit weiteren Verbundpartnern und der öffentlichen Hand, um den Bau von Straßen/Verkehrswegen, Schulen, Krankenhäusern oder Verwaltungsgebäuden zu ermöglichen.

Der von Mitarbeitern im Jahr 2000 gegründete DZ BANK Mikrofinanzfonds bietet in Kooperation mit der DZ BANK wirtschaftlich aktiven Frauen und Männern in Afrika eine partnerschaftliche Hilfe zur Selbsthilfe. Der Fonds unterstützt Mikrofinanzinstitute auf dem Kontinent, wofür er das Korrespondenzbankennetz der DZ BANK nutzt. Die Mikrofinanzinstitute vergeben Kleinkredite an Personen, die kleine Gewerbe betreiben, aber keinen Zugang zu konventionellen Banken haben. Zudem nehmen die Mikrofinanzinstitute Spareinlagen an und tätigen Überweisungen für ihre Kunden. Die Verwaltung des DZ BANK Mikrofinanzfonds erfolgt ehrenamtlich: Wir führen das Fondsvolumen ohne Abschläge durch Verwaltungskosten seiner Zweckbestimmung zu.

Im Berichtsjahr kooperierte der DZ BANK Mikrofinanzfonds mit drei Mikrofinanzinstituten in Tansania, Togo und Ghana. Alle drei arbeiten im ländlichen Raum und vergeben die Kleinkredite vor allem an Frauen, die ihre Familien durch Handel, Nahrungsmittelverarbeitung, Handwerksleistungen oder Landwirtschaft ernähren. Im Jahr 2016 werden wir weitere Mikrofinanzinstitute in afrikanischen Ländern in Zusammenarbeit mit Oikocredit International unterstützen. Oikocredit ist eine international tätige und sozial ausgerichtete Fondsgesellschaft, die Mikrofinanzinstitute und Genossenschaften in Entwicklungsländern finanziert.

Der zuvor in der Rechtsform einer GbR geführte DZ BANK Mikrofinanzfonds ist seit 2012 eine Genossenschaft, womit sich nach Privatpersonen nun auch Kapitalgesellschaften mit finanziellen Einlagen an dem Fonds beteiligen können. So trat die DG HYP 2014 mit 10.000 Euro der Genossenschaft bei, nachdem die DZ BANK bereits 2013 mit 50.000 Euro Mitglied geworden war. Unsere Strategie ist, dass weitere Unternehmen der Genossenschaftlichen FinanzGruppe sowie Beschäftigte dieser Unternehmen Mitglieder der DZ BANK Mikrofinanzfonds eG werden und ihre Arbeit unterstützen. Zum Ende des Jahres 2015 hatte der DZ BANK Mikrofinanzfonds 235 Mitglieder. Seit der Gründung im Jahr 2000 unterstützte die DZ BANK die Initiative mit Zuwendungen in Höhe von rund 40.000 Euro

Im Fokus unserer Spendentätigkeit stehen die Bereiche Bildung, Wissenschaft, Kultur und Soziales. Neben lokalen Aktivitäten in und um Frankfurt unterstützen wir weitere standortbezogene wie deutschlandweite Vorhaben und werden in Ausnahmefällen auch international tätig. Im Jahr 2015 spendete die DZ BANK 413.341 Euro.

 

EC8 Indirekte wirtschaftliche Auswirkungen

Die DZ BANK hat indirekte wirtschaftliche Auswirkungen als Zentralbank der Volksbanken und Raiffeisenbanken und damit auf die Wirtschaft im Allgemeinen sowie als Arbeitgeber auf die Bevölkerung.

Allein bei KfW-Förderkrediten erzielte die DZ BANK zusammen mit den Genossenschaftsbanken ein Neugeschäftsvolumen in Höhe von 4,3 Mrd. € im Berichtsjahr. Mit einem Anteil von 13,7 Prozent am Gesamtkreditvolumen der KfW war die DZ BANK größter Einzelkunde des Förderinstituts. Nach Volumen bei der KfW besitzt die DZ BANK einen Marktanteil von 10 Prozent im gewerblichen Umweltbereich und von 20 Prozent im Privatkundengeschäft. Dort haben vor allem öffentliche Programme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren die Geschäftsentwicklung angetrieben.

Zusätzlich zu den bundesweiten KfW-Förderprogrammen gewinnen auch die Programme der Landesförderinstitute an Bedeutung. Diese machen nach wie vor mehr als ein Drittel des gesamten Förderkreditvolumens der DZ BANK aus. Beim bundesweit wichtigsten Landesförderinstitut, der L-Bank in Baden-Württemberg, erreichte der Marktanteil der DZ BANK 33,0 Prozent. Bei der LfA Förderbank Bayern lag der Genossenschaftssektor im Jahr 2015 bei einem Marktanteil von 34,6 Prozent.

Auch mit unserem Mikrofinanzfonds können wir im Schwerpunkt Afrika dazu beitragen, die wirtschafltiche Entwicklung im Kleinen positiv zu beeinflussen.

Ökologie

Ökologische Leistungsindikatoren

Managementansatz


Aspekt "Materialien"

Als nicht produzierendes Unternehmen verbrauchen wir kein direktes Material. Unser Verbrauch beschränkt sich hauptsächlich auf Drucker- und Kopierpapier. Um den Bedarf an Papier und anderen Ressourcen zu verringern führen wir Maßnahmen durch, wie beispielsweise die Realiserung des papierlosen Büros. Zudem verwenden wir zum Beispiel für Broschüren und Briefpapier nur noch Ware mit FSC®-Mix-Label. Vgl. G4-EN1 und G4-EN2.


EN1 Eingesetzte Materialien

Drucker- und Kopierpapier stellen unter den Verbrauchsmaterialien der DZ BANK den vergleichsweise größten Anteil.

Seit 2014 erfassen wir alle Standorte und noch mehr Papiersorten in unserer Umweltdatenbank. Auf dieser breiteren Datenbasis können wir nun auch den Gesamtpapierverbrauch berichten. Bis 2013 wurde nur Druck- und Kopierpapier erfasst.

2015 betrug das Gesamtgewicht des Drucker- und Kopierpapiers insgesamt über alle Papiersorten hinweg 198 Tonnen. Trotz erhöhter Mitarbeiterzahlen konnten wir den Verbrauch von Drucker- und Kopierpapier weiter senken. Grundsätzlich wird nur Kopierpapier verwendet, das nach dem Umweltstandard FSC® (Forest Stewardship Council) zertifiziert ist. Dessen Fasern stammen zu mindestens 50 Prozent aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft.

Im Jahr 2015 verbrauchte jeder FTE im Berichtsjahr rund 33 kg Drucker- und Kopierpaper. Dies ist zum Einen auf die Verwendung von leichterem Papier (75g statt 80g Papier), zum Anderen auf die Realisierung des papierlosen Büros zurückzuführen, deren Einführung Ende 2013 abgeschlossen wurde.

Seit 2014 erheben wir den Verbrauch von weiteren Papiersorten (darunter Briefumschläge, Gruß-und Trauerkarten, Toilettenpapier). Durchschnittlich 18 kg werden pro FTE im Berichtsjahr verbraucht.

Um den Ressourcenverbrauch weiter zu senken, haben wir Anfang 2012 ein elektronisches Dokumenten-Managementsystem eingeführt und 2015 die Software MyHR eingeführt, über die die Mitarbeiter alle nötigen Unterlagen wie Gehaltsabrechnung, Bescheinigungen, Urlaubsanträge und Zeitnachweise) papierlos abwickeln und beantragen können.

Bereits seit einigen Jahren verwenden wir für Broschüren und Briefpapier nur noch Ware mit FSC®-Mix-Label. Seit 2011 stellten wir auch unser Standardkopierpapier entsprechend um und setzen seitdem anstelle von chlorfrei gebleichtem nur noch Papier aus verantwortungsvoll bewirtschafteten Quellen ein. Seit 2011 werden unsere Geräte nun von einem externen Dienstleister mit Toner- und Tintenkartuschen bestückt, der diese auch entsorgt.

Als nicht produzierendes Gewerbe verwenden wir kein direktes Material.


EN2 Recyclingmaterial

Beim Standardkopierpapier verwenden wir seit 2011 ausschließlich Papier mit dem FSC-Mix-Label (100%). Beim Kauf von Büromaterialien achten wir insbesondere auf ökologische Produkteigenschaften. Wir bevorzugen beispielsweise Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen oder Mehrwegsysteme, soweit dies auch hinsichtlich der Kosten zu rechtfertigen ist.

Eine Ausweisung des prozentualen Anteils ist nicht möglich, da dieser zurzeit nicht separat erfasst wird. Dies wollen wir bis 2019 ändern. Zurzeit sind 18% unseres verbrauchten Papiers aus recycletem Rohstoffen.


Aspekt "Energie"

In unserem Nachhaltigkeitsprogramm haben wir uns das Ziel gesetzt, unseren Stromverbrauch und damit unsere energieverbrauchsbezogenen CO2-Emissionen zu verringern. Dieses wollen wir mit gezielten Maßnahmen erreichen.

Bei der Wärmeerzeugung verwendet die DZ BANK anstelle von Heizöl oder Erdgas umweltfreundliche Fernwärme, so dass an dieser Stelle abgesehen vom Treibstoffverbrauch der Dienstwagen kein direkter Energieverbauch anfällt. Vgl. G4-EN3

Die Produkte der DZ BANK haben keine direkten Auswirkungen auf die Energieeffizienz und Energiebedarf. Die DZ BANK finanziert jedoch gezielt Erneuerbare Energien und baut zu diesem Zwecke ihre Beratungstätigkeit kontinuierlich aus; hinzu kommt die Vermittlung von Förderkrediten der KfW, die unter anderem für Energieeffizienzmaßnahmen bei Immobilien genutzt werden.

Mit unserer Dienstreiseordnung versuchen wir zudem bereits seit einigen Jahren, die CO2-Emissionen unserer Reisetätigkeit zu verringern. Vgl. G4-EN6


EN3 Energieverbrauch innerhalb des Unternehmens

Bei der Wärmeerzeugung verwendet die DZ BANK anstelle von Heizöl oder Erdgas umweltfreundliche Fernwärme, so dass an dieser Stelle kein direkter Energieverbrauch anfällt. Die Treibstoffverbräuche der Dienstwagen lagen 2015 bei 18.466 Liter Benzin (2014: 12.977) und 765.759 Liter Diesel (2014: 737.346 Liter). Daraus ergeben sich für unseren Kraftstoffverbrauch 7.813.965 kWh, was wiederum 28.128 GJ entspricht.

Alle großen Standorte - darunter Frankfurt, Berlin, Hannover, Karlsruhe, Stuttgart und München - beziehen seit 2010 Strom aus erneuerbaren Energien. Darüber hinaus heizen wir unsere Standorte mit umweltfreundlicher Fernwärme. Für die Zukunft wollen wir unseren Gesamt-CO2-Ausstoß noch weiter verringern. Bis 2020 wollen wir weitere 15 Prozent CO2 einsparen (Basisjahr: 2012).

Tabelle: Strom- und Wärmeverbrauch

Als Grundlage zur Berechnung unserer Verbauchsgrößen dienen uns die VfU-Umrechnungswerte, um so auch vor- und nachgelagerte Prozesse in unseren Berechnungen berücksichtigen zu können.


EN5 Energieintensität

Im Berichtsjahr betrug der Gesamtenergieverbrauch aus Strom, Wärme und Kraftstoffen 46.486.734 kWh. Die Energieintensität beträgt danach 12.115 kWh pro FTE oder 44 GJ.


EN6 Reduzierung Energieverbrauch

2015 reduzierte sich der Stromverbrauch gegenüber 2014 um 4,8 Prozent (1.011258 kWh). Einerseits haben wir weniger Strom für den Betrieb unserer Rechenzentren benötigt, andererseits zahlen sich die diversen energetischen Maßnahmen der vergangenen Jahre aus.

Gleichzeitig verringerte sich der Wärmeverbrauch leicht um 1,4 Prozent (183.027 kwH). Neben energetischen Maßnahmen sorgte auch der milde Winter im Berichtsjahr für einen verringerten Verbrauch von Fernwärme.

Mit unserer Dienstreiseordnung, die zuletzt 2011 aktualisiert wurde, versuchen wir bereits seit einigen Jahren, die CO2-Emissionen unserer Reisetätigkeit zu verringern. Damit fördern wir umweltfreundliche Mobilität. So werden Dienstreisen nur noch genehmigt, wenn der Geschäftszweck nicht anders, zum Beispiel per Telefon- und Videokonferenz, erreicht werden kann. Flüge auf innerdeutschen Strecken werden nur dann bewilligt, wenn Zeitgründe dies erfordern oder sie günstiger als eine Bahnreise sind. Vorzugsweise sollen außerdem öffentliche Verkehrsmittel anstelle von PKW verwendet werden. Zusätzlich zur Dienstreiseordnung trägt auch die Dienstwagenrichtlinie der DZ BANK dazu bei, unsere Reisetätigkeit umweltfreundlicher zu gestalten, indem sie den Einsatz modernster umweltschonender Fahrzeuge vorschreibt.

Wir möchten unsere Mitarbeiter ermuntern, auf ihrem Arbeitsweg verstärkt emissionsarme öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Hierfür bieten wir ihnen mit dem Jobticket beziehungsweise mit Fahrkostenzuschüssen in Regionen ohne Jobticket einen finanziellen Anreiz.

Tabelle: Nutzung Öffentlicher Verkehrsmittel
Tabelle: Dienstreisen

Darüber hinaus weisen wir unsere indirekten Auswirkungen seit 2013 nach dem Standard des Greenhouse Gas Protocols aus. So ist es uns möglich auch unsere indirekten CO2-Emissionen zu protokollieren und zukünftig an deren Minimierung zu arbeiten.


Aspekt "Wasser"

Die DZ BANK verwendet ausschließlich Trinkwasser, das durch die regionalen Versorger zur Verfügung gestellt wird. Vgl. G4-EN8- G4-EN10


EN8 Gesamtwasserentnahme nach Quellen

Die DZ BANK verwendet ausschließlich Trinkwasser, das durch die regionalen Versorger zur Verfügung gestellt wird.

Tabelle: Wasserverbrauch


EN9 Wesentlich beeinträchtigte Wasserquellen

Der Wasserverbrauch (wie unter G4-EN8 beschrieben) führt zu keiner erheblichen Beeinträchtigung von Wasserquellen.


EN10 Aufbereitetes und wiederverwendetes Wassern

Es fällt in der Regel nur Abwasser an, das mit dem häuslichen Abwasser vergleichbar ist. Eine Rückgewinnung oder Wiederverwendung findet nicht statt.


Aspekt "Emissionen"

Unser Ziel ist es, unsere Umweltbelastungen so gering wie möglich zu halten. Dazu sehen wir insbesondere an unserem Hauptstandort in Frankfurt am Main Möglichkeiten, diese zu reduzieren. Das Umweltmanagement der DZ BANK nutzt diese Möglichkeiten konsequent und trägt damit sowohl zur Verringerung der Umweltbelastung als auch zur Kosteneinsparung bei. Gegenüber Mitarbeitern, Kunden und anderen Stakeholdern wollen wir mit unseren Umweltschutzmaßnahmen zeigen, welche Verbesserungen möglich sind.

Mit der Aktualisierung unserer Klimastrategie setzen wir uns neue Ziele, um unsere Effizienz weiter zu verbessern.

Die DZ BANK ist bestrebt, die Klimaschutz-Maxime in allen Unternehmensbereichen umzusetzen. Dies beinhaltet konkret die Energieeffizienz unserer Gebäude, den Papierverbrauch der Mitarbeiter, die Dienstreisen oder auch den Betrieb unserer Kantine, wo regionale Produkte verarbeitet, über ReFood organische Rückstände zu umweltfreundlicher Energie verwertet werden und wir – wie überall im Unternehmen – ständig an Modellen arbeiten, die den Wasserverbrauch reduzieren.

Zu den übergeordneten Zielen dieses betrieblichen Umweltschutzes zählen die Optimierung des Ressourcenverbrauchs, der vermehrte Einsatz erneuerbarer Energien und in Verbindung damit die Reduzierung der direkten und indirekten CO2-Emissionen. Wo sich CO2- Emissionen nicht vermeiden lassen, wollen wir diese zunehmend kompensieren, um Umweltbelastungen so gering wie möglich zu halten. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, unsere konzernweiten CO2-Emissionen bis 2020 um 15% gegenüber dem Basisjahr 2012 zu reduzieren und die DZ BANK schrittweise zu einem klimaneutral arbeitenden Unternehmen zu machen.

Auch die Ableitung des CO2-Verbrauchs haben wir angepasst und orientieren uns seit 2013 in allen Kennzahlen an den VfU-Umrechnungswerten. Damit konnten wir die Qualität der Umrechnung deutlich verbessern und setzen uns klare Standards. Neu ist damit auch die Berechnung unserer Klimaauswirkung nach dem Greenhouse Gas Protocol (GHG) nach Scope 1, 2 und 3. Mit Hilfe dieser Berechnung zeigen wir, wie viel indirekter CO2-Ausstoß durch unsere Geschäftstätigkeit entsteht.

Den Strombezug an unseren größten Standorten – Frankfurt, Berlin, Hannover, Karlsruhe, Stuttgart und München – haben wir auf CO2-freien Strom aus erneuerbaren Energien umgestellt. Mit unserer Dienstreiseordnung, die zuletzt 2011 aktualisiert wurde, versuchen wir bereits seit einigen Jahren, die CO2-Emissionen unserer Reisetätigkeit zu verringern. So wollen wir umweltfreundliche Mobilität fördern. Emissionen Ozon abbauender Stoffe, NOx, SOx sowie andere Luftemissionen sind für die DZ BANK nicht relevant, da wir kein produzierendes Unternehmen sind.


EN15 Direkte Treibhausgasemissionen (Scope 1)

Das Bruttovolumen der direkten THG-Emissionen beträgt 2.123 tCo2e. Demzufolge betragen die direkten THG-Emissionen im Berichtsjahr 553 kg/FTE. In unseren Berechnung folgen wir den Umrechnungswerten des Vereins für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e.V. (VfU).

Zugleich aber wendet der VfU seit 2015 ein neues Prozessmodell für die Ermittlung der CO2-Emissionen aus Fernwärme an, sodass wir dort einen deutlichen Anstieg verzeichneten.

Der VfU-Faktor für „Fernwärme mit Standardmix“ beträgt nun 194 Gramm pro kWh, nachdem er in den vergangenen Prozessmodellen noch bei 98,4 Gramm pro kWh lag. Auf Basis der bisherigen Berechnungsfaktoren sind unsere CO2-Emissionen für Fernwärme im Berichtsjahr noch einmal leicht gesunken.

Seit 2011 erheben wir auch die CO2-Emissionen aus der Reisetätigkeit unserer Mitarbeiter. Zu den direkten Treibhausgasemissionen zählen dort ebenfalls die Emissionen der Dienstwagen. Diese steigen im Jahr 2015 um 132 Tonnen auf 3.099 Tonnen (2014: 2.967) CO2 an. Die CO2-Emissionen aus den Fahrten per Dienstwagen sind mit der Anzahl der Dienstwagen gestiegen.

Tabelle: CO2-Emissionen aus Strom und Wärme

Die CO2-Emissionen der Dienstwagen wurden über den Verbrauch (Treibstoff) ermittelt; die CO2-Emissionen aus Strom und Wärme basieren auf standortspezifischen Daten. Die Standorte, die zu bestimmten Indikatoren keinen Umrechnungsfaktor nennen konnten, legten die VfU-Umrechnungswerte zugrunde.


EN16 Indirekte energiebezogene Treibhausgasemissionen (Scope 2)

Das Bruttovolumen der indirekten THG-Emissionen beträgt 2.050 tCo2e. Demzufolge betragen die direkten THG-Emissionen im Berichtsjahr 535 kg/FTE. In unseren Berechnung folgen wir den Umrechnungswerten des Vereins für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e.V. (VfU).

In unserem Nachhaltigkeitsprogramm haben wir uns auch das Ziel gesetzt, unseren Stromverbrauch und damit unsere energieverbrauchsbezogenen CO2-Emissionen zu verringern. Deshalb beziehen wir an allen großen Standorten CO2-freien Strom aus Erneuerbaren Energien. Seit 2013 berücksichtigen wir alle Standorte in unserer Kennzahlenerhebung und orientieren uns an den Berechnungsfaktoren des Vereins für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit (VfU). Zur Erklärung: die VfU-Umrechnungsfaktoren berücksichtigen auch vor- und nachgelagerte Prozesse in der Grünstrom-Nutzung. Im Berichtsjahr konnten wir die Emissionen aus unserem Stomverbrauch um 163 Tonnen auf 243 Tonnen senken. Gleichzeitig stiegen unsere CO2-Emissionen aus Wärme im Berichtsjahr um 1.239 Tonnen auf 2.551 Tonnen an.

Der geringere Stromverbrauch 2015 spiegelt sich auch in geringeren CO2-Emissionen aus Strom wider. Vor allem aber sind die CO2-Emissionen aus Strom gesunken, weil der VfU Strom aus Laufwasserkraftwerken seit dem Berichtsjahr deutlich besser bewertet als früher. Durch gezielte Maßnahmen streben wir eine weitere Stromersparnis sowie eine Verringerung der CO2-Emissionen an.


EN17 Weitere indirekte Treibhausgasemissionen (Scope 3)

Das Bruttovolumen der weiteren indirekten THG-Emissionen beträgt 3.269 tCo2e. Demzufolge betragen die direkten THG-Emissionen im Berichtsjahr 852 kg/FTE. In unseren Berechnung folgen wir den Umrechnungswerten des Vereins für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e.V. (VfU).

Seit 2011 erheben wir auch die CO2-Emissionen aus der Reisetätigkeit unserer Mitarbeiter. Sie belaufen sich für 2015 insgesamt auf 4.298 Tonnen (2014: 44.165) CO2. Die CO2-Emissionen der Flüge sind 2015 erneut gesunken, da auch der Anteil an dienstlichen Flugreisen weiter zurückging. Die CO2-Emissionen aus den Fahrten per Dienstwagen sind mit der Anzahl der Dienstwagen gestiegen.

Tabelle: CO2-Emissionen aus Dienstreisen in Kilogramm (kg)

Mit unserer Dienstreiseordnung, die zuletzt 2011 aktualisiert wurde, versuchen wir bereits seit einigen Jahren, die CO2-Emissionen unserer Reisetätigkeit zu verringern. So wollen wir umweltfreundliche Mobilität fördern. So werden Dienstreisen nur noch genehmigt, wenn der Geschäftszweck nicht anders, zum Beispiel per Telefon- und Videokonferenz, erreicht werden kann. Flüge auf innerdeutschen Strecken werden nur dann bewilligt, wenn Zeitgründe dies erfordern oder sie günstiger als eine Bahnreise sind. Vorzugsweise sollen außerdem öffentliche Verkehrsmittel anstelle von PKW verwendet werden. Zusätzlich zur Dienstreiseordnung trägt auch die Dienstwagenrichtlinie der DZ BANK dazu bei, unsere Reisetätigkeit umweltfreundlicher zu gestalten, indem sie den Einsatz modernster umweltschonender Fahrzeuge vorschreibt. Unseren Mitarbeitern bieten wir mit dem Jobticket beziehungsweise mit Fahrkostenzuschüssen in Regionen ohne Jobticket einen finanziellen Anreiz, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Mitarbeiter, die außerhalb der Nahverkehrsbereiche wohnen, erhalten über einen Rahmenvertrag mit der Deutschen Bahn ebenfalls vergünstigte Fahrpreise. Rund 72 Prozent unserer Mitarbeiter nutzten im Berichtsjahr für ihren Arbeitsweg öffentliche Verkehrsmittel.

Seit Mai 2013 nutzen alle deutschen Standorte der DZ BANK den Service „GoGreen“ der Deutschen Post DHL, um Pakete und Briefe klimaneutral an ihre Empfänger zu senden. Damit machten sich im Jahr 2015 täglich rund 100 Kuriersendungen und 1.800 Briefe aus der DZ BANK ohne CO2-Belastung auf den Weg zu ihren Empfängern weltweit.


EN18 Intensität der Treibhausgasemissionen

Unter Einbezug der Scope 1 bis Scope 3 THG-Emissionen beträgt der Intensität der THG-Emissionen gesamt 1.940 tCo2e/FTE.


EN19 Reduktion der Treibhausgasemissionen

Der geringere Stromverbrauch 2015 spiegelt sich auch in geringeren CO2-Emissionen aus Strom wider. Vor allem aber sind die CO2-Emissionen aus Strom gesunken, weil der VfU Strom aus Laufwasserkraftwerken seit dem Berichtsjahr deutlich besser bewertet als früher. Zugleich aber wendet der VfU seit 2015 ein neues Prozessmodell für die Ermittlung der CO2-Emissionen aus Fernwärme an, sodass wir dort einen deutlichen Anstieg verzeichneten.

Der VfU-Faktor für „Fernwärme mit Standardmix“ beträgt nun 194 Gramm pro kWh, nachdem er in den vergangenen Prozessmodellen noch bei 98,4 Gramm pro kWh lag. Auf Basis der bisherigen Berechnungsfaktoren sind unsere CO2-Emissionen für Fernwärme im Berichtsjahr noch einmal leicht gesunken. Die CO2-Emissionen aus Strom reduzierten sich von 406 Tonnen (2014) auf 243 Tonnen (2015). Unsere CO2-Emissionen aus Wärme stiegen von 1.312 Tonnen (2014) auf 2.551 Tonnen (2015).

2015 reduzierte sich der Stromverbrauch gegenüber 2014 um 4,8 Prozent (1.011258 kWh). Einerseits haben wir weniger Strom für den Betrieb unserer Rechenzentren benötigt, andererseits zahlen sich die diversen energetischen Maßnahmen der vergangenen Jahre aus. Gleichzeitig verringerte sich der Wärmeverbrauch leicht um 1,4 Prozent (183.027 kwH). Neben energetischen Maßnahmen sorgte auch der milde Winter im Berichtsjahr für einen verringerten Verbrauch von Fernwärme.

Um unsere CO2-Emissionen sowie den Verbrauch von Strom und Wärme in Zukunft weiter zu verringern, liegt ein Fokus im Gebäudemangement. So haben wir auch im Berichtsjahr die energetische Modernisierung der Klimaanlagen fortgesetzt. Ferner haben wir uns für das Gebäude weitere längerfristige Ziele gesetzt: Bis Ende 2017 sollen die Kühltürme ausgetauscht und bis Ende 2026 die Induktionsgeräte für die Büroraumklimatisierung vollständig erneuert werden. Außerdem ist geplant, im Jahr 2016 die Tiefgaragenbeleuchtung auf LED umzurüsten und im Handelsbereich die Klimatisierung und Beleuchtung zu erneuern.

CO2-Emissionen, die wir nur indirekt beeinflussen können, versuchen wir weitestgehend zu vermeiden oder auszugleichen – zum Beispiel durch den Erwerb von Zertifikaten aus Klimaschutzprojekten.


Aspekt "Abwasser und Abfall"

Unser Ziel ist es, unsere Umweltbelastungen so gering wie möglich zu halten. Dazu sehen wir insbesondere an unserem Hauptstandort in Frankfurt am Main Möglichkeiten, diese zu reduzieren. Das Umweltmanagement der DZ BANK nutzt diese Möglichkeiten konsequent und trägt damit sowohl zur Verringerung der Umweltbelastung als auch zur Kosteneinsparung bei. Gegenüber Mitarbeitern, Kunden und anderen Stakeholdern wollen wir mit unseren Umweltschutzmaßnahmen zeigen, welche Verbesserungen möglich sind.

Mit der Aktualisierung unserer Klimastrategie setzen wir uns neue Ziele, um unsere Effizienz weiter zu verbessern.

2011 entwickelten wir eine Lösung zur deutschlandweiten Vereinheitlichung unserer Abfallwirtschaft, um das Recycling von Wertstoffen zu erleichtern. Seit Anfang 2012 erfassen wir an unseren Standorten in Deutschland mit relevantem Abfallaufkommen neben Altpapier, Restmüll und Kunststoffen auch zusätzliche Kategorien wie Datenträger oder Leuchtmittel. So können wir erstmals detailliertere Aussagen über unser Abfallaufkommen treffen und stufenweise an dessen Reduzierung arbeiten. Vgl. G4-EN23.


EN23 Abfall nach Art und Entsorgungsmethode

2011 entwickelten wir eine Lösung zur deutschlandweiten Vereinheitlichung unserer Abfallwirtschaft, um das Recycling von Wertstoffen zu erleichtern. Seit Anfang 2012 erfassen wir an unseren Standorten in Deutschland mit relevantem Abfallaufkommen neben Altpapier, Restmüll und Kunststoffen auch zusätzliche Kategorien wie Datenträger oder Leuchtmittel. Seit 2014 geschieht dies umfassend für alle Standorte.

Zudem erfassen wir seit 2014 alle Standorte und noch mehr Papiersorten in unserer Umweltdatenbank. Auf dieser breiteren Datenbasis können wir seit 2014 auch den Gesamtpapierverbrauch berichten, der im Berichtsjahr 197 Millionen Tonnen erreichte. Bis 2013 wurde nur Drucker- und Kopierpapier erfasst.

Neben der Abfallsorte Papier erfassen wir Daten zu Restabfall, Gewerbeabfall, Gemischte Verpackungen, sowie Elektro/Toner/Leuchtmittel. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich im Berichtsjahr das Gesamtvolumen erhöht (von 476 Tonnen auf rund 535 Tonnen). Im Jahr 2015 hat sich das Volumen unserer Abfälle insgesamt erhöht, weil wir mehr Standorte einbeziehen und die Abfallerfassung noch einmal verbessert haben.

Tabelle: Abfallaufkommen


Aspekt "Produkte und Dienstleistungen"

Seit März 2009 werden grundsätzlich sämtliche Kreditvergaben (zum Beispiel klassische Kredite, Projektfinanzierungen und Handelslimits) auf deren Nachhaltigkeit hin geprüft. Auf Basis der Prüfergebnisse können Kreditanfragen abgelehnt werden. Auch die Projektfinanzierung orientiert sich in der Auswahl ihrer Geschäfte an der jeweils aktuellen Kreditrisikostrategie des Hauses. Neben der Nachhaltigkeitsprüfung wendet die DZ BANK seit September 2011 eine weitere Richtlinie zur Risikominimierung an, die sich an den Äquator-Prinzipien orientiert. Seit dem 01. Januar 2013 werden die Äquator-Prinzipien in der Projektfinanzierung berücksichtigt. Spezielle Länderexpertisen für spezifisch unter weltweiter Beobachtung stehenden Ländern (aus politischen oder sonstigen Gründen) werden von den Länderzuständigen der volkswirtschaftlichen Abteilung des Hauses nachgehalten. Überdies hat die DZ Bank sektorspezifische Richtlinien für ökologische oder sensible Branchen – etwa die Forstwirtschaft oder den Staudammbau – entwickelt. Auch bei der Entwicklung nachhaltiger Anlageprodukte werden entsprechende Ausschlusskriterien berücksichtigt.


EN27 Verringerung der Umweltauswirkungen von Produkten und Dienstleistungen

Die Kreditrisikostrategie ist das Rahmenwerk für unsere Kreditvergabe. Bereits dort ist die Beachtung ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte verankert.

Seit März 2009 werden grundsätzlich sämtliche Kreditvergaben (zum Beispiel klassische Kredite, Projektfinanzierungen und Handelslimits) auf deren Nachhaltigkeit hin geprüft. Diese Nachhaltigkeitsprüfung basiert auch auf den zehn Prinzipien des von uns unterzeichneten Global Compact der Vereinten Nationen. Auf Basis der Prüfergebnisse können Kreditanfragen abgelehnt werden. Auch die Projektfinanzierung orientiert sich in der Auswahl ihrer Geschäfte an der jeweils aktuellen Kreditrisikostrategie des Hauses. Neben der Nachhaltigkeitsprüfung wendet die DZ BANK seit September 2011 eine weitere Richtlinie zur Risikominimierung an, die sich an den Äquator-Prinzipien orientiert. Seit dem 01. Januar 2013 werden die Äquator-Prinzipien in der Projektfinanzierung berücksichtigt. Spezielle Länderexpertisen für spezifisch unter weltweiter Beobachtung stehenden Ländern (aus politischen oder sonstigen Gründen) werden von den Länderzuständigen der volkswirtschaftlichen Abteilung des Hauses nachgehalten. Überdies hat die DZ Bank sektorspezifische Richtlinien für ökologische oder sensible Branchen – etwa die Forstwirtschaft oder den Staudammbau – entwickelt. Auch bei der Entwicklung nachhaltiger Anlageprodukte werden entsprechende Ausschlusskriterien berücksichtigt.

Mit ihren vier Hauptkategorien – Soziales, Ökologie, Antikorruption, Wettbewerb/Steuern – und insgesamt zehn Unterkriterien sowie ggf. einem Zusatzkriterium garantiert die Liste eine standardisierte Prüfung der Kreditanfragen nach sozialen, ökologischen sowie ethischen Aspekten: Bewertet wird anhand von vier Noten, die von „vorbildlich (1)“ bis „bedenklich (4)“ reichen. Aus der Summe der Ergebnisse wird ein Nachhaltigkeitsfaktor gebildet. Ergibt sich aus der Gesamtbewertung ein Faktor von 3,5 oder schlechter, ist eine Finanzierung ausgeschlossen. Zum Einsatz kommt die Nachhaltigkeitsprüfliste bei der Limitierung von klassischen Krediten, Projektfinanzierungen sowie Handelsgeschäften. Von der Nachhaltigkeitsprüfung ausgenommen ist die Kreditierung unserer Anteilseigner, den Genossenschaftsbanken. Bei bestimmten standardisierten Finanzprodukten mit geringem Risikovolumen erfolgt eine angemessene Risikoanalyse unter Ausschluss der Nachhaltigkeitsprüfung. Ebenso verzichten wir bei Restrukturierungen auf die Nachhaltigkeitsprüfung, da in diesen Fällen die Sanierung im Fokus liegt.

Für besonders sensible Branchen wie Forstwirtschaft, Staudämme, Rohstoffe und Maritime Industrie haben wir Sektorgrundsätze erarbeitet, die im Juni 2011 verabschiedet wurden und den Mitarbeitern bei der Kreditvergabe neben der Nachhaltigkeitsprüfliste eine klare Orientierung vermitteln.Die Sektorgrundsätze werden von der DZ BANK kontinuierlich überprüft, angepasst und erweitert.

Im Juni 2011 beschloss die DZ BANK zudem den offiziellen Beitritt zu den freiwilligen Äquator-Prinzipien für Projektfinanzierungen. Diese wurden zum 01. Januar 2013 anerkannt. Die Äquator-Prinzipien wurden von Finanzinstituten auf Basis der Umweltstandards der Weltbank und der Sozialstandards der International Finance Corporation (IFC) erarbeitet. Als international akzeptierter Standard gelten die Prinzipien ab einem Finanzierungsvolumen von 10 Mio. US-Dollar. Unser Ziel ist es, in den nächsten Jahren sämtliche Anforderungen der Äquator-Prinzipien zu erfüllen. (weitere Informationen: www.unglobalcompact.org, www.equator-principles.com).

Als einer der in Deutschland führenden Emittenten von Zertifikaten haben wir 2009 die Produktlinie „Anlage Zukunft“ geschaffen, um die steigende Nachfrage unserer Kunden nach nachhaltigkeitsorientierten Produkten aufzugreifen. Unter dem Motto „Doppelt profitieren – Mit Verantwortung und Wachstumschancen“ bündelt sie Produkte, die sowohl Nachhaltigkeitsstandards als auch Ertragsgesichtspunkte berücksichtigen: Zertifikate der Produktlinie „Anlage Zukunft“ basieren auf Aktien von Unternehmen, die verantwortungsbewusst, zukunftsorientiert und erfolgreich wirtschaften.

Die Auswahl der Unternehmen für die Produktlinie „Anlage Zukunft“ erfolgt in enger Abstimmung mit dem DZ BANK Research. Dabei identifizieren wir Unternehmen, die sich schon heute in jenen Märkten engagieren, die ein überdurchschnittliches Wachstumspotenzial erwarten lassen. Gleichzeitig achten wir darauf, dass die für unsere Zertifikate ausgewählten Unternehmen keine Kinderarbeit zulassen, nicht gegen Arbeitnehmer- oder Menschenrechte verstoßen, keine Tierversuche durchführen oder gesetzliche Umweltanforderungen missachten.

Das DZ BANK Research bietet seit 2011 ein spezielles Nachhaltigkeitsresearch an, um die gehandelten Unternehmenswerte systematisch unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten zu analysieren und entsprechende Anlageempfehlungen abzugeben. Heute stellt das Nachhaltigkeitsresearch einen wichtigen Teil des Research-Spektrums der DZ BANK dar. Die Analysen werden von institutionellen Investoren im In- und Ausland, Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie der DZ PRIVATBANK genutzt.

Die einzelnen Prozesse obliegen den Fachabteilungen. Die übergeordnete Verantwortung liegt beim Vorstandsvorsitzenden der DZ BANK.


Aspekt "Compliance"

Das Einhalten von Umweltgesetzen und -vorschriften ist für uns selbstverständlich. Als nicht-produzierende Branche steht die DZ BANK nicht vor denselben Herausforderungen wie andere Unternehmen. Grundsätzlich gilt aber: Geldbußen bzw. Sanktionen für die Nichteinhaltung von umweltgesetzlichen Auflagen wurden gegen die DZ BANK im Berichtszeitraum keine ausgesprochen.


EN29 Bußgelder und Sanktionen wegen Nichteinhaltung von Umweltauflagen

Geldbußen bzw. Sanktionen für die Nichteinhaltung von umweltgesetzlichen Auflagen wurden gegen die DZ BANK im Berichtszeitraum keine ausgesprochen.


Aspekt "Transport"

Seit 2011 erheben wir auch die CO2-Emissionen aus der Reisetätigkeit unserer Mitarbeiter.

Mit unserer Dienstreiseordnung, die zuletzt 2011 aktualisiert wurde, versuchen wir bereits seit einigen Jahren, die CO2-Emissionen unserer Reisetätigkeit zu verringern. So wollen wir umweltfreundliche Mobilität fördern. So werden Dienstreisen nur noch genehmigt, wenn der Geschäftszweck nicht anders, zum Beispiel per Telefon- und Videokonferenz, erreicht werden kann. Flüge auf innerdeutschen Strecken werden nur dann bewilligt, wenn Zeitgründe dies erfordern oder sie günstiger als eine Bahnreise sind. Vorzugsweise sollen außerdem öffentliche Verkehrsmittel anstelle von PKW verwendet werden.


EN30 Wesentliche Umweltauswirkungen durch Transporte

vgl. G4- EN17
Tabellen Dienstreisen und Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel


Aspekt "Lieferantenbewertung"

Die DZ BANK hat im Jahr 2010 auf Basis bestehender Standards neue soziale und ökologische Mindeststandards in der Beschaffung eingeführt und in ihre Einkaufsprozesse integriert. Diese bilden einen Rahmen, der allen Unternehmen der DZ BANK Gruppe ökonomische, ökologische und soziale Merkmale wie beispielsweise menschenrechtliche Aspekte oder Arbeitspraktiken für eine nachhaltige Lieferantenbeziehung vorgibt. Mit einer Nachhaltigkeitsvereinbarung verpflichten wir seitdem sämtliche Lieferanten, sowohl die DZ BANK Mindeststandards einzuhalten als auch die Prinzipien des Global Compacts der Vereinten Nationen und die Anforderungen der International Labour Organization.

Grundlage der nachhaltigen Beschaffungsaktivitäten der DZ BANK ist das aktive Lieferantenmanagement. Unter anderem klassifizieren wir die Zulieferer hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitsrelevanz für die DZ BANK. Lieferanten, die aufgrund des Auftragsvolumens, der spezifischen Tätigkeit oder länderspezifischer Risiken als besonders nachhaltigkeitsrelevant gelten, befragen wir seit Anfang 2013 vertiefend zu Nachhaltigkeitsaspekten in ihrem Kerngeschäft. Dies betrifft unter anderem Zertifizierungen oder Konzepte, um Umweltbelastungen zu minimieren. Ob und in welchem Ausmaß die Lieferanten ihre vertraglich vereinbarten nachhaltigen Pflichten erfüllen, überprüft die DZ BANK in zumutbarem Umfang.

Die Kreditrisikostrategie ist das Rahmenwerk für unsere Kreditvergabe. Bereits dort ist die Beachtung ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte verankert.

Seit März 2009 werden grundsätzlich sämtliche Kreditvergaben (zum Beispiel klassische Kredite, Projektfinanzierungen und Handelslimits) auf deren Nachhaltigkeit hin geprüft. Diese Nachhaltigkeitsprüfung basiert auch auf den zehn Prinzipien des von uns unterzeichneten Global Compact der Vereinten Nationen. Auf Basis der Prüfergebnisse können Kreditanfragen abgelehnt werden. Auch die Projektfinanzierung orientiert sich in der Auswahl ihrer Geschäfte an der jeweils aktuellen Kreditrisikostrategie des Hauses. Neben der Nachhaltigkeitsprüfung wendet die DZ BANK seit September 2011 eine weitere Richtlinie zur Risikominimierung an, die sich an den Äquator-Prinzipien orientiert. Seit dem 01. Januar 2013 werden die Äquator-Prinzipien in der Projektfinanzierung berücksichtigt. Spezielle Länderexpertisen für spezifisch unter weltweiter Beobachtung stehenden Ländern (aus politischen oder sonstigen Gründen) werden von den Länderzuständigen der volkswirtschaftlichen Abteilung des Hauses nachgehalten. Überdies hat die DZ Bank sektorspezifische Richtlinien für ökologische oder sensible Branchen – etwa die Forstwirtschaft oder den Staudammbau – entwickelt. Auch bei der Entwicklung nachhaltiger Anlageprodukte werden entsprechende Ausschlusskriterien berücksichtigt.

Mit ihren vier Hauptkategorien – Soziales, Ökologie, Antikorruption, Wettbewerb/Steuern – und insgesamt zehn Unterkriterien sowie ggf. einem Zusatzkriterium garantiert die Liste eine standardisierte Prüfung der Kreditanfragen nach sozialen, ökologischen sowie ethischen Aspekten: Bewertet wird anhand von vier Noten, die von „vorbildlich (1)“ bis „bedenklich (4)“ reichen. Aus der Summe der Ergebnisse wird ein Nachhaltigkeitsfaktor gebildet. Ergibt sich aus der Gesamtbewertung ein Faktor von 3,5 oder schlechter, ist eine Finanzierung ausgeschlossen. Zum Einsatz kommt die Nachhaltigkeitsprüfliste bei der Limitierung von klassischen Krediten, Projektfinanzierungen sowie Handelsgeschäften. Von der Nachhaltigkeitsprüfung ausgenommen ist die Kreditierung unserer Anteilseigner, den Genossenschaftsbanken. Bei bestimmten standardisierten Finanzprodukten mit geringem Risikovolumen erfolgt eine angemessene Risikoanalyse unter Ausschluss der Nachhaltigkeitsprüfung. Ebenso verzichten wir bei Restrukturierungen auf die Nachhaltigkeitsprüfung, da in diesen Fällen die Sanierung im Fokus liegt.

Für besonders sensible Branchen wie Forstwirtschaft, Staudämme, Rohstoffe und Maritime Industrie haben wir Sektorgrundsätze erarbeitet, die im Juni 2011 verabschiedet wurden und den Mitarbeitern bei der Kreditvergabe neben der Nachhaltigkeitsprüfliste eine klare Orientierung vermitteln.Die Sektorgrundsätze werden von der DZ BANK kontinuierlich überprüft, angepasst und erweitert.
Im Juni 2011 beschloss die DZ BANK zudem den offiziellen Beitritt zu den freiwilligen Äquator-Prinzipien für Projektfinanzierungen. Diese wurden zum 01. Januar 2013 anerkannt. Die Äquator-Prinzipien wurden von Finanzinstituten auf Basis der Umweltstandards der Weltbank und der Sozialstandards der International Finance Corporation (IFC) erarbeitet. Als international akzeptierter Standard gelten die Prinzipien ab einem Finanzierungsvolumen von 10 Mio. US-Dollar. Unser Ziel ist es, in den nächsten Jahren sämtliche Anforderungen der Äquator-Prinzipien zu erfüllen. (weitere Informationen: www.unglobalcompact.org, www.equator-principles.com).


EN32 Anteil neuer Lieferanten, die nach ökologischen Kriterien überprüft wurden

Die DZ BANK hat im Jahr 2010 auf Basis bestehender Standards neue soziale und ökologische Mindeststandards in der Beschaffung eingeführt und in ihre Einkaufsprozesse integriert. Diese bilden einen Rahmen, der allen Unternehmen der DZ BANK Gruppe ökonomische, ökologische und soziale Merkmale wie beispielsweise menschenrechtliche Aspekte oder Arbeitspraktiken für eine nachhaltige Lieferantenbeziehung vorgibt. Mit einer Nachhaltigkeitsvereinbarung verpflichten wir seitdem sämtliche Lieferanten, sowohl die DZ BANK Mindeststandards einzuhalten als auch die Prinzipien des Global Compacts der Vereinten Nationen und die Anforderungen der International Labour Organization.

Grundlage der nachhaltigen Beschaffungsaktivitäten der DZ BANK ist das aktive Lieferantenmanagement. Unter anderem klassifizieren wir die Zulieferer hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitsrelevanz für die DZ BANK. Lieferanten, die aufgrund des Auftragsvolumens, der spezifischen Tätigkeit oder länderspezifischer Risiken als besonders nachhaltigkeitsrelevant gelten, befragen wir seit Anfang 2013 vertiefend zu Nachhaltigkeitsaspekten in ihrem Kerngeschäft. Dies betrifft unter anderem Zertifizierungen oder Konzepte, um Umweltbelastungen zu minimieren. Ob und in welchem Ausmaß die Lieferanten ihre vertraglich vereinbarten nachhaltigen Pflichten erfüllen, überprüft die DZ BANK in zumutbarem Umfang.


EN33 Wesentliche ökologische Auswirkungen in der Lieferkette

Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative Auswirkungen in ökologischer, menschenrechtlicher oder gesellschaftlicher Hinsicht oder im Hinblick auf Arbeitspraktiken wurden im Berichtsjahr nicht ermittelt.


Aspekt "Beschwerdemechanismen bezgl. ökologischer Aspekte"

Die DZ BANK hat im Jahr 2010 auf Basis bestehender Standards neue soziale und ökologische Mindeststandards in der Beschaffung eingeführt und in ihre Einkaufsprozesse integriert. Diese bilden einen Rahmen, der allen Unternehmen der DZ BANK Gruppe ökonomische, ökologische und soziale Merkmale wie beispielsweise menschenrechtliche Aspekte oder Arbeitspraktiken für eine nachhaltige Lieferantenbeziehung vorgibt. Mit einer Nachhaltigkeitsvereinbarung verpflichten wir seitdem sämtliche Lieferanten, sowohl die DZ BANK Mindeststandards einzuhalten als auch die Prinzipien des Global Compacts der Vereinten Nationen und die Anforderungen der International Labour Organization.

Grundlage der nachhaltigen Beschaffungsaktivitäten der DZ BANK ist das aktive Lieferantenmanagement. Unter anderem klassifizieren wir die Zulieferer hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitsrelevanz für die DZ BANK. Lieferanten, die aufgrund des Auftragsvolumens, der spezifischen Tätigkeit oder länderspezifischer Risiken als besonders nachhaltigkeitsrelevant gelten, befragen wir seit Anfang 2013 vertiefend zu Nachhaltigkeitsaspekten in ihrem Kerngeschäft. Dies betrifft unter anderem Zertifizierungen oder Konzepte, um Umweltbelastungen zu minimieren. Ob und in welchem Ausmaß die Lieferanten ihre vertraglich vereinbarten nachhaltigen Pflichten erfüllen, überprüft die DZ BANK in zumutbarem Umfang. Aus den gewonnenen Daten leiten wir weitere Handlungsschritte ab. Sämtliche Informationen zur Nachhaltigkeitsleistung unserer Lieferanten sammeln wir seit 2013 in einer Datenbank. Ein Verstoß gegen die in der Nachhaltigkeitsvereinbarung festgelegten ökologischen und sozialen Anforderungen kann in letzter Konsequenz zum Ausschluss eines Lieferanten führen.

Dem Thema Verantwortung räumt die DZ BANK vor allem in ihrem Kerngeschäft einen hohen Stellenwert ein. Als Kreditgeber prüfen wir sämtliche Kreditanfragen (klassisches Kreditgeschäft, Projektfinanzierungen und kundenbezogene Handelslimite) im Rahmen des Kreditprüfungsprozesses systematisch auf relevante Nachhaltigkeitsaspekte. Dazu hat die DZ BANK ein unternehmensweit einheitliches Verfahren entwickelt, das auf einer umfassenden Nachhaltigkeitsprüfliste und branchenspezifischen Sektorgrundsätzen basiert. Die Ergebnisse erfassen wir seit Juli 2011. Darüber hinaus hat ein neuer Arbeitskreis im Jahr 2015 begonnen, eine einheitliche Grundlage für Nachhaltigkeit im Kreditgeschäft der gesamten DZ BANK Gruppe zu schaffen.

Die Nachhaltigkeitsprüfliste der DZ BANK orientiert sich an den zehn Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen sowie an den Äquator-Prinzipien (NB xx) und kommt seit 2009 zum Einsatz. Mithilfe dieser Liste prüfen wir alle für die jeweilige Finanzierung relevanten Einflussfaktoren auf ökologische und soziale Risiken.

Im Juni 2011 beschloss die DZ BANK zudem den offiziellen Beitritt zu den freiwilligen Äquator-Prinzipien für Projektfinanzierungen. Diese wurden zum 01. Januar 2013 anerkannt. Die Äquator-Prinzipien wurden von Finanzinstituten auf Basis der Umweltstandards der Weltbank und der Sozialstandards der International Finance Corporation (IFC) erarbeitet. Als international akzeptierter Standard gelten die Prinzipien ab einem Finanzierungsvolumen von 10 Mio. US-Dollar. Unser Ziel ist es, in den nächsten Jahren sämtliche Anforderungen der Äquator-Prinzipien zu erfüllen. (weitere Informationen: www.unglobalcompact.org, www.equator-principles.com). Als Teil der Prinzipien ist hier auch unter Prinzip 6 ein Beschwerdemechanismus einzurichten, der angepasst an die Risiken und negativen Einflüsse des Projektes ist.


EN34 Formelle Beschwerden bezgl. ökologischer Auswirkungen

Im Jahr 2015 gab es keine Beschwerden, die Auswirkungen auf Ökologie, Menschrechte, Arbeitspraktiken und Gesellschaft betrafen.

Soziales

Gesellschaftliche Leistungsindikatoren: Arbeitspraktiken & Menschenwürdige Beschäftigung


Managementansatz


Aspekt "Beschäftigung"

Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital eines Unternehmens. Für uns als Finanzdienstleister gilt dies in besonderem Maße. Wertschätzung, Respekt und Offenheit prägen unser Verhalten untereinander.

Unser im Jahr 2008 entwickeltes Leitbild mit seinen drei Werten Tatkraft, Integrität und Vertrauen können wir nur leben, wenn unsere Mitarbeiter sich damit identifizieren und die Umsetzung tatkräftig unterstützen. Wir wollen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein motivierendes, gesundheitsverträgliches und sicheres Arbeitsumfeld bieten, ihre Leistungsfähigkeit und ihre Qualifikation fördern und für Nachwuchskräfte ein attraktiver Arbeitgeber sein.


LA2 Betriebliche Leistungen für Vollzeitbeschäftigte

Wir bieten all unseren Mitarbeitern zahlreiche Sozialleistungen. Über die in Deutschland sozialgesetzlich verankerte Grundsicherung im Alter und im Krankheitsfall hinaus gewähren wir freiwillige Leistungen, die teilweise auch an den ausländischen Standorten gelten. Zu diesen Leistungen gehören neben der betrieblichen Altersvorsorge unter anderem auch ein Zuschuss zu Kinderbetreuungskosten, Versicherungs- sowie verschiedene Betriebssportangebote. Neu ist das Angebot von Kinderbetreuungsplätzen. Die DZ BANK baut am Standort Frankfurt eine betriebseigene Kita, in der ab 2016 rund 40 Mitarbeiterkinder betreut werden können. Das Neubauprojekt „Pavillon Cityhaus II“ haben wir im Jahr 2014 beschlossen und Anfang 2015 den Grundstein dafür gelegt.

Im Jahr 2012 wurde das Angebot der betrieblichen Altersversorgung um einen zusätzlichen und freiwilligen Baustein erweitert: Mit „Deferred Compensation“ bietet die Bank die Möglichkeit, den variablen Vergütungsbestandteil oder Teile davon steuerbegünstigt zur zusätzlichen Absicherung im Alter einzubringen und eine etwaige Versorgungslücke zu schließen.

Weitere freiwillige Sozialleistungen von A wie Altersversorgung bis Z wie Zuschuss zu den Fahrtkosten sind zum Beispiel Jobtickets, Zuschuss zu den Kinderbetreuungskosten, Notstandsbeihilfen, eine Gruppenunfallversicherung sowie im Todesfall finanzielle Unterstützung der Hinterbliebenen.


Aspekt "Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnis"

Unser im Jahr 2008 entwickeltes Leitbild mit seinen drei Werten Tatkraft, Integrität und Vertrauen können wir nur leben, wenn unsere Mitarbeiter sich damit identifizieren und die Umsetzung tatkräftig unterstützen. Wir wollen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein motivierendes, gesundheitsverträgliches und sicheres Arbeitsumfeld bieten, ihre Leistungsfähigkeit und ihre Qualifikation fördern und für Nachwuchskräfte ein attraktiver Arbeitgeber sein.


LA4 Mitteilungsfristen bzgl. wesentlicher betrieblicher Veränderungen

Die Arbeitnehmervertreter unserer Standorte informieren wir regelmäßig und rechtzeitig über aktuelle Entwicklungen. Alle wesentlichen Themen und freiwilligen Leistungen werden in Betriebsvereinbarungen festgehalten. Zusätzlich finden an den einzelnen Standorten pro Jahr zwei bis drei Betriebsversammlungen statt. Für die Filialen in London, New York, Hongkong, Singapur und Polen gelten die jeweiligen gesetzlichen Regelungen und Standards.


Aspekt "Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz"

Die DZ BANK erfüllt an allen deutschen Standorten die Anforderungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz gemäß der Grundsatzerklärung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Dies geschieht durch die Umsetzung der Vorgaben des Gesetzes über Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit (ASiG) sowie der relevanten sicherheitstechnischen Normen. Die Fachkräfte für Arbeitssicherheit unterstützen den Arbeitsschutz und die Unfallverhütung durch individuelle Arbeitsplatzbegehungen und gezielte Information der Mitarbeiter. 2012 bereitete die DZ BANK einen Prozess zur Gefährdungsbeurteilung der Arbeitsplätze vor und führte dazu erste Interviews und Raumbegehungen durch. Durch individuelle Arbeitsplatzbegehungen und gezielte Information der Mitarbeiter tragen diese zur Unfallprävention bei. 2013 wurde ein neuer Prozess der Mitarbeiterunterweisung ins Leben gerufen und die Umsetzung durch individuelle Arbeitsplatzberatung in über 300 Fällen unterstützt. 2014 standen die Verbesserung des betrieblichen Erste-Hilfe-Managements, die Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung und eine ergonomische Verbesserung der Handelsbereiche im Fokus.


LA5 Anteil der in Arbeitssicherheitsausschüssen vertretenen Belegschaft

Die DZ BANK erfüllt an allen deutschen Standorten die gesetzlichen Anforderungen und sicherheitstechnischen Normen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz. Im formellen Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Ausschuss zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz ist die gesamte Belegschaft repräsentiert. An diesem Ausschuss nimmt auch die Ebene der Abteilugnsleitung Verwaltung teil. Zudem bestellt die DZ BANK nach Maßgabe des Arbeitssicherheitsgesetzes Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit. Diese helfen, Unfälle zu vermeiden, indem sie die Mitarbeiter über das Thema Arbeitsschutz informieren und Arbeitsplätze individuell überprüfen. Zu den wichtigsten Themen im Jahr 2015 zählte wieder die ergonomische Beratung der Mitarbeiter. Die Arbeitsschutzexperten haben mehr als 300 Mitarbeiter am Ar-beitsplatz oder telefonisch beraten – und in über 50 Fällen eine Veränderung des Arbeitsplatzes vorgenommen oder beauftragt.


LA7 Arbeitnehmer mit hoher Erkrankungsrate oder -gefährdung

Grundsätzlich liegt eine geringe Gesundheitsgefährdung aufgrund der Bürotätigkeit vor. Dies gilt gleichermaßen für alle Mitarbeiter.

Neben vorbeugenden Gesundheitsmaßnahmen unterstützt die DZ BANK Mitarbeiter, die nach längerer Krankheit an den Arbeitsplatz zurückkehren, seit 2007 mit einem Programm zur Wiedereingliederung. Zudem ist das Thema „psychische Gesundheit“ Bestandteil in einigen Führungskräfte-Trainings.

Präventionskurse zur Stressbewältigung helfen den Mitarbeitern, mit psychischen Belastungen umzugehen.

Überdies können unsere Beschäftigten in schwierigen beruflichen und privaten Situationen seit 2008 die Unterstützung einer unabhängigen Sozialberaterin in An-spruch nehmen. Die Psychologin und Psychotherapeutin berät beispielsweise, wie Mitarbeiter mit Ärgernissen und Problemen umgehen können und informiert über Präventionsmaß-nahmen. Sie ist Ansprechpartnerin beim Thema Burn-out und vermittelt bei Bedarf auch zeitnah an Spezialisten. Zusätzlich zu ihren Präsenzzeiten hält sie auch Vorträge an unseren bundesweiten Standorten, deren Themenspektrum von der mentalen Leistungsfähigkeit bis hin zu Suchtproblematiken reicht. Im Umgang mit Suchterkrankungen steht die DZ BANK den Beschäftigten und Führungskräften mit einer „Leitlinie Sucht“ zu Seite. Diese hat die Sozialberaterin gemeinsam mit dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement entwickelt, um einen professionellen Umgang mit dem Thema Sucht zu ermöglichen.

Die Fachkräfte für Arbeitssicherheit unterstützen den Arbeitsschutz und die Unfallverhütung durch individuelle Arbeitsplatzbegehungen und gezielte Information der Mitarbeiter.

Im Rahmen unseres Gesundheitsmanagements bieten wir unseren Mitarbeitern an den deutschen Standorten ein breites Spektrum an attraktiven Betriebssportmöglichkeiten, das von Badminton bis Volleyball reicht. Hinzu kommen Präventionskurse wie Wirbelsäulengymnastik, Meditation, Yoga oder autogenes Training sowie spezielle Schulungen für die richtige Ernährung. Der alljährliche Gesundheitstag der DZ BANK hatte den Schwerpunkt der Rückengesundheit.


Aspekt "Aus- und Weiterbildung"

Eine große Herausforderung stellt für uns in den kommenden Jahren der demografische Wandel dar, der mit einem steigenden Durchschnittsalter unserer Mitarbeiter sowie einem zu erwartenden Rückgang an qualifizierten Bewerbern verbunden ist. Deshalb bieten wir jungen Menschen interessante Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten. Um uns auf dem veränderten Arbeitsmarkt als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren, werden wir die drei Bereiche Personalgewinnung, Personalbindung und Personalmotivation in der DZ BANK Gruppe künftig gemeinsam vorantreiben.


LA9 Durchschnittliche Stundenzahl für Aus- und Weiterbildung

2015 nahmen unsere Mitarbeiter insgesamt 14.010 Weiterbildungstage wahr (2014: 10.582). Dies entspricht unter Annahme eines 8-Stunden-Tages 112.080 Stunden. Die durchschnittlichen Weiterbildungstage lagen erhöht bei 3,4 Tagen pro Mitarbeiter (27,2 Stunden) im Inland (2014: 2,6).

Die durchschnittliche jährliche Stundenzahl pro Mitarbeiter und Mitarbeiterkategorie schlüsselt sich 2015 wie folgt auf: Mitarbeiter 96.604 Stunden (2014: 71.528), Management (ohne Vorstand und Bereichsleiter) 15.476 Stunden (2014: 13.128), Gesamt 112.080 Stunden (2014: 84.811,7).

Tabelle: Weiterbildungstage und -aufwand


LA10 Programme zum dauerhaften Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit

Weiterbildung bieten wir allen Mitarbeitern im In- und Ausland als interne Maßnahme, Bereichstrainings oder auch als externe Trainingsangebote.

Das interne Weiterbildungsangebot der DZ BANK deckte im Berichtsjahr fast 80 Prozent des gesamten Weiterbildungsbedarfs aller Mitarbeiter und Führungskräfte ab. Externe Trainings hatten einen Anteil von knapp 20 Prozent. Die Bandbreite der rund 140 bankintern angebotenen Trainingsthemen des sogenannten „Offenen Programms“ reichte im Jahr 2015 von der „Nachhaltigkeit in der Kreditvergabe“ bis hin zu Trainings zum Bankenaufsichtsrecht und Projektleiterlehrgängen, die besonders stark nachgefragt waren. Neu war die Informations- und Diskussionsreihe „Regulatorik leicht gemacht“, die das Grundverständnis für regulatorische Themen unter den Mitarbeitern fördern soll. Ist der Weiterbildungsbedarf nicht durch interne Angebote gedeckt, bieten wir unseren Beschäftigten die Möglichkeit zu externen Einzeltrainings. Die Weiterbildungsexperten der DZ BANK beraten die Mitarbeiter bei der Wahl des für sie passenden individuellen Trainings.

Seit 2014 können unsere Beschäftigten überdies in den Trainingsreihen „Grundlagen der Per-sönlichkeits- und Kommunikationskompetenzen“ und „Vertiefung der Persönlichkeits- und Kommunikationskompetenzen“ ein Zertifikat der Frankfurt School of Finance and Management erwerben. Zudem ergänzen seit 2014 Qualifizierungslehrgänge für Projektleiter das zielgerich-tete Weiterbildungsangebot für unsere Mitarbeiter. Diese sind auf die komplexen Anforderungen des Projektmanagements der Bank abgestimmt, orientieren sich an den internationalen Projektmanagement-Standards und enden mit einem Zertifikatsabschluss der Technischen Hochschule Deggendorf.

Bereits 2012 führten wir Im Themenfeld „Methoden, Kommunikation und Persönlichkeit“ flächendeckend das Personal- und Organisationsentwicklungssystem „Insights Discovery" ein, welches unter anderem in der Führungskräfte-Entwicklung sowie in mehreren Trainings für Mitarbeiter angewendet wird. Schon seit 2011 führten wir die Trainings „Erfolgsstrategien für Frauen“ und „40 plus – Neue Perspektiven für die Lebensmitte“ für Mitarbeiter und Führungskräfte ein. Den Weiterbildungsbedarf unserer Mitarbeiter ermitteln wir unter anderem anhand regelmäßiger Gespräche mit den Unternehmensbereichen. Bereichsleitern bieten wir mit den sogenannten Navigator-Programmen, eine zielgerichtete Entwicklungsmaßnahme mit passgenauen Managementprogramme sowie Trainings und Coachings.

Potenzialstarke Mitarbeiter und Führungskräfte werden im Rahmen eines 18-monatigen Potenzialförderprogramms auf die Übernahme anspruchsvoller Aufgaben mit weiterführender Verantwortung vorbereitet. Für Abteilungs- und Gruppenleiter bieten wir ein systematisches zweijähriges Führungskräfteprogramm an.

Im Dezember 2009 wurde der „Corporate Campus für Management & Strategie“ der DZ BANK Gruppe ins Leben gerufen, eine Plattform für die Managemententwicklung und Strategiearbeit, die sich an die rund 180 Top-Führungskräfte der Gruppe richtet.

Abgerundet wird unser Weitbildungsangebot durch die Formate Forum Führung und Forum Wissen, die aus Impulsvorträgen mit anschließenden Diskussionsrunden bestehen. Deren Spektrum reicht von Fach- und Führungsthemen über aktuelle volkswirtschaftliche Trends bis hin zu Entwicklungen in den Bereichen Weiterbildung und Gesundheit.

Außerdem besteht die Möglichkeit für Mitarbeiter Sabbaticals wahrzunehmen.


LA11 Anteil der Mitarbeiter mit regelmäßiger Leistungsbeurteilung und Karriereplanung

Grundsätzlich haben alle Mitarbeiter und Führungskräfte über Geschlecht und Mitarbeiterkategorie hinweg einen grundsätzlichen Anspruch (geregelt in einer Gesamt-Betriebsvereinbarung) auf ein jährliches Beurteilungs- und Führungsgespräch (BuF) mit ihren direkten Vorgesetzten. Ebenso sieht das Vergütungssystem der DZ BANK jährliche Zielvereinbarungs- und Zielerreichungsgespräche für alle Mitarbeiter und Führungskräfte vor.


Aspekt "Vielfalt und Chancengleichheit"

Im November 2011 unterzeichneten wir die von der Bundesregierung und der deutschen Wirtschaft vorgelegte „Charta der Vielfalt“. 2015 haben wir weiterhin neue Mitarbeiter und Führungskräfte zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz geschult und unsere interne Betriebsvereinbarung zur Integration behinderter Menschen befolgt. In einer Absichtserklärung („Letter of Intent“) bekannten wir uns 2011 zu unserer Verpflichtung, Frauen in ihrer Entwicklung aktiv zu unterstützen, sie in vergleichbaren Positionen zu gleichen Konditionen zu entlohnen und sie bei der Auswahl von Führungskräften gleichberechtigt zu berücksichtigen. Um dieses Ziel zu erreichen, starteten wir 2012 das Projekt „Vielfalt@DZ BANK“ unter Schirmherrschaft von Personalvorstand Thomas Ullrich. In einem ersten Schritt führten wir eine umfangreiche Analyse des Status quo durch. Aus den Ergebnissen der Status-quo-Analyse leiteten wir weitere Maßnahmen zur Frauenförderung ableiten. Dafür haben wir 2012 erste Maßnahmen, wie bspw. das Format "Entscheiderinnen im Gespräch" initiiert. Zudem sind seit 2013 auch Diversity-Ziele Teil der Zielvereinbarungen von Führungskräften, um Frauen zu fördern. Bisher sind bei der DZ BANK 4 von 20 Aufsichtsräten und 20 von 119 Abteilungsleitern weiblich, bei den Gruppenleitern sind es 79 von 372.

Darüber hinaus geht die DZ BANK auch neue Wege bei der Ansprache von weiblichen Nachwuchskräften. Ein Beispiel dafür ist der bankeigene StudentinnenTag, der bereits dreimal erfolgreich stattfand, zuletzt im Mai 2015.

Die DZ BANK hat sich zum Ziel gesetzt, den Frauenanteil weiter zu steigern. So konnte beispielsweise der Frauenanteil in Führungspositionen zwischen 2011 und 2015 von 15,6 auf 19,2 Prozent erhöht werden. Mit der Unterzeichnung der „Gemeinsamen Erklärung Erfolgsfaktor Familie“ im Mai 2008 bekennen wir uns als einer von 380 Erstunterzeichnern ausdrücklich zu einer familienfreundlichen Personalpolitik . Bereits 2007 erhielten wir das Zertifikat „audit berufundfamilie“ der gemeinnützigen Hertie-Stiftung, welche wir im Jahr 2013 nach Reaudtierung erneut erhalten haben.


LA12 Zusammensetzung der Kontrollorgane und der Mitarbeiter nach Diversitätsaspekten

Im Aufsichtsrat der DZ BANK sind 0 Mitglieder jünger als 30, 3 sind zwischen 30 und 50 Jahre alt (weiblich: 1; männlich: 2) und 17 Aufsichtsräte (weiblich: 3; männlich: 14) sind älter als 50.

Menschen nicht wegen Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, Alter oder körperlicher Behinderung zu diskriminieren ist ein zentraler Grundsatz der DZ BANK. Schulungen zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) sind für alle Mitarbeiter sowie speziell für Führungskräfte obligatorisch.

Tabelle: Personalkennzahlen

Die allgemeinen demografischen Veränderungen lassen sich auch an den jährlichen Personalkennzahlen der DZ BANK ablesen: So stieg das Durchschnittsalter unserer Mitarbeiter 2015 weiter leicht von 43,7 im Vorjahr auf 44,1 Jahre. Bereits 33,1 Prozent gehören der Generation „50 Plus“ an. Lediglich 9,6 Prozent der Mitarbeiter waren jünger als 30 Jahre.

Zum Jahresende 2015 waren 147 Nachwuchskräfte in der DZ BANK beschäftigt. Die Nach-wuchskräftequote lag insgesamt bei 3,3 Prozent. Nach Programmabschluss hat die DZ BANK 88,2 Prozent der Nachwuchskräfte in ein Anstellungsverhältnis übernommen.

Der aktuelle Frauenanteil an der Gesamtbelegschaft 2015 ist im Vergleich zum Vorjahr leicht von 42,4 Prozent auf 41,9 Prozent gesunken. Bei den Führungspositionen war weiter ein Zuwachs zu verzeichnen (von 18,5 auf 19,2 Prozent). Im Jahr 2015 erfüllte die Schwerbehindertenquote mit 5 Prozent die gesetzliche Mindestgrenze.


Aspekt "Gleicher Lohn für Frauen und Männer"

Die DZ BANK orientiert sich in der Einordnung von Gehältern an Aufgabenstellung, Eignung und Erfahrung, unabhängig von Geschlecht.


LA13 Verhältnis des Grundgehalts und der Vergütung von Frauen gegenüber Männern

Unsere Standardeintrittsgehälter orientieren sich in den unterschiedlichen Geschäftsstandorten an den jeweiligen nationalen Gepflogenheiten. Frauen und Männer werden bei gleicher Aufgabenstellung, Eignung und Erfahrung auch gleich entlohnt. Denn die DZ BANK verfügt über eine leistungsorientierte und damit geschlechtsunabhängige Vergütungsstruktur. Die Entlohnung setzt sich zusammen aus einem fixen und variablen Anteil. Die variable Komponente dient dazu, die Leistung motivierter Kollegen zu würdigen.


Aspekt "Lieferantenbewertung: Arbeitspraktiken"

Die DZ BANK hat im Jahr 2010 auf Basis bestehender Standards neue soziale und ökologische Mindeststandards in der Beschaffung eingeführt und in ihre Einkaufsprozesse integriert. Diese bilden einen Rahmen, der allen Unternehmen der DZ BANK Gruppe ökonomische, ökologische und soziale Merkmale wie beispielsweise menschenrechtliche Aspekte oder Arbeitspraktiken für eine nachhaltige Lieferantenbeziehung vorgibt. Mit einer Nachhaltigkeitsvereinbarung verpflichten wir seitdem sämtliche Lieferanten, sowohl die DZ BANK Mindeststandards einzuhalten als auch die Prinzipien des Global Compacts der Vereinten Nationen und die Anforderungen der International Labour Organization.

Grundlage der nachhaltigen Beschaffungsaktivitäten der DZ BANK ist das aktive Lieferantenmanagement. Unter anderem klassifizieren wir die Zulieferer hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitsrelevanz für die DZ BANK. Lieferanten, die aufgrund des Auftragsvolumens, der spezifischen Tätigkeit oder länderspezifischer Risiken als besonders nachhaltigkeitsrelevant gelten, befragen wir seit Anfang 2013 vertiefend zu Nachhaltigkeitsaspekten in ihrem Kerngeschäft. Dies betrifft unter anderem Zertifizierungen oder Konzepte, um Umweltbelastungen zu minimieren. Ob und in welchem Ausmaß die Lieferanten ihre vertraglich vereinbarten nachhaltigen Pflichten erfüllen, überprüft die DZ BANK in zumutbarem Umfang.

Die Kreditrisikostrategie ist das Rahmenwerk für unsere Kreditvergabe. Bereits dort ist die Beachtung ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte verankert.

Seit März 2009 werden grundsätzlich sämtliche Kreditvergaben (zum Beispiel klassische Kredite, Projektfinanzierungen und Handelslimits) auf deren Nachhaltigkeit hin geprüft. Diese Nachhaltigkeitsprüfung basiert auch auf den zehn Prinzipien des von uns unterzeichneten Global Compact der Vereinten Nationen. Auf Basis der Prüfergebnisse können Kreditanfragen abgelehnt werden. Auch die Projektfinanzierung orientiert sich in der Auswahl ihrer Geschäfte an der jeweils aktuellen Kreditrisikostrategie des Hauses. Neben der Nachhaltigkeitsprüfung wendet die DZ BANK seit September 2011 eine weitere Richtlinie zur Risikominimierung an, die sich an den Äquator-Prinzipien orientiert. Seit dem 01. Januar 2013 werden die Äquator-Prinzipien in der Projektfinanzierung berücksichtigt. Spezielle Länderexpertisen für spezifisch unter weltweiter Beobachtung stehenden Ländern (aus politischen oder sonstigen Gründen) werden von den Länderzuständigen der volkswirtschaftlichen Abteilung des Hauses nachgehalten. Überdies hat die DZ Bank sektorspezifische Richtlinien für ökologische oder sensible Branchen – etwa die Forstwirtschaft oder den Staudammbau – entwickelt. Auch bei der Entwicklung nachhaltiger Anlageprodukte werden entsprechende Ausschlusskriterien berücksichtigt.

Mit ihren vier Hauptkategorien – Soziales, Ökologie, Antikorruption, Wettbewerb/Steuern – und insgesamt zehn Unterkriterien sowie ggf. einem Zusatzkriterium garantiert die Liste eine standardisierte Prüfung der Kreditanfragen nach sozialen, ökologischen sowie ethischen Aspekten: Bewertet wird anhand von vier Noten, die von „vorbildlich (1)“ bis „bedenklich (4)“ reichen. Aus der Summe der Ergebnisse wird ein Nachhaltigkeitsfaktor gebildet. Ergibt sich aus der Gesamtbewertung ein Faktor von 3,5 oder schlechter, ist eine Finanzierung ausgeschlossen. Zum Einsatz kommt die Nachhaltigkeitsprüfliste bei der Limitierung von klassischen Krediten, Projektfinanzierungen sowie Handelsgeschäften. Von der Nachhaltigkeitsprüfung ausgenommen ist die Kreditierung unserer Anteilseigner, den Genossenschaftsbanken. Bei bestimmten standardisierten Finanzprodukten mit geringem Risikovolumen erfolgt eine angemessene Risikoanalyse unter Ausschluss der Nachhaltigkeitsprüfung. Ebenso verzichten wir bei Restrukturierungen auf die Nachhaltigkeitsprüfung, da in diesen Fällen die Sanierung im Fokus liegt.

Für besonders sensible Branchen wie Forstwirtschaft, Staudämme, Rohstoffe und Maritime Industrie haben wir Sektorgrundsätze erarbeitet, die im Juni 2011 verabschiedet wurden und den Mitarbeitern bei der Kreditvergabe neben der Nachhaltigkeitsprüfliste eine klare Orientierung vermitteln.Die Sektorgrundsätze werden von der DZ BANK kontinuierlich überprüft, angepasst und erweitert.
Im Juni 2011 beschloss die DZ BANK zudem den offiziellen Beitritt zu den freiwilligen Äquator-Prinzipien für Projektfinanzierungen. Diese wurden zum 01. Januar 2013 anerkannt. Die Äquator-Prinzipien wurden von Finanzinstituten auf Basis der Umweltstandards der Weltbank und der Sozialstandards der International Finance Corporation (IFC) erarbeitet. Als international akzeptierter Standard gelten die Prinzipien ab einem Finanzierungsvolumen von 10 Mio. US-Dollar. Unser Ziel ist es, in den nächsten Jahren sämtliche Anforderungen der Äquator-Prinzipien zu erfüllen. (weitere Informationen: www.unglobalcompact.org, www.equator-principles.com).


LA14 Anteil neuer Lieferanten, die bzgl. Arbeitspraktiken überprüft wurden

Die DZ BANK hat im Jahr 2010 auf Basis bestehender Standards neue soziale und ökologische Mindeststandards in der Beschaffung eingeführt und in ihre Einkaufsprozesse integriert. Diese bilden einen Rahmen, der allen Unternehmen der DZ BANK Gruppe ökonomische, ökologische und soziale Merkmale wie beispielsweise menschenrechtliche Aspekte oder Arbeitspraktiken für eine nachhaltige Lieferantenbeziehung vorgibt. Mit einer Nachhaltigkeitsvereinbarung verpflichten wir seitdem sämtliche Lieferanten, sowohl die DZ BANK Mindeststandards einzuhalten als auch die Prinzipien des Global Compacts der Vereinten Nationen und die Anforderungen der International Labour Organization.

Grundlage der nachhaltigen Beschaffungsaktivitäten der DZ BANK ist das aktive Lieferantenmanagement. Unter anderem klassifizieren wir die Zulieferer hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitsrelevanz für die DZ BANK. Lieferanten, die aufgrund des Auftragsvolumens, der spezifischen Tätigkeit oder länderspezifischer Risiken als besonders nachhaltigkeitsrelevant gelten, befragen wir seit Anfang 2013 vertiefend zu Nachhaltigkeitsaspekten in ihrem Kerngeschäft. Dies betrifft unter anderem Zertifizierungen oder Konzepte, um Umweltbelastungen zu minimieren. Ob und in welchem Ausmaß die Lieferanten ihre vertraglich vereinbarten nachhaltigen Pflichten erfüllen, überprüft die DZ BANK in zumutbarem Umfang.


LA15 Wesentliche Auswirkungen auf Arbeitspraktiken in der Lieferkette

Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative Auswirkungen in ökologischer, menschenrechtlicher oder gesellschaftlicher Hinsicht oder im Hinblick auf Arbeitspraktiken wurden im Berichtsjahr nicht ermittelt.


Aspekt "Beschwerdemechanismen bezgl. Arbeitspraktiken"

Die DZ BANK hat im Jahr 2010 auf Basis bestehender Standards neue soziale und ökologische Mindeststandards in der Beschaffung eingeführt und in ihre Einkaufsprozesse integriert. Diese bilden einen Rahmen, der allen Unternehmen der DZ BANK Gruppe ökonomische, ökologische und soziale Merkmale wie beispielsweise menschenrechtliche Aspekte oder Arbeitspraktiken für eine nachhaltige Lieferantenbeziehung vorgibt. Mit einer Nachhaltigkeitsvereinbarung verpflichten wir seitdem sämtliche Lieferanten, sowohl die DZ BANK Mindeststandards einzuhalten als auch die Prinzipien des Global Compacts der Vereinten Nationen und die Anforderungen der International Labour Organization.

Grundlage der nachhaltigen Beschaffungsaktivitäten der DZ BANK ist das aktive Lieferantenmanagement. Unter anderem klassifizieren wir die Zulieferer hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitsrelevanz für die DZ BANK. Lieferanten, die aufgrund des Auftragsvolumens, der spezifischen Tätigkeit oder länderspezifischer Risiken als besonders nachhaltigkeitsrelevant gelten, befragen wir seit Anfang 2013 vertiefend zu Nachhaltigkeitsaspekten in ihrem Kerngeschäft. Dies betrifft unter anderem Zertifizierungen oder Konzepte, um Umweltbelastungen zu minimieren. Ob und in welchem Ausmaß die Lieferanten ihre vertraglich vereinbarten nachhaltigen Pflichten erfüllen, überprüft die DZ BANK in zumutbarem Umfang. Aus den gewonnenen Daten leiten wir weitere Handlungsschritte ab. Sämtliche Informationen zur Nachhaltigkeitsleistung unserer Lieferanten sammeln wir seit 2013 in einer Datenbank. Ein Verstoß gegen die in der Nachhaltigkeitsvereinbarung festgelegten ökologischen und sozialen Anforderungen kann in letzter Konsequenz zum Ausschluss eines Lieferanten führen.

Dem Thema Verantwortung räumt die DZ BANK vor allem in ihrem Kerngeschäft einen hohen Stellenwert ein. Als Kreditgeber prüfen wir sämtliche Kreditanfragen (klassisches Kreditgeschäft, Projektfinanzierungen und kundenbezogene Handelslimite) im Rahmen des Kreditprüfungsprozesses systematisch auf relevante Nachhaltigkeitsaspekte. Dazu hat die DZ BANK ein unternehmensweit einheitliches Verfahren entwickelt, das auf einer umfassenden Nachhaltigkeitsprüfliste und branchenspezifischen Sektorgrundsätzen basiert. Die Ergebnisse erfassen wir seit Juli 2011. Darüber hinaus hat ein neuer Arbeitskreis im Jahr 2015 begonnen, eine einheitliche Grundlage für Nachhaltigkeit im Kreditgeschäft der gesamten DZ BANK Gruppe zu schaffen.

Die Nachhaltigkeitsprüfliste der DZ BANK orientiert sich an den zehn Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen sowie an den Äquator-Prinzipien (NB xx) und kommt seit 2009 zum Einsatz. Mithilfe dieser Liste prüfen wir alle für die jeweilige Finanzierung relevanten Einflussfaktoren auf ökologische und soziale Risiken.

Im Juni 2011 beschloss die DZ BANK zudem den offiziellen Beitritt zu den freiwilligen Äquator-Prinzipien für Projektfinanzierungen. Diese wurden zum 01. Januar 2013 anerkannt. Die Äquator-Prinzipien wurden von Finanzinstituten auf Basis der Umweltstandards der Weltbank und der Sozialstandards der International Finance Corporation (IFC) erarbeitet. Als international akzeptierter Standard gelten die Prinzipien ab einem Finanzierungsvolumen von 10 Mio. US-Dollar. Unser Ziel ist es, in den nächsten Jahren sämtliche Anforderungen der Äquator-Prinzipien zu erfüllen. (weitere Informationen: www.unglobalcompact.org, www.equator-principles.com). Als Teil der Prinzipien ist hier auch unter Prinzip 6 ein Beschwerdemechanismus einzurichten, der angepasst an die Risiken und negativen Einflüsse des Projektes ist.


LA16 Formelle Beschwerden bzgl. Auswirkungen auf Arbeitspraktiken

Im Jahr 2015 gab es keine Beschwerden, die Auswirkungen auf Ökologie, Menschrechte, Arbeitspraktiken und Gesellschaft betrafen.

Menschenrechte


Managementansatz


Aspekt "Investitionen"

Grundsätzlich: Mit unserem Beitritt zum Global Compact der Vereinten Nationen (UN) im Jahr 2008 haben wir uns zu zehn weltweit gültigen Grundsätzen verantwortlichen Handelns bekannt. Dazu zählen die Achtung der Menschen- und der Arbeitnehmerrechte, das Engagement für den Umweltschutz und die Vermeidung von Korruption und Bestechung. Diese Grundsätze sind für uns eine wichtige Orientierung für unser Handeln. Wir unterstützen sie und wenden sie in allen Geschäftsbereichen an (www.unglobalcompact.org). Wir achten auch darauf, dass die für unsere Zertifikate ausgewählten Unternehmen keine Kinderarbeit zulassen, nicht gegen Arbeitnehmer- oder Menschenrechte verstoßen, keine Tierversuche durchführen oder gesetzliche Umweltanforderungen missachten.

Ein aktives Lieferantenmanagement ist Grundlage der nachhaltigen Beschaffungsaktivitäten der DZ BANK. 2010 entwickelten wir soziale und ökologische Mindeststandards, deren Einhaltung wir von unseren Lieferanten erwarten. Diese integrierten wir 2011 in unsere Einkaufsprozesse und begannen 2012 mit der gruppenweiten Vereinheitlichung der Einkaufsstandards. Eine Arbeitsgruppe entwickelte auf Basis der bisherigen Standards in der DZ BANK einen Rahmen, der für die Unternehmen der DZ BANK Gruppe ökonomische, ökologische und soziale Merkmale für eine nachhaltige Lieferantenbeziehung festlegt.

Sowohl neue als auch bestehende Lieferanten verpflichten wir seither mithilfe einer Nachhaltigkeitsvereinbarung auf die Einhaltung der DZ BANK Mindeststandards sowie der Prinzipien des Global Compacts der Vereinten Nationen und der Anforderungen der International Labour Organization. Lieferanten, die aufgrund des Auftragsvolumens, der spezifischen Tätigkeit oder länderspezifischer Risiken als besonders nachhaltigkeitsrelevant eingestuft werden, befragen wir seit Anfang 2013 vertiefend zu Nachhaltigkeitsaspekten in ihrem Kerngeschäft. Dazu zählen beispielsweise Zertifizierungen oder Konzepte zur Minimierung von Umweltbelastungen. Aus den erhobenen Daten leiten wir weitere Handlungsmaßnahmen ab. Die Daten zur Nachhaltigkeitsleistung unserer Lieferanten sammeln wir seit 2013 in einer neu angelegten Datenbank.


HR1 Signifikante Investitionsvereinbarungen mit Klauseln oder Prüfungen bzgl. Menschenrechten

Seit Juli 2011 erfassen wir unternehmensweit systematisch die Ergebnisse der Nachhaltigkeitsprüfungen: 2015 wurden 1.467 Anträge mit Nachhaltigkeitsprüfung positiv beschieden (2014: 1.503).

Funktionsweise der Nachhaltigkeitsprüfung
Die Nachhaltigkeitsprüfliste beruht auf einem vierstufigen Ampelsystem mit Werten von vorbildlich („Grün“ = 1) bis bedenklich („Rot“ = 4) und enthält zehn Prüfkriterien in den vier Bereichen Umwelt, Soziales, Antikorruption und Wettbewerb/Steuern sowie gegebenenfalls ein Zusatzkriterium:

  • Soziales: Arbeitsstandards, Wahrung der Menschenrechte, Schutz von kulturellem Erbe/Eigentum, Kultur- oder Gedenkstätten, Schutz benachbarter Wohnbebauung
  • Umwelt: Umweltschutz, Versicherungstechnische Abdeckung im Schadensfall, Produkte, Vornutzung des Betriebsgeländes
  • Antikorruption
  • Wettbewerb/Steuern

Als Unterzeichner der Äquator-Prinzipien verpflichtet sich die DZ BANK, Projekte mit einem Finanzierungsvolumen von mehr als 10 Mio. US-Dollar hinsichtlich ihrer Sozial- und Umweltrelevanz zu prüfen sowie deren Sozial- und Umweltbelastungen den Risikoklassen „hoch“, „moderat“ oder „gering“ zuzuordnen. Diese Einordnung findet im Rahmen des herkömmlichen Kreditvergabeprozesses statt. Im Zuge der Umsetzung der Äquator-Prinzipien hat die DZ BANK entsprechende Kreditvertragsbedingungen für die betroffenen Finanzierungen eingeführt. Seit dem Berichtsjahr 2013 legen wir unsere Praxis im Umgang mit den Äquator-Prinzipien im Rahmen des Nachhaltigkeitsberichts offen.

Mit der Einführung der Äquator-Prinzipien wurden durch die DZ BANK auch Mitarbeiter, die Projektfinanzierungen begleiten, entsprechend geschult. Darüber hinaus stehen ihnen interne Hilfsmittel wie Handbücher, Fragebögen und weitere Dokumentationen zur Verfügung, um die Äquator-Prinzipien im Bereich der Projektfinanzierung anzuwenden. Zudem befassen sich die beteiligten Abteilungen mit der Weiterentwicklung des freiwilligen Regelwerks.


HR2 Mitarbeiterschulungen zu Menschenrechten

Im Jahr 2013 arbeiteten wir ausgiebig an gruppenweiten Einführung des Verhaltenskodex (Code of Conduct), welcher im Mai 2014 in Kraft getreten ist und seitdem für die gesamte DZ BANK Gruppe gilt.

Der Verhaltenskodex trat Ende 2012 in Kraft und wurde im Jahr 2013 im Unternehmen verankert. Dieser Verhaltenskodex formuliert unser Verständnis von integrem Verhalten und einer ethisch fundierten Unternehmenskultur. Er verbindet interne Grundsätze und externe Marktstandards und bekräftigt unser Bekenntnis zur Nachhaltigkeit. Um eine erfolgreiche Zusammenarbeit unserer Mitarbeiter zu gewährleisten, legt er nicht nur Richtlinien für den Umgang mit Kunden und Geschäftspartnern fest, sondern auch für eine gute Unternehmensführung. Damit leistet der Kodex einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der DZ BANK und bietet unseren Mitarbeitern eine gute Orientierung im Umgang mit der zunehmenden Vielfalt an Vorschriften und Regulationen.

Über den Code of Conduct informiert die DZ BANK unter anderem in ihrem Compliance-Portal, das interne Portal für Arbeitsanweisungen und die Begrüßungsseite für neue Mitarbeiter im Intranet. Zudem haben wir den Verhaltenskodex in bestehende Trainingsprogramme integriert.

Indem wir alle Mitarbeiter und Führungskräfte zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) schulen, kommen wir auch der gesetzlich geforderten Informationspflicht nach.

Die DZ BANK schult seit dem Jahr 2011 die an der Kreditvergabe beteiligten Multiplikatoren im Hinblick auf Nachhaltigkeitskriterien im Kreditgeschäft. Am Seminar „Nachhaltige Kreditvergabe“ im Offenen Weiterbildungsprogramm der DZ BANK haben bislang 79 Mitarbeiter, vor allem Mitarbeiter aus den Bereichen Firmenkundenbetreuung und Kreditanalyse teilgenommen. Die Schulungen vermitteln den Beschäftigten sowohl das Nachhaltigkeitsverständnis der DZ BANK als auch die Umsetzung im täglichen Kreditgeschäft. Die Unterrichtseinheiten sind so konzipiert, dass die Teilnehmer anschließend die Kollegen innerhalb ihrer Abteilungen bei der Anwendung der Nachhaltigkeitsprüfliste unterstützen können.

Die DZ BANK wird diese Präsenzschulung auch weiterhin anbieten. Zugleich aber haben wir ein Online-Training zur Nachhaltigkeit in der Kreditvergabe entwickelt, das im Mai 2016 gestartet ist. Es dient dazu, künftig alle Mitarbeiter aus den relevanten Fachbereichen zu schulen und sie noch stärker für produktrelevante Nachhaltigkeitsaspekte zu sensibilisieren.

Angaben zur genauen Stundenanzahl sind derzeit nicht möglich. Schulungen werden bei uns erfasst, jedoch nicht umgerechnet auf Stunden, die für eine Schulung im Bereich Menschen-/Arbeitnehmerrechte anfallen. Daher unterscheidet sich die Messmethode der DZ BANK AG von der angefragten Erfassung.


Aspekt "Gleichbehandlung"

Chancengleichheit ist ein zentraler Grundsatz der DZ BANK. Mit der Unterzeichnung der „Charta der Vielfalt“ im November 2011 bekennen wir uns auch öffentlich dazu. Für uns bedeutet dies die Gleichbehandlung und Förderung aller Mitarbeiter – ungeachtet ihrer Herkunft, Hautfarbe, ihres Geschlechts, Alters oder körperlicher Behinderungen. 2014 haben wir weiterhin neue Mitarbeiter und Führungskräfte zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz geschult und unsere Betriebsvereinbarung zur Integration behinderter Menschen befolgt. Die Schwerbehindertenquote lag 2015 bei 5 Prozent.


HR3 Diskriminierungsvorfälle und ergriffene Maßnahmen

Im Berichtsjahr 2015 wurden keine Klagen bezüglich der Einhaltung des AGG registriert.


Aspekt "Lieferantenbewertung bzgl. Menschenrechten"

Die DZ BANK hat im Jahr 2010 auf Basis bestehender Standards neue soziale und ökologische Mindeststandards in der Beschaffung eingeführt und in ihre Einkaufsprozesse integriert. Diese bilden einen Rahmen, der allen Unternehmen der DZ BANK Gruppe ökonomische, ökologische und soziale Merkmale wie beispielsweise menschenrechtliche Aspekte oder Arbeitspraktiken für eine nachhaltige Lieferantenbeziehung vorgibt. Mit einer Nachhaltigkeitsvereinbarung verpflichten wir seitdem sämtliche Lieferanten, sowohl die DZ BANK Mindeststandards einzuhalten als auch die Prinzipien des Global Compacts der Vereinten Nationen und die Anforderungen der International Labour Organization.

Grundlage der nachhaltigen Beschaffungsaktivitäten der DZ BANK ist das aktive Lieferantenmanagement. Unter anderem klassifizieren wir die Zulieferer hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitsrelevanz für die DZ BANK. Lieferanten, die aufgrund des Auftragsvolumens, der spezifischen Tätigkeit oder länderspezifischer Risiken als besonders nachhaltigkeitsrelevant gelten, befragen wir seit Anfang 2013 vertiefend zu Nachhaltigkeitsaspekten in ihrem Kerngeschäft. Dies betrifft unter anderem Zertifizierungen oder Konzepte, um Umweltbelastungen zu minimieren. Ob und in welchem Ausmaß die Lieferanten ihre vertraglich vereinbarten nachhaltigen Pflichten erfüllen, überprüft die DZ BANK in zumutbarem Umfang.

Die Kreditrisikostrategie ist das Rahmenwerk für unsere Kreditvergabe. Bereits dort ist die Beachtung ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte verankert.

Seit März 2009 werden grundsätzlich sämtliche Kreditvergaben (zum Beispiel klassische Kredite, Projektfinanzierungen und Handelslimits) auf deren Nachhaltigkeit hin geprüft. Diese Nachhaltigkeitsprüfung basiert auch auf den zehn Prinzipien des von uns unterzeichneten Global Compact der Vereinten Nationen. Auf Basis der Prüfergebnisse können Kreditanfragen abgelehnt werden. Auch die Projektfinanzierung orientiert sich in der Auswahl ihrer Geschäfte an der jeweils aktuellen Kreditrisikostrategie des Hauses. Neben der Nachhaltigkeitsprüfung wendet die DZ BANK seit September 2011 eine weitere Richtlinie zur Risikominimierung an, die sich an den Äquator-Prinzipien orientiert. Seit dem 01. Januar 2013 werden die Äquator-Prinzipien in der Projektfinanzierung berücksichtigt. Spezielle Länderexpertisen für spezifisch unter weltweiter Beobachtung stehenden Ländern (aus politischen oder sonstigen Gründen) werden von den Länderzuständigen der volkswirtschaftlichen Abteilung des Hauses nachgehalten. Überdies hat die DZ Bank sektorspezifische Richtlinien für ökologische oder sensible Branchen – etwa die Forstwirtschaft oder den Staudammbau – entwickelt. Auch bei der Entwicklung nachhaltiger Anlageprodukte werden entsprechende Ausschlusskriterien berücksichtigt.

Mit ihren vier Hauptkategorien – Soziales, Ökologie, Antikorruption, Wettbewerb/Steuern – und insgesamt zehn Unterkriterien sowie ggf. einem Zusatzkriterium garantiert die Liste eine standardisierte Prüfung der Kreditanfragen nach sozialen, ökologischen sowie ethischen Aspekten: Bewertet wird anhand von vier Noten, die von „vorbildlich (1)“ bis „bedenklich (4)“ reichen. Aus der Summe der Ergebnisse wird ein Nachhaltigkeitsfaktor gebildet. Ergibt sich aus der Gesamtbewertung ein Faktor von 3,5 oder schlechter, ist eine Finanzierung ausgeschlossen. Zum Einsatz kommt die Nachhaltigkeitsprüfliste bei der Limitierung von klassischen Krediten, Projektfinanzierungen sowie Handelsgeschäften. Von der Nachhaltigkeitsprüfung ausgenommen ist die Kreditierung unserer Anteilseigner, den Genossenschaftsbanken. Bei bestimmten standardisierten Finanzprodukten mit geringem Risikovolumen erfolgt eine angemessene Risikoanalyse unter Ausschluss der Nachhaltigkeitsprüfung. Ebenso verzichten wir bei Restrukturierungen auf die Nachhaltigkeitsprüfung, da in diesen Fällen die Sanierung im Fokus liegt.

Für besonders sensible Branchen wie Forstwirtschaft, Staudämme, Rohstoffe und Maritime Industrie haben wir Sektorgrundsätze erarbeitet, die im Juni 2011 verabschiedet wurden und den Mitarbeitern bei der Kreditvergabe neben der Nachhaltigkeitsprüfliste eine klare Orientierung vermitteln.Die Sektorgrundsätze werden von der DZ BANK kontinuierlich überprüft, angepasst und erweitert.
Im Juni 2011 beschloss die DZ BANK zudem den offiziellen Beitritt zu den freiwilligen Äquator-Prinzipien für Projektfinanzierungen. Diese wurden zum 01. Januar 2013 anerkannt. Die Äquator-Prinzipien wurden von Finanzinstituten auf Basis der Umweltstandards der Weltbank und der Sozialstandards der International Finance Corporation (IFC) erarbeitet. Als international akzeptierter Standard gelten die Prinzipien ab einem Finanzierungsvolumen von 10 Mio. US-Dollar. Unser Ziel ist es, in den nächsten Jahren sämtliche Anforderungen der Äquator-Prinzipien zu erfüllen. (weitere Informationen: www.unglobalcompact.org, www.equator-principles.com).


HR10 Anteil neuer Lieferanten, die bzgl. Menschenrechten überprüft wurden

Die DZ BANK hat im Jahr 2010 auf Basis bestehender Standards neue soziale und ökologische Mindeststandards in der Beschaffung eingeführt und in ihre Einkaufsprozesse integriert. Diese bilden einen Rahmen, der allen Unternehmen der DZ BANK Gruppe ökonomische, ökologische und soziale Merkmale wie beispielsweise menschenrechtliche Aspekte oder Arbeitspraktiken für eine nachhaltige Lieferantenbeziehung vorgibt. Mit einer Nachhaltigkeitsvereinbarung verpflichten wir seitdem sämtliche Lieferanten, sowohl die DZ BANK Mindeststandards einzuhalten als auch die Prinzipien des Global Compacts der Vereinten Nationen und die Anforderungen der International Labour Organization.

Grundlage der nachhaltigen Beschaffungsaktivitäten der DZ BANK ist das aktive Lieferantenmanagement. Unter anderem klassifizieren wir die Zulieferer hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitsrelevanz für die DZ BANK. Lieferanten, die aufgrund des Auftragsvolumens, der spezifischen Tätigkeit oder länderspezifischer Risiken als besonders nachhaltigkeitsrelevant gelten, befragen wir seit Anfang 2013 vertiefend zu Nachhaltigkeitsaspekten in ihrem Kerngeschäft. Dies betrifft unter anderem Zertifizierungen oder Konzepte, um Umweltbelastungen zu minimieren. Ob und in welchem Ausmaß die Lieferanten ihre vertraglich vereinbarten nachhaltigen Pflichten erfüllen, überprüft die DZ BANK in zumutbarem Umfang.


HR11 Wesentliche Auswirkungen auf Menschenrechte in der Lieferkette

Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative Auswirkungen in ökologischer, menschenrechtlicher oder gesellschaftlicher Hinsicht oder im Hinblick auf Arbeitspraktiken wurden im Berichtsjahr nicht ermittelt.


Aspekt "Beschwerdemechanismen bzgl. Menschenrechtsverletzungen"

Die DZ BANK hat im Jahr 2010 auf Basis bestehender Standards neue soziale und ökologische Mindeststandards in der Beschaffung eingeführt und in ihre Einkaufsprozesse integriert. Diese bilden einen Rahmen, der allen Unternehmen der DZ BANK Gruppe ökonomische, ökologische und soziale Merkmale wie beispielsweise menschenrechtliche Aspekte oder Arbeitspraktiken für eine nachhaltige Lieferantenbeziehung vorgibt. Mit einer Nachhaltigkeitsvereinbarung verpflichten wir seitdem sämtliche Lieferanten, sowohl die DZ BANK Mindeststandards einzuhalten als auch die Prinzipien des Global Compacts der Vereinten Nationen und die Anforderungen der International Labour Organization.

Grundlage der nachhaltigen Beschaffungsaktivitäten der DZ BANK ist das aktive Lieferantenmanagement. Unter anderem klassifizieren wir die Zulieferer hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitsrelevanz für die DZ BANK. Lieferanten, die aufgrund des Auftragsvolumens, der spezifischen Tätigkeit oder länderspezifischer Risiken als besonders nachhaltigkeitsrelevant gelten, befragen wir seit Anfang 2013 vertiefend zu Nachhaltigkeitsaspekten in ihrem Kerngeschäft. Dies betrifft unter anderem Zertifizierungen oder Konzepte, um Umweltbelastungen zu minimieren. Ob und in welchem Ausmaß die Lieferanten ihre vertraglich vereinbarten nachhaltigen Pflichten erfüllen, überprüft die DZ BANK in zumutbarem Umfang. Aus den gewonnenen Daten leiten wir weitere Handlungsschritte ab. Sämtliche Informationen zur Nachhaltigkeitsleistung unserer Lieferanten sammeln wir seit 2013 in einer Datenbank. Ein Verstoß gegen die in der Nachhaltigkeitsvereinbarung festgelegten ökologischen und sozialen Anforderungen kann in letzter Konsequenz zum Ausschluss eines Lieferanten führen.

Dem Thema Verantwortung räumt die DZ BANK vor allem in ihrem Kerngeschäft einen hohen Stellenwert ein. Als Kreditgeber prüfen wir sämtliche Kreditanfragen (klassisches Kreditgeschäft, Projektfinanzierungen und kundenbezogene Handelslimite) im Rahmen des Kreditprüfungsprozesses systematisch auf relevante Nachhaltigkeitsaspekte. Dazu hat die DZ BANK ein unternehmensweit einheitliches Verfahren entwickelt, das auf einer umfassenden Nachhaltigkeitsprüfliste und branchenspezifischen Sektorgrundsätzen basiert. Die Ergebnisse erfassen wir seit Juli 2011. Darüber hinaus hat ein neuer Arbeitskreis im Jahr 2015 begonnen, eine einheitliche Grundlage für Nachhaltigkeit im Kreditgeschäft der gesamten DZ BANK Gruppe zu schaffen.

Die Nachhaltigkeitsprüfliste der DZ BANK orientiert sich an den zehn Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen sowie an den Äquator-Prinzipien (NB xx) und kommt seit 2009 zum Einsatz. Mithilfe dieser Liste prüfen wir alle für die jeweilige Finanzierung relevanten Einflussfaktoren auf ökologische und soziale Risiken.

Im Juni 2011 beschloss die DZ BANK zudem den offiziellen Beitritt zu den freiwilligen Äquator-Prinzipien für Projektfinanzierungen. Diese wurden zum 01. Januar 2013 anerkannt. Die Äquator-Prinzipien wurden von Finanzinstituten auf Basis der Umweltstandards der Weltbank und der Sozialstandards der International Finance Corporation (IFC) erarbeitet. Als international akzeptierter Standard gelten die Prinzipien ab einem Finanzierungsvolumen von 10 Mio. US-Dollar. Unser Ziel ist es, in den nächsten Jahren sämtliche Anforderungen der Äquator-Prinzipien zu erfüllen. (weitere Informationen: www.unglobalcompact.org, www.equator-principles.com). Als Teil der Prinzipien ist hier auch unter Prinzip 6 ein Beschwerdemechanismus einzurichten, der angepasst an die Risiken und negativen Einflüsse des Projektes ist.


HR12 Formelle Beschwerden bzgl. Menschenrechtsverletzungen

Im Jahr 2015 gab es keine Beschwerden, die Auswirkungen auf Ökologie, Menschrechte, Arbeitspraktiken und Gesellschaft betrafen.

Gesellschaft


Managementansatz


Aspekt "Lokale Gemeinschaften"

Grundsätzlich: Unsere genossenschaftlichen Grundprinzipien der Gegenseitigkeit und der Partnerschaft, der Solidarität und der Selbstbestimmung verpflichten uns zum gesellschaftlichen Engagement.

Die DZ BANK setzt konsequent auf eine nachhaltige Unternehmensführung, die langfristige Ziele verfolgt und auf die Einhaltung von Gesetzen und Selbstverpflichtungen achtet. Denn nur so können wir dauerhaft Mehrwert schaffen für Eigentümer und Kunden, Mitarbeiter und Gesellschaft.

Auch im Marktgeschehen leiten uns die genossenschaftlichen Grundprinzipien.

Wir verbinden wirtschaftlichen Erfolg mit dem Einsatz für das Gemeinwohl und für eine funktionierende soziale Marktwirtschaft. Unsere besondere Verantwortung gilt der Region Rhein-Main und der Stadt Frankfurt, in der wir ansässig sind und der wir uns in hohem Maße verbunden fühlen. Gleichzeitig wollen wir, wo immer möglich, zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen.


SO1 Anteil der Standorte mit Maßnahmen zur Einbindung lokaler Gemeinschaften, Folgeabschätzungen und Förderprogrammen

Wir verbinden wirtschaftlichen Erfolg mit dem Einsatz für das Gemeinwohl und für eine funktionierende soziale Marktwirtschaft. Unsere besondere Verantwortung gilt der Region Rhein-Main und der Stadt Frankfurt, in der wir ansässig sind und der wir uns in hohem Maße verbunden fühlen. Gleichzeitig wollen wir, wo immer möglich, zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen.

Neben ihrer Rolle als Arbeitgeber hat die DZ BANK positive Auswirkungen auf das lokale Gemeinwesen durch ihre Spendentätigkeit (Vgl. G4-EC 8 und G4-EC9). Für Spenden hat die DZ BANK im Jahr 2015 insgesamt 413.341 Euro aufgewendet (Vorjahr: 366.658 Euro). Wir engagieren uns für Bildung, Wissenschaft und das Gemeinwohl. Schwerpunkt unseres sozialen Engagements ist die Unterstützung bedürftiger Kinder und Jugendlicher. Zusammen mit weiteren Unternehmen der DZ BANK Gruppe fördern wir seit 1997 den Verein „Aktive Bürgerschaft“, der das Konzept der Bürgerstiftungen in Deutschland verbreitet. Im Berichtsjahr 2015 hat die DZ BANK bereits zum zehnten Mal am „Social Day“ der Frankfurter Malteser teilgenommen, bei dem sich Mitarbeiter Frankfurter Unternehmen engagieren.

Zudem fördern wir seit April 2013 die gemeinnützige Initiative Joblinge, die schwer vermittelbaren Jugendlichen und jungen Erwachsenen den Weg in den Arbeitsmarkt ebnet. Die Initiative wurde im Jahr 2007 von der Eberhard von Kuenheim Stiftung der BMW AG und The Boston Consulting Group GmbH gemeinsam mit Experten aus Politik, Wirtschaft und gemeinnützigem Sektor ins Leben gerufen. Über Joblinge stehen unsere Beschäftigten den jungen Leuten als Mentoren zur Seite und helfen ihnen bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz und der Vorbereitung auf ihre neue Aufgabe. Im Berichtsjahr haben sich 20 Mitarbeiter der DZ BANK ehrenamtlich an fünf Standorten für Joblinge engagiert.

Negative Auswirkungen auf das Gemeinwesen, zum Beispiel aufgrund von Produktionstätigkeiten, entstehen bei der Tätigkeit der DZ BANK als Finanzdienstleister nicht. Programme für die Bewertung derartiger Auswirkungen existieren daher nicht.


SO2 Geschäftstätigkeiten, die negativ auf lokale Gemeinschaften wirken können

Negative Auswirkungen auf das Gemeinwesen, zum Beispiel aufgrund von Produktionstätigkeiten, entstehen bei der Tätigkeit der DZ BANK als Finanzdienstleister nicht. Programme für die Bewertung derartiger Auswirkungen existieren daher nicht.


Aspekt "Korruptionsbekämpfung"

Das Compliance Office der DZ BANK besteht aus den Gruppen Kapitalmarkt-Compliance sowie Geldwäsche- und Betrugsprävention. Die Gruppe Kapitalmarkt-Compliance ist verantwortlich dafür, dass die wertpapierhandelsrechtlichen Regelungen eingehalten werden, beispielsweise das Verbot von Insiderhandel und die Regelungen hinsichtlich privater Mitarbeitergeschäfte. Die Gruppe Geldwäsche- und Betrugsprävention stellt sicher, dass Geldwäsche verhindert wird und setzt Maßnahmen gegen betrügerische Handlungen in der DZ BANK sowie in der DZ BANK Gruppe um.


SO3 Anteil der auf Korruptionsrisiken überprüften Geschäftsstandorte und ermittelte Risiken

Das Compliance Office der DZ BANK besteht aus den Gruppen Kapitalmarkt-Compliance sowie Geldwäsche- und Betrugsprävention. Die Gruppe Kapitalmarkt-Compliance ist verantwortlich dafür, dass die wertpapierhandelsrechtlichen Regelungen eingehalten werden, beispielsweise das Verbot von Insiderhandel und die Regelungen hinsichtlich privater Mitarbeitergeschäfte. Die Gruppe Geldwäsche- und Betrugsprävention stellt sicher, dass Geldwäsche verhindert wird und setzt Maßnahmen gegen betrügerische Handlungen in der DZ BANK sowie in der DZ BANK Gruppe um. In jedem Geschäftsbereich der Bank gibt es einen Verantwortlichen, der als permanenter Ansprechpartner fungiert und in Abstimmung mit der Revision und dem Compliance Office sicherstellt, dass die erforderlichen Maßnahmen wirksam in die Arbeitsprozesse einbezogen und gelebt werden.

Unter dem Dach des 2012 eingeführten Verhaltenskodex vereinigt die DZ BANK verschiedene Instrumente zur Betrugsprävention. Dazu gehören unter anderem die Richtlinien für den Umgang mit Geschenken sowie ein Hinweisgebersystem und Schulungen. Außerdem wurden im Jahr 2012 die Arbeitsanweisungen zur Betrugsprävention einschließlich der Bekämpfung von Korruption und Marktpreismanipulationen im Sinne des § 25c KWG neu gefasst.

Bei der Erhebung von Geldwäsche- und Betrugsrisiken für die jährlich aktualisierte Gefährdungsanalyse arbeitet das Compliance Office unter anderem eng mit der Gruppe Operationelle Risiken aus dem Bereich Risikocontrolling zusammen.

Regelmäßig erhalten unsere Mitarbeiter an allen Standorten verpflichtende Schulungen zu den Themen Compliance für Banken, Geldwäscheverhinderung, Verbot von Marktpreismanipulation und Betrugsprävention. Auch die Bekämpfung von Korruption ist Teil dieser Compliance-Schulungen. Ebenso werden sämtliche Aufsichtsratsmitglieder regelmäßig im Hinblick auf das Thema Korruptionsbekämpfung geschult. Unsere Schulungsquote liegt im Schnitt bei 99 Prozent. Zusätzlich dazu bieten wir Seminare zu speziellen Themen wie der Anlageberatung oder dem Interessenkonfliktmanagement. Überdies arbeiten wir seit 2012 mit einer Software, die alle Handelsgeschäfte auf Marktpreismanipulation untersucht.

Seit April 2014 haben wir darüber hinaus erstmalig Folgeschulungen für Mitarbeiter und Führungskräfte in dem Bereich Betrugsprävention etabliert und durchgeführt.


SO4 Informationen und Schulungen zur Korruptionsbekämpfung

Tabelle: Compliance-Schulungen 2014

Alle Mitarbeiter der DZ BANK sind angehalten, mögliche Vorfälle direkt über eine Compliance- und eine Geldwäsche-Hotline an das Compliance Office zu melden.

Regelmäßig erhalten unsere Mitarbeiter an allen Standorten verpflichtende Schulungen zu den Themen Compliance für Banken, Geldwäscheverhinderung, Verbot von Marktpreismanipulation und Betrugsprävention. Auch die Bekämpfung von Korruption ist Teil dieser Compliance-Schulungen. Ebenso werden sämtliche Aufsichtsratsmitglieder regelmäßig im Hinblick auf das Thema Korruptionsbekämpfung geschult. Unsere Schulungsquote liegt im Schnitt bei 99 Prozent. Zusätzlich dazu bieten wir Seminare zu speziellen Themen wie der Anlageberatung oder dem Interessenkonfliktmanagement. Überdies arbeiten wir seit 2012 mit einer Software, die alle Handelsgeschäfte auf Marktpreismanipulation untersucht.

Seit April 2014 haben wir darüber hinaus erstmalig Folgeschulungen für Mitarbeiter und Führungskräfte in dem Bereich Betrugsprävention etabliert und durchgeführt.


SO5 Bestätigte Korruptionsfälle und ergriffene Maßnahmen

Für den Umgang mit möglichen Interessenskonflikten hat die DZ BANK im Jahr 2007 eine Interessenkonflikt-Policy eingeführt. Durch sie legt die Bank gegenüber ihren Kunden mögliche Interessenkonflikte und Zuwendungen offen. Den Empfängern von Finanzanalysen werden konkrete Interessenkonflikte, beispielsweise bei einem gleichzeitigen Bezug von Bankdienstleistungen, offengelegt. Die Umsetzung der Maßnahmen wird ebenfalls durch das Compliance Office veranlasst und überwacht. Um Bestechung durch Geschenke, Vergünstigungen oder sonstige Anreize vorzubeugen, hat die DZ BANK mit der so genannten Geschenke-Richtlinie zum 1. Juli 2010 umfangreiche Vorgaben in Kraft gesetzt. Zur Vorbeugung von Wirtschaftskriminalität und unzulässiger Einflussnahme können sich unsere Mitarbeiter über eine Hotline (Whistleblowing-Hotline) anonym an einen internen oder einen externen Ombudsmann wenden, der ihre Hinweise aufnimmt. Sie werden unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Anforderungen an ein Hinweisgeber-Komitee weitergeleitet, das diese bewertet und erforderliche Maßnahmen einleitet.

Im Jahr 2015 erstatteten wir insgesamt 33 Geldwäsche-Verdachtsanzeigen (2014: 33) bei den Strafverfolgungsbehörden. Als Zentralbank wickelt sie für viele Volksbanken und Raiffeisenbanken deren Auslandszahlungsverkehr ab. Es gehört zu ihrem Leistungsprofil, dabei auftretende Verdachtsfälle aufzudecken und zur Anzeige zu bringen. Die Verdachtsmeldungen wurden gegenüber den zuständigen Landeskriminalämtern und dem Bundeskriminalamt, respektive der Zentralstelle für (Geldwäsche-) Verdachtsmeldungen (FIU) abgegeben.


Aspekt "Politik"

Die DZ BANK möchte mit ihrem genossenschaftlichen Ansatz, ihrem Wissen und ihren Erfahrungen europaweit zur Stabilisierung im Bankensektor beitragen und sucht dafür den Dialog mit der Politik.


SO6 Gesamtwert politischer Spenden

Unserer im Berichtsjahr 2010 erarbeitete Spendenrichtlinie sieht vor, dass Parteispenden das parlamentarische System als Ganzes fördern sollen. In Zukunft erfolgen Spenden an alle bundesweit tätigen Parteien, die im Deutschen Bundestag vertreten sind und sich zum Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland sowie zum Leitbild der Sozialen Marktwirtschaft bekennen.

In den politischen Bereich flossen 2015 10,9 Prozent (45.054 Euro) unseres Spendenaufkommens (2014: 8,2 Prozent).

Da Deutschland der Hauptstandort der Geschäftstätigkeiten der DZ BANK ist, beziehen sich die Angaben nur auf den deutschsprachigen Raum.


Aspekt "Wettbewerbswidriges Verhalten"

Im Berichtszeitraum gab es keine Klagen aufgrund wettbewerbswidrigen Verhaltens, Kartell- oder Monopolbildung.


SO7 Verfahren aufgrund wettbewerbswidrigem Verhalten oder Kartellbildung

Im Berichtszeitraum gab es keine Klagen aufgrund wettbewerbswidrigen Verhaltens, Kartell- oder Monopolbildung.


Aspekt "Compliance"

Als Spitzeninstitut der Genossenschaftlichen FinanzGruppe trägt die DZ BANK eine besondere Verantwortung für die Gewährleistung ordnungsgemäßer Geschäftspraktiken in ihrem Haus. Deshalb betreibt sie das zentrale Compliance Office als Schnittstelle zu den übrigen Bankfunktionen. Dieses berichtet direkt an den Vorstand und berät Führungskräfte sowie Geschäftseinheiten bei der Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen und deren Kontrolle. Darüber hinaus überprüft das Compliance Office, ob die Vorschriften des Wertpapierhandelsgesetzes, das Verbot von Insiderhandel und die Regeln zu Mitarbeitergeschäften eingehalten werden.


SO8 Bußgelder und Sanktionen wegen Gesetzesverstößen

Sollte es zu Vorfällen dieser Art kommen, berichten wir darüber in unserem Jahresabschluss- und Lagebericht sowie Geschäftsbericht.


Aspekt "Lieferantenbewertung bzgl. gesellschaftlicher Auswirkungen"

Die DZ BANK hat im Jahr 2010 auf Basis bestehender Standards neue soziale und ökologische Mindeststandards in der Beschaffung eingeführt und in ihre Einkaufsprozesse integriert. Diese bilden einen Rahmen, der allen Unternehmen der DZ BANK Gruppe ökonomische, ökologische und soziale Merkmale wie beispielsweise menschenrechtliche Aspekte oder Arbeitspraktiken für eine nachhaltige Lieferantenbeziehung vorgibt. Mit einer Nachhaltigkeitsvereinbarung verpflichten wir seitdem sämtliche Lieferanten, sowohl die DZ BANK Mindeststandards einzuhalten als auch die Prinzipien des Global Compacts der Vereinten Nationen und die Anforderungen der International Labour Organization.

Grundlage der nachhaltigen Beschaffungsaktivitäten der DZ BANK ist das aktive Lieferantenmanagement. Unter anderem klassifizieren wir die Zulieferer hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitsrelevanz für die DZ BANK. Lieferanten, die aufgrund des Auftragsvolumens, der spezifischen Tätigkeit oder länderspezifischer Risiken als besonders nachhaltigkeitsrelevant gelten, befragen wir seit Anfang 2013 vertiefend zu Nachhaltigkeitsaspekten in ihrem Kerngeschäft. Dies betrifft unter anderem Zertifizierungen oder Konzepte, um Umweltbelastungen zu minimieren. Ob und in welchem Ausmaß die Lieferanten ihre vertraglich vereinbarten nachhaltigen Pflichten erfüllen, überprüft die DZ BANK in zumutbarem Umfang.

Die Kreditrisikostrategie ist das Rahmenwerk für unsere Kreditvergabe. Bereits dort ist die Beachtung ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte verankert.

Seit März 2009 werden grundsätzlich sämtliche Kreditvergaben (zum Beispiel klassische Kredite, Projektfinanzierungen und Handelslimits) auf deren Nachhaltigkeit hin geprüft. Diese Nachhaltigkeitsprüfung basiert auch auf den zehn Prinzipien des von uns unterzeichneten Global Compact der Vereinten Nationen. Auf Basis der Prüfergebnisse können Kreditanfragen abgelehnt werden. Auch die Projektfinanzierung orientiert sich in der Auswahl ihrer Geschäfte an der jeweils aktuellen Kreditrisikostrategie des Hauses. Neben der Nachhaltigkeitsprüfung wendet die DZ BANK seit September 2011 eine weitere Richtlinie zur Risikominimierung an, die sich an den Äquator-Prinzipien orientiert. Seit dem 01. Januar 2013 werden die Äquator-Prinzipien in der Projektfinanzierung berücksichtigt. Spezielle Länderexpertisen für spezifisch unter weltweiter Beobachtung stehenden Ländern (aus politischen oder sonstigen Gründen) werden von den Länderzuständigen der volkswirtschaftlichen Abteilung des Hauses nachgehalten. Überdies hat die DZ Bank sektorspezifische Richtlinien für ökologische oder sensible Branchen – etwa die Forstwirtschaft oder den Staudammbau – entwickelt. Auch bei der Entwicklung nachhaltiger Anlageprodukte werden entsprechende Ausschlusskriterien berücksichtigt.

Mit ihren vier Hauptkategorien – Soziales, Ökologie, Antikorruption, Wettbewerb/Steuern – und insgesamt zehn Unterkriterien sowie ggf. einem Zusatzkriterium garantiert die Liste eine standardisierte Prüfung der Kreditanfragen nach sozialen, ökologischen sowie ethischen Aspekten: Bewertet wird anhand von vier Noten, die von „vorbildlich (1)“ bis „bedenklich (4)“ reichen. Aus der Summe der Ergebnisse wird ein Nachhaltigkeitsfaktor gebildet. Ergibt sich aus der Gesamtbewertung ein Faktor von 3,5 oder schlechter, ist eine Finanzierung ausgeschlossen. Zum Einsatz kommt die Nachhaltigkeitsprüfliste bei der Limitierung von klassischen Krediten, Projektfinanzierungen sowie Handelsgeschäften. Von der Nachhaltigkeitsprüfung ausgenommen ist die Kreditierung unserer Anteilseigner, den Genossenschaftsbanken. Bei bestimmten standardisierten Finanzprodukten mit geringem Risikovolumen erfolgt eine angemessene Risikoanalyse unter Ausschluss der Nachhaltigkeitsprüfung. Ebenso verzichten wir bei Restrukturierungen auf die Nachhaltigkeitsprüfung, da in diesen Fällen die Sanierung im Fokus liegt.

Für besonders sensible Branchen wie Forstwirtschaft, Staudämme, Rohstoffe und Maritime Industrie haben wir Sektorgrundsätze erarbeitet, die im Juni 2011 verabschiedet wurden und den Mitarbeitern bei der Kreditvergabe neben der Nachhaltigkeitsprüfliste eine klare Orientierung vermitteln. Die Sektorgrundsätze werden von der DZ BANK kontinuierlich überprüft, angepasst und erweitert.
Im Juni 2011 beschloss die DZ BANK zudem den offiziellen Beitritt zu den freiwilligen Äquator-Prinzipien für Projektfinanzierungen. Diese wurden zum 01. Januar 2013 anerkannt. Die Äquator-Prinzipien wurden von Finanzinstituten auf Basis der Umweltstandards der Weltbank und der Sozialstandards der International Finance Corporation (IFC) erarbeitet. Als international akzeptierter Standard gelten die Prinzipien ab einem Finanzierungsvolumen von 10 Mio. US-Dollar. Unser Ziel ist es, in den nächsten Jahren sämtliche Anforderungen der Äquator-Prinzipien zu erfüllen. (weitere Informationen: www.unglobalcompact.org, www.equator-principles.com).


SO9 Anteil neuer Lieferanten, die bzgl. Auswirkungen auf Gesellschaft überprüft wurden

Die DZ BANK hat im Jahr 2010 auf Basis bestehender Standards neue soziale und ökologische Mindeststandards in der Beschaffung eingeführt und in ihre Einkaufsprozesse integriert. Diese bilden einen Rahmen, der allen Unternehmen der DZ BANK Gruppe ökonomische, ökologische und soziale Merkmale wie beispielsweise menschenrechtliche Aspekte oder Arbeitspraktiken für eine nachhaltige Lieferantenbeziehung vorgibt. Mit einer Nachhaltigkeitsvereinbarung verpflichten wir seitdem sämtliche Lieferanten, sowohl die DZ BANK Mindeststandards einzuhalten als auch die Prinzipien des Global Compacts der Vereinten Nationen und die Anforderungen der International Labour Organization.

Grundlage der nachhaltigen Beschaffungsaktivitäten der DZ BANK ist das aktive Lieferantenmanagement. Unter anderem klassifizieren wir die Zulieferer hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitsrelevanz für die DZ BANK. Lieferanten, die aufgrund des Auftragsvolumens, der spezifischen Tätigkeit oder länderspezifischer Risiken als besonders nachhaltigkeitsrelevant gelten, befragen wir seit Anfang 2013 vertiefend zu Nachhaltigkeitsaspekten in ihrem Kerngeschäft. Dies betrifft unter anderem Zertifizierungen oder Konzepte, um Umweltbelastungen zu minimieren. Ob und in welchem Ausmaß die Lieferanten ihre vertraglich vereinbarten nachhaltigen Pflichten erfüllen, überprüft die DZ BANK in zumutbarem Umfang.


SO10 Negative gesellschaftliche Auswirkungen in der Lieferkette und ergriffene Maßnahmen

Erhebliche tatsächliche und potenzielle negative Auswirkungen in ökologischer, menschenrechtlicher oder gesellschaftlicher Hinsicht oder im Hinblick auf Arbeitspraktiken wurden im Berichtsjahr nicht ermittelt.


Aspekt "Beschwerdemechanismen bezgl. gesellschaftlicher Auswirkungen"

Die DZ BANK hat im Jahr 2010 auf Basis bestehender Standards neue soziale und ökologische Mindeststandards in der Beschaffung eingeführt und in ihre Einkaufsprozesse integriert. Diese bilden einen Rahmen, der allen Unternehmen der DZ BANK Gruppe ökonomische, ökologische und soziale Merkmale wie beispielsweise menschenrechtliche Aspekte oder Arbeitspraktiken für eine nachhaltige Lieferantenbeziehung vorgibt. Mit einer Nachhaltigkeitsvereinbarung verpflichten wir seitdem sämtliche Lieferanten, sowohl die DZ BANK Mindeststandards einzuhalten als auch die Prinzipien des Global Compacts der Vereinten Nationen und die Anforderungen der International Labour Organization.

Grundlage der nachhaltigen Beschaffungsaktivitäten der DZ BANK ist das aktive Lieferantenmanagement. Unter anderem klassifizieren wir die Zulieferer hinsichtlich ihrer Nachhaltigkeitsrelevanz für die DZ BANK. Lieferanten, die aufgrund des Auftragsvolumens, der spezifischen Tätigkeit oder länderspezifischer Risiken als besonders nachhaltigkeitsrelevant gelten, befragen wir seit Anfang 2013 vertiefend zu Nachhaltigkeitsaspekten in ihrem Kerngeschäft. Dies betrifft unter anderem Zertifizierungen oder Konzepte, um Umweltbelastungen zu minimieren. Ob und in welchem Ausmaß die Lieferanten ihre vertraglich vereinbarten nachhaltigen Pflichten erfüllen, überprüft die DZ BANK in zumutbarem Umfang. Aus den gewonnenen Daten leiten wir weitere Handlungsschritte ab. Sämtliche Informationen zur Nachhaltigkeitsleistung unserer Lieferanten sammeln wir seit 2013 in einer Datenbank. Ein Verstoß gegen die in der Nachhaltigkeitsvereinbarung festgelegten ökologischen und sozialen Anforderungen kann in letzter Konsequenz zum Ausschluss eines Lieferanten führen.

Dem Thema Verantwortung räumt die DZ BANK vor allem in ihrem Kerngeschäft einen hohen Stellenwert ein. Als Kreditgeber prüfen wir sämtliche Kreditanfragen (klassisches Kreditgeschäft, Projektfinanzierungen und kundenbezogene Handelslimite) im Rahmen des Kreditprüfungsprozesses systematisch auf relevante Nachhaltigkeitsaspekte. Dazu hat die DZ BANK ein unternehmensweit einheitliches Verfahren entwickelt, das auf einer umfassenden Nachhaltigkeitsprüfliste und branchenspezifischen Sektorgrundsätzen basiert. Die Ergebnisse erfassen wir seit Juli 2011. Darüber hinaus hat ein neuer Arbeitskreis im Jahr 2015 begonnen, eine einheitliche Grundlage für Nachhaltigkeit im Kreditgeschäft der gesamten DZ BANK Gruppe zu schaffen.

Die Nachhaltigkeitsprüfliste der DZ BANK orientiert sich an den zehn Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen sowie an den Äquator-Prinzipien (NB xx) und kommt seit 2009 zum Einsatz. Mithilfe dieser Liste prüfen wir alle für die jeweilige Finanzierung relevanten Einflussfaktoren auf ökologische und soziale Risiken.

Im Juni 2011 beschloss die DZ BANK zudem den offiziellen Beitritt zu den freiwilligen Äquator-Prinzipien für Projektfinanzierungen. Diese wurden zum 01. Januar 2013 anerkannt. Die Äquator-Prinzipien wurden von Finanzinstituten auf Basis der Umweltstandards der Weltbank und der Sozialstandards der International Finance Corporation (IFC) erarbeitet. Als international akzeptierter Standard gelten die Prinzipien ab einem Finanzierungsvolumen von 10 Mio. US-Dollar. Unser Ziel ist es, in den nächsten Jahren sämtliche Anforderungen der Äquator-Prinzipien zu erfüllen. (weitere Informationen: www.unglobalcompact.org, www.equator-principles.com). Als Teil der Prinzipien ist hier auch unter Prinzip 6 ein Beschwerdemechanismus einzurichten, der angepasst an die Risiken und negativen Einflüsse des Projektes ist.


SO11 Formelle Beschwerden bezgl. gesellschaftlicher Auswirkungen"

Im Jahr 2015 gab es keine Beschwerden, die Auswirkungen auf Ökologie, Menschrechte, Arbeitspraktiken und Gesellschaft betrafen.

Produktverantwortung

Gesellschaftliche Leistungsindikatoren: Produktverantwortung

Managementansatz

 

Aspekt "Kennzeichnung von Produkten und Dienstleistungen"

Der Gesetzgeber hat die Compliance-Funktion in Banken generell gestärkt. Rechtsgrundlage bildet hier das Wertpapierhandelsgesetz (WpHG), welches durch die „Mindestanforderungen an Compliance und die weiteren Verhaltens-, Organisations- und Transparenzpflichten“ (MaComp) seitens der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) konkretisiert wurde. Demnach ist die Compliance-Funktion bei der Auflage neuer Produkte oder Publikationen frühzeitig einzubinden. Sie hat unter anderem zu beurteilen, ob die Kundeninteressen ausreichend gewahrt sind.
In den überarbeiteten „Mindestanforderungen an das Risikomanagement“ (MaRisk) vom 14. Dezember 2012 schreibt die BaFin der Compliance-Funktion darüber hinaus ausdrücklich eine prozessbegleitende und präventive Funktion zu. Um das Kundeninteresse zu wahren, hat sich die DZ BANK dem 2013 ins Leben gerufenen Fairness-Kodex des Deutschen Derivate Verbands (DDV) verpflichtet. Dieser engagiert sich für mehr Transparenz im Privatkunden-Markt. Mit dem Fairness-Kodex soll neben einer Produkttransparenz auch eine Kostentransparenz für private Anleger verfolgt. Der neue Fairness Kodex beinhaltet deutlich strengere Leitlinien für strukturierte Wertpapiere als der bisherige Derivate Kodex. So wollen wir mehr Transparenz in unseren Produkten und der Kommunikation mit unseren Kunden schaffen.

 

PR3 Grundsätze und Verfahren zur Produktkennzeichnung sowie Anteil der Produkte und Dienstleistungen, die dem unterliegen

Als Finanzdienstleister bietet die DZ BANK keine gesundheits- oder sicherheitsgefährdenden Produkte oder Dienstleistungen an. Der Indikator ist daher nicht relevant.

 

PR4 Verstöße gegen Vorschriften und freiwillige Verhaltensregeln bezgl. Kennzeichnung von Produkten und Dienstleistungen

Vgl. G4-PR3
Sollte es zu Vorfällen dieser Art kommen, berichten wir darüber in unserem Jahresabschluss- und Lagebericht sowie Geschäftsbericht.

 

PR5 Ergebnisse von Umfragen zur Kundenzufriedenheit

Kundenzufriedenheit ist für die DZ BANK oberstes Gebot. Die wichtigste Kundengruppe der DZ BANK, die Genossenschaftsbanken, sind in ihrer Mehrheit zugleich Eigentümer der DZ BANK. Ihnen gegenüber fühlen wir uns daher zu besonderer Solidarität und Partnerschaft verpflichtet. Aber auch institutionelle Investoren oder Selbstentscheider wollen wir auf höchstem Niveau zufriedenstellen.

Wir suchen aktiv den Dialog mit unseren Kunden und weiteren Stakeholdern und wollen sie zum beiderseitigen Vorteil an unseren Unternehmensprozessen teilhaben lassen. Eine Übersicht zu unserem Dialog: https://nachhaltigkeit.dzbank.de/content/nachhaltigkeit/de/home/
themen_im_fokus/nachhaltigkeitsverstaendnis/stakeholder_dialog.html

Regelmäßige Mittelstandsumfragen nutzen wir zum Trend-Screening und ermitteln über unsere Kundenbefragung den Bedarf der Genossenschaftsbanken. Alle drei Jahre führen wir eine Umfrage zur Kundenzufriedenheit bei den Volksbanken Raiffeisenbanken durch, bei der wir neben der Gesamtzufriedenheit mit der DZ BANK auch die Zufriedenheit mit den Fachbereichen erfragen. Die Ergebnisse der Umfrage im Herbst 2015 liegen auch aktuell vor: https://www.dzbank.de/content/dzbank_de/de/home/
unsere_kunden/firmenkunden/publikationen/mittelstandsstudie.html

Zusätzlich zu den klassischen Dialogveranstaltungen dient uns ein Qualitätsmanagementsystem zur Sicherung der Kundenzufriedenheit. Ebenso wie die Auszeichnungen unabhängiger Organisationen trägt es dazu bei, das Vertrauen der Kunden in die Qualität unserer Dienstleistungen zu festigen.

Mit verschiedenen Dialogformaten streben wir die gegenseitige Information und die Partizipation insbesondere der Genossenschaftsbanken, unserer Kunden und Eigentümer, an. Die Treffen der regionalen Bankenbeiräte und die Zusammenkünfte des Allfinanzbeirats haben hierbei eine besondere strategische Bedeutung.

 

Aspekt "Schutz der Privatsphäre des Kunden"

Unsere Mitarbeiter halten die im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen ein und werden durch unser Haus regelmäßig mit den aktuell gültigen Datenschutzbestimmungen vertraut gemacht. Wir schützen die Daten unserer Kunden und geben diese nur an Dritte weiter, sofern unsere Kunden eingewilligt haben, eine rechtliche Zulässigkeit oder rechtliche Verpflichtung hierfür besteht. Unser Datenschutzbeauftragter wirkt auf die Einhaltung des Datenschutzes hin und ist Ansprechpartner für unsere Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter.

 

PR8 Berechtigte Datenschutzbeschwerden

Die DZ BANK hat Vorkehrungen getroffen, um die Einhaltung von Datenschutzbestimmungen zu gewährleisten. Insbesondere wurden die Funktion des Datenschutzbeauftragten geschaffen und einheitliche Datenschutzgrundsätze erlassen.

Unsere Mitarbeiter halten die im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen ein und werden durch unser Haus regelmäßig mit den aktuell gültigen Datenschutzbestimmungen vertraut gemacht. Wir schützen die Daten unserer Kunden und geben diese nur an Dritte weiter, sofern unsere Kunden eingewilligt haben, eine rechtliche Zulässigkeit oder rechtliche Verpflichtung hierfür besteht. Unser Datenschutzbeauftragter wirkt auf die Einhaltung des Datenschutzes hin und ist Ansprechpartner für unsere Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter.

 

Aspekt "Compliance"

Wir halten jegliche Gesetzesvorschrift ein. Es liegen im Berichtszeitraum keine Sanktionen wegen Nichteinhaltung vor.

 

PR9 Wesentliche Bußgelder bzgl. Bereitstellung und Nutzung von Produkten und Dienstleistungen

Sollte es zu Vorfällen dieser Art kommen, berichten wir darüber in unserem Jahresabschluss- und Lagebericht sowie Geschäftsbericht.

 

Aspekt "Produktportfolio"

Die Kreditrisikostrategie ist das Rahmenwerk für unsere Kreditvergabe. Bereits dort ist die Beachtung ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte verankert.

Seit März 2009 werden grundsätzlich sämtliche Kreditvergaben (zum Beispiel klassische Kredite, Projektfinanzierungen und Handelslimits) auf deren Nachhaltigkeit hin geprüft. Diese Nachhaltigkeitsprüfung basiert auch auf den zehn Prinzipien des von uns unterzeichneten Global Compact der Vereinten Nationen. Auf Basis der Prüfergebnisse können Kreditanfragen abgelehnt werden. Auch die Projektfinanzierung orientiert sich in der Auswahl ihrer Geschäfte an der jeweils aktuellen Kreditrisikostrategie des Hauses. Neben der Nachhaltigkeitsprüfung wendet die DZ BANK seit September 2011 eine weitere Richtlinie zur Risikominimierung an, die sich an den Äquator-Prinzipien orientiert. Seit dem 01. Januar 2013 werden die Äquator-Prinzipien in der Projektfinanzierung berücksichtigt. Spezielle Länderexpertisen für spezifisch unter weltweiter Beobachtung stehenden Ländern (aus politischen oder sonstigen Gründen) werden von den Länderzuständigen der volkswirtschaftlichen Abteilung des Hauses nachgehalten. Überdies hat die DZ Bank sektorspezifische Richtlinien für ökologische oder sensible Branchen – etwa die Forstwirtschaft oder den Staudammbau – entwickelt. Auch bei der Entwicklung nachhaltiger Anlageprodukte werden entsprechende Ausschlusskriterien berücksichtigt.

Mit ihren vier Hauptkategorien – Soziales, Ökologie, Antikorruption, Wettbewerb/Steuern – und insgesamt zehn Unterkriterien sowie ggf. einem Zusatzkriterium garantiert die Liste eine standardisierte Prüfung der Kreditanfragen nach sozialen, ökologischen sowie ethischen Aspekten: Bewertet wird anhand von vier Noten, die von „vorbildlich (1)“ bis „bedenklich (4)“ reichen. Aus der Summe der Ergebnisse wird ein Nachhaltigkeitsfaktor gebildet. Ergibt sich aus der Gesamtbewertung ein Faktor von 3,5 oder schlechter, ist eine Finanzierung ausgeschlossen. Zum Einsatz kommt die Nachhaltigkeitsprüfliste bei der Limitierung von klassischen Krediten, Projektfinanzierungen sowie Handelsgeschäften. Von der Nachhaltigkeitsprüfung ausgenommen ist die Kreditierung unserer Anteilseigner, den Genossenschaftsbanken. Bei bestimmten standardisierten Finanzprodukten mit geringem Risikovolumen erfolgt eine angemessene Risikoanalyse unter Ausschluss der Nachhaltigkeitsprüfung. Ebenso verzichten wir bei Restrukturierungen auf die Nachhaltigkeitsprüfung, da in diesen Fällen die Sanierung im Fokus liegt.

Für besonders sensible Branchen wie Forstwirtschaft, Staudämme, Rohstoffe und Maritime Industrie haben wir Sektorgrundsätze erarbeitet, die im Juni 2011 verabschiedet wurden und den Mitarbeitern bei der Kreditvergabe neben der Nachhaltigkeitsprüfliste eine klare Orientierung vermitteln.Die Sektorgrundsätze werden von der DZ BANK kontinuierlich überprüft, angepasst und erweitert.
Im Juni 2011 beschloss die DZ BANK zudem den offiziellen Beitritt zu den freiwilligen Äquator-Prinzipien für Projektfinanzierungen. Diese wurden zum 01. Januar 2013 anerkannt. Die Äquator-Prinzipien wurden von Finanzinstituten auf Basis der Umweltstandards der Weltbank und der Sozialstandards der International Finance Corporation (IFC) erarbeitet. Als international akzeptierter Standard gelten die Prinzipien ab einem Finanzierungsvolumen von 10 Mio. US-Dollar. Unser Ziel ist es, in den nächsten Jahren sämtliche Anforderungen der Äquator-Prinzipien zu erfüllen. (weitere Informationen: www.unglobalcompact.org, www.equator-principles.com).

Als einer der in Deutschland führenden Emittenten von Zertifikaten haben wir 2009 die Produktlinie „Anlage Zukunft“ geschaffen, um die steigende Nachfrage unserer Kunden nach nachhaltigkeitsorientierten Produkten aufzugreifen. Unter dem Motto „Doppelt profitieren – Mit Verantwortung und Wachstumschancen“ bündelt sie Produkte, die sowohl Nachhaltigkeitsstandards als auch Ertragsgesichtspunkte berücksichtigen: Zertifikate der Produktlinie „Anlage Zukunft“ basieren auf Aktien von Unternehmen, die verantwortungsbewusst, zukunftsorientiert und erfolgreich wirtschaften.

Die Auswahl der Unternehmen für die Produktlinie „Anlage Zukunft“ erfolgt in enger Abstimmung mit dem DZ BANK Research. Dabei identifizieren wir Unternehmen, die sich schon heute in jenen Märkten engagieren, die ein überdurchschnittliches Wachstumspotenzial erwarten lassen. Gleichzeitig achten wir darauf, dass die für unsere Zertifikate ausgewählten Unternehmen keine Kinderarbeit zulassen, nicht gegen Arbeitnehmer- oder Menschenrechte verstoßen, keine Tierversuche durchführen oder gesetzliche Umweltanforderungen missachten.

Das DZ BANK Research bietet seit 2011 ein spezielles Nachhaltigkeitsresearch an, um die gehandelten Unternehmenswerte systematisch unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten zu analysieren und entsprechende Anlageempfehlungen abzugeben. Heute stellt das Nachhaltigkeitsresearch einen wichtigen Teil des Research-Spektrums der DZ BANK dar. Die Analysen werden von institutionellen Investoren im In- und Ausland, Volksbanken und Raiffeisenbanken sowie der DZ PRIVATBANK genutzt.

Die einzelnen Prozesse obliegen den Fachabteilungen. Die übergeordnete Verantwortung liegt beim Vorstandsvorsitzenden der DZ BANK.

 

FS6 Prozentuale Zusammensetzung des Portfolios für die Geschäftsbereiche nach spezifischer Region, Größe und Branche

In unserem Geschäftsbericht 2015 berichten wir über unser Geschäftsmodell und unsere Geschäftsfelder (Seite 6ff.).

Tabelle: Kreditvolumen nach Energieart

Tabelle: Förderkreditgeschäft

 

FS7 Geldwert von Produkten und Dienstleistungen, die für einen spezifischen gesellschaftlichen Nutzen entwickelt wurden


Häufig entscheidet der Kaufgrund über den Nutzen des Produkts oder der Dienstleistung und lässt sich nur schwierig klar von übrigen Produkten und Dienstleistungen abgrenzen.

Als Zentralbank der Genossenschaftsbanken steht die DZ BANK zudem nicht in Kontakt mit Privatbanken.

Produkte, denen wir einen klaren sozialen Nutzen zusprechen, sind beispielsweise KfW-Förderkredite oder Infrastrukturprojekte, die der Allgemeinheit zugute kommen.

Allein bei KfW-Förderkrediten erzielte die DZ BANK zusammen mit den Genossenschaftsbanken ein Neugeschäftsvolumen in Höhe von 4,3 Mrd. € im Berichtsjahr. Mit einem Anteil von 13,7 Prozent am Gesamtkreditvolumen der KfW war die DZ BANK größter Einzelkunde des Förderinstituts. Nach Volumen bei der KfW besitzt die DZ BANK einen Marktanteil von 10 Prozent im gewerblichen Umweltbereich und von 20 Prozent im Privatkundengeschäft. Dort haben vor allem öffentliche Programme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren die Geschäftsentwicklung angetrieben.

Zusätzlich zu den bundesweiten KfW-Förderprogrammen gewinnen auch die Programme der Landesförderinstitute an Bedeutung. Diese machen nach wie vor mehr als ein Drittel des gesamten Förderkreditvolumens der DZ BANK aus. Beim bundesweit wichtigsten Landesförderinstitut, der L-Bank in Baden-Württemberg, erreichte der Marktanteil der DZ BANK 33,0 Prozent. Bei der LfA Förderbank Bayern lag der Genossenschaftssektor im Jahr 2015 bei einem Marktanteil von 34,6 Prozent.

Detailliertere Aussagen zu dem Indikator können momentan noch nicht gegeben werden.

 

FS7 Geldwert von Produkten und Dienstleistungen, die für einen spezifischen gesellschaftlichen Nutzen entwickelt wurden

Häufig entscheidet der Kaufgrund über den Nutzen des Produkts oder der Dienstleistung und lässt sich nur schwierig klar von übrigen Produkten und Dienstleistungen abgrenzen.

 

FS8 Geldwert von Produkten und Dienstleistungen, die für einen spezifischen ökologischen Nutzen entwickelt wurden

Im Fokus der Projektfinanzierung standen 2015 wieder die erneuerbaren Energien in Deutschland. In den Bereichen Wind, Fotovoltaik und Biogas/Biomasse erreichte das Volumen der von der DZ BANK zugesagten Kreditlimite für Projektfinanzierungen Ende 2015 rund 3,2 Mrd. Euro. Wichtigster regenerativer Energieträger bleibt nach wie vor die Windkraft mit einem Volumen von rund 1,7 Mrd. Euro Ende 2015.

Tabelle: Kreditvolumen nach Energieart

Unter dem Dach der AKZENT Invest Produktlinie „Anlage Zukunft“ bietet die DZ BANK ihren Privatkunden seit 2009 eine Reihe innovativer Anlageprodukte an, die zugleich Nachhaltigkeitsstandards und Renditeerwartungen berücksichtigen.

Produkte und Dienstleistungen mit ökologischem Nutzen bieten wir vor allem im Firmenkundengeschäft an. Die klare Abgrenzung zu anderen Geschäften ist allerdings nicht immer möglich.

 

Aspekt "Audit"

Für uns – wie auch für die DZ BANK Gruppe – gilt der Grundsatz, Risiken nur in dem Maße einzugehen, wie dies zur Erreichung der geschäftspolitischen Ziele erforderlich ist und diese beherrschbar erscheinen. Um künftige Entwicklungen in unserer strategischen Planung zu berücksichtigen, betreiben wir ein für die gesamte DZ BANK Gruppe gültiges Chancen- und Risikomanagementsystem. Dieses wird kontinuierlich durch unser Risikocontrolling sowie die Interne Revision überprüft und vom Aufsichtsrat begutachtet.

Das Risikomanagement im Bankgewerbe unterscheidet sich vom Risikomanagement in anderen Branchen: Zentrale Aufgaben sind hier die Steuerung und Überwachung von Handels-, Emittenten-, Länder- und Kreditrisiken. Hierbei gilt für die DZ BANK – wie auch für die DZ BANK Gruppe – der Grundsatz, Risiken nur in dem Maße einzugehen, wie dies zur Erreichung der geschäftspolitischen Ziele erforderlich ist und diese beherrschbar erscheinen.

Eine verantwortungsvolle Kreditvergabe ist zentraler Bestandteil des Geschäftsmodells der DZ BANK. Dabei gilt es, alle relevanten Nachhaltigkeitsaspekte systematisch zu berücksichtigen, da diese hohe Risiken beinhalten können. Deshalb prüfen wir bereits seit März 2009 grundsätzlich sämtliche Kreditvergaben (zum Beispiel klassische Kredite, Projektfinanzierungen und Handelslimits) auf deren Nachhaltigkeit. Hierfür verwenden wir unsere eigene Nachhaltigkeitsprüfliste.

Bei der Auswahl der Basiswerte für die Zertifikate der Produktlinie „Anlage Zukunft“ arbeiten wir eng mit unserem hauseigenen Nachhaltigkeitsresearch zusammen. Wir sichten hierfür Unternehmen aus den Wachstumsmärkten Umwelt & Ressourcen, Infrastruktur & Mobilität, Gesundheit, Vorsorge & Bildung sowie Ernährung & Lebensqualität und beurteilen diese unter strengen Auswahlkriterien. Seit November 2011 legen wir dabei das Nachhaltigkeitsrating des DZ BANK Research zugrunde.

 

Active-Ownership-Ansatz

Dieser Indikator ist nicht relevant, da die DZ BANK AG keine direkten Stimmrechte ausübt, sondern die Union Investment innerhalb der DZ BANK Gruppe das aktive Stimmrecht ausübt.

 

FS10 Prozentsatz und Anzahl der Unternehmen im Portfolio des Instituts, mit denen die berichtende Organisation bei ökologischen oder gesellschaftlichen Fragen interagiert hat

Im Juni 2011 brachte der Bereich DZ BANK Research ein eigenes Nachhaltigkeitsrating auf den Markt. Es bietet institutionellen Investoren, Vermögensverwaltern und Genossenschaftsbanken die Möglichkeit, Renditeerwartungen und Nachhaltigkeit bei ihren Anlageentscheidungen miteinander zu verbinden. Anwendung findet das Rating im gesamten Anlageuniversum der DZ BANK mit seinen 300 Einzelwerten. Darüber hinaus geht das DZ BANK Research aktiv auf potenzielle Investoren zu.

Darüber hinaus haben wir im Jahr 2015 1.467 Kreditanfragen auf ökologische und soziale Kriterien geprüft.

Mit den Genossenschaftsbanken, unserer wesentlichen Kundengruppe sowie mit den Firmenkunden stehen wir über verschiedene Gremien, Veranstaltungen und direkte Kontakte im Austausch. Darunter auch zu aktuelle Themen und Entwicklungen wie Nachhaltigkeit, Dennoch liegen derzeit keine verlässliche Daten diesbezüglich vor. Es ist geplant, diese in den nächsten zwei bis drei Jahren zu erheben.

 

FS11 Anteil der Vermögenswerte, die mit positivem oder negativem Ergebnis einer Prüfung nach ökologischen oder gesellschaftlichen Aspekten unterzogen wurden

Im Juni 2011 brachte der Bereich DZ BANK Research ein eigenes Nachhaltigkeitsrating auf den Markt. Anwendung findet das Rating im gesamten Anlageuniversum der DZ BANK mit seinen 300 Einzelwerten. Von ihnen stufte das Nachhaltigkeitsresearch rund 30 Prozent als nachhaltig ein, die somit auch das DZ BANK Research Gütesiegel für Nachhaltigkeit erhalten haben. Neben Aktien sollen langfristig weitere Asset-Klassen wie Unternehmens- und Staatsanleihen in das Nachhaltigkeitsresearch einbezogen werden. 2014 wurde das Nachhaltigkeitsresearch auf Anleihen ausgeweitet. Im Jahr 2015 stand abermals die Anlageklasse Anleihen im Mittelpunkt der Nachhaltigkeitsanalyse. So haben die Experten der DZ BANK im Dezember das Nachhaltigkeitsrating für Staaten lanciert und mit den Abschlussarbeiten für die Nachhaltigkeitsratings für Supranationals, Sub-Sovereigns und Agencies (SSAs) sowie Unternehmen begonnen. Diese werden im Verlauf des ersten Quartals 2016 in das Fixed Income Research integriert.

Als nachhaltig klassifizierte Unternehmen erhalten von unseren Analysten das DZ BANK Research Gütesiegel für Nachhaltigkeit und werden in den Research-Publikationen entsprechend gekennzeichnet. Anwendung findet das Rating im gesamten Aktienuniversum der DZ BANK mit seinen knapp 300 Einzelwerten. Von ihnen stufte das Nachhaltigkeitsresearch rund 30 Prozent als nachhaltig ein. Bei der Nachhaltigkeitsbewertung von Staaten nehmen die Analysten eine Dreiteilung in „nicht-nachhaltige Staaten“, „Transformationsstaaten“ und „nachhaltige Staaten“ vor. Zum Zeitpunkt der Studienerstellung erhielten von den gut 100 analysierten Staaten 28 die Klassifizierung „nachhaltig“. Zudem fielen fünf in die Kategorie „Transformationsstaaten“.

Das DZ BANK Sustainable Investment Research gehört erneut zu den „TOP 25 Leading PAN-European Brokerage Firms – SRI and Sustainability“, wie Thomson Reuters in einer Umfrage im Jahr 2014 ermittelte. Dies zeigt die sehr gute Wettbewerbsposition des Nachhaltigkeitsresearch, das erstmals auch in der Kategorie „Integrated Climate Change Research“ gelistet wurde.