SCHWERPUNKTE UNSERER SPENDENTÄTIGKEIT

Mit unseren Spenden verbinden wir gesellschaftlich notwendige Ziele: Wir möchten Leistung fördern, zu Offenheit in der Gesellschaft beitragen und eine zukunftsfähige Gemeinschaft mitgestalten.

In unserer Spendenrichtlinie ist geregelt, dass sich das gesellschaftliche Engagement der DZ BANK auf die Schwerpunkte Wissenschaft und Bildung, Soziales sowie Kunst und Kultur fokussiert. Im Jahr 2015 spendete die DZ BANK insgesamt rund 413.000 Euro für gemeinnützige Zwecke – 13 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Großteil der Steigerung ist auf eine Spende im Bereich Wissenschaft und Bildung zurückzuführen: Auf Wunsch unserer Filiale in Singapur haben wir einen neuen Schulkomplex an der Deutschen Schule in Singapur finanziell unterstützt.

Wissenschaft und Bildung

Der Spendenanteil im Bereich Wissenschaft und Bildung hat sich aufgrund der Spende in Singapur auf mehr als 50 Prozent erhöht. In diesem Bereich stehen – wie in den Vorjahren – vor allem Themen der Finanz- und Genossenschaftswissenschaft im Fokus, wobei die Unterstützung des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft eine herausragende Stellung einnimmt: Unter dem Motto „Bildung stiften, Wissen schaffen, Innovationen ermöglichen“ verbindet er die gemeinsame Verantwortung von Unternehmen und Stiftungen für Wissenschaft und Bildung.

Zudem ist es uns weiterhin ein Anliegen, den Standort Frankfurt am Main zu stärken: Wir unterstützen neben der Frankfurt School, dem Verein Frankfurt Main Finance vor allem das House of Finance der Goethe-Universität, das zu einem viel beachteten Forum zwischen Wissenschaft, Politik und finanzwirtschaftlicher Praxis geworden ist.

Interdisziplinäre Forschung im Finanzbereich: House of Finance

Die Förderung des House of Finance haben wir im Jahr 2015 fortgesetzt. Das House of Finance ist eine interdisziplinäre Forschungs- und Lehreinrichtung im Bereich der Finanzwirtschaft und des Finanzrechts. Mit unserem Engagement möchten wir dazu beitragen, das House of Finance zu einem führenden europäischen Zentrum der Finanzwirtschaft auszubauen.

Engagement für das Genossenschaftshistorische Informationszentrum

Die DZ BANK fördert und engagiert sich für die Stiftung Genossenschaftshistorisches Informationszentrum in Berlin. Gegründet im Jahr 2005, erschließt und bewahrt die Stiftung das historische Erbe des Genossenschaftswesens. Darüber hinaus fördert sie den Austausch zwischen Hochschulen, Wissenschaft und der interessierten Öffentlichkeit. Über die Informationsplattform GenoFinder erschließt sie historische Quellen und Literatur für die wissenschaftliche Recherche zum Thema Genossenschaften. In Publikationen, Vorträgen, Veranstaltungen und Ausstellungen wird genossenschaftliche Geschichte erlebbar gemacht. Das Zentrum ist Ansprechpartner für Wissenschaft und Öffentlichkeit.

Im Jahr 2015 hat die DZ BANK unter der erneuten Federführung des Instituts für bankhistorische Forschung (IBF) ihr zweites historisches Buch nach „Die Geschichte der DZ BANK“ (2013) veröffentlicht: Unter dem Titel „Sozialreformer, Modernisierer, Bankmanager“ führt es anhand von Porträts wichtiger Persönlichkeiten des Genossenschaftswesens in die Geschichte der Volksbanken Raiffeisenbanken ein, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Das Autorenteam spannt den Bogen von Hermann Schulze-Delitzsch und Johannes von Miquel über Andreas Hermes bis hin zu Felix Viehoff und Ulrich Brixner.

Soziales

Für soziale Zwecke haben wir im Berichtsjahr 25 Prozent unseres gesamten Spendenaufkommens verwendet. So unterstützten wir gemeinsam mit unseren Mitarbeitern erneut das Frankfurter Kinderbüro mit einer Weihnachtsspende für bedürftige Kinder und Jugendliche. Ein weiterer Fokus liegt auf der Stiftung Childaid Network, die unsere Mitarbeiter seit sieben Jahren unterstützen. Childaid Network engagiert sich für Kinder und Jugendliche in Indien, die sonst keinen Zugang zu Bildung haben. Im Rahmen der Weihnachtsaktion 2015 haben die Beschäftigten 42.000 Euro gespendet. Ergänzt um die Spende der DZ BANK in Höhe von 20.000 Euro können nun 148 Straßenkinder in Indien ein ganzes Jahr lang versorgt werden. Dies umfasst die Kosten für Betreuung, Unterkunft, Kleidung, Essen sowie Schule oder Ausbildung. Engagierte Mitarbeiter halten einen engen Kontakt zu den Kinderheimen in Nordostindien.

Ein weiterer Schwerpunkt des gesellschaftlichen Engagements der Genossenschaftlichen FinanzGruppe ist die Stiftung Aktive Bürgerschaft. Auch die DZ BANK unterstützt diese Stiftung und ist zudem Mitglied im Stiftungsrat. Ziel der Stiftung ist es, bürgerschaftliches Engagement zu fördern sowie Engagierte, Multiplikatoren und Förderer im Sinne des Gemeinwesens zu schulen und weiterzubilden.

Darüber hinaus ist die Initiative bestrebt, Personen und Organisationen für ein aktives Engagement zu gewinnen, zum Beispiel in Form des Stiftens, Spendens oder ehrenamtlichen Engagements, und die Entwicklung bürgerschaftlichen Engagements in Theorie und Praxis zu fördern. Seit Ende 2014 führt die Stiftung die Arbeit des 1997 gegründeten Vereins „Aktive Bürgerschaft“ fort.

Kunst und Kultur

Im Bereich Kunst und Kultur haben wir uns im Berichtsjahr wie üblich vor allem an unserem Hauptstandort Frankfurt engagiert und insbesondere für das Städel Museum gespendet. Zudem förderten wir die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt, die als Hessens einzige Hochschule für Musik, Theater und Tanz eine hohe Bedeutung für die Region besitzt. Zusätzlich zu den Spenden unterstützt die DZ BANK diverse kulturelle Einrichtungen durch ihre Mitgliedschaft und die Zahlung entsprechender Mitgliedsbeiträge.

DZ BANK Kunstsammlung

Über die Spendentätigkeit hinaus nimmt die DZ BANK Kunstsammlung mit dem Schwerpunkt zeitgenössische Fotografie eine zentrale Stellung im langjährigen kulturellen Engagement ein. Im Jahr 2015 präsentierten wir in unserem ART FOYER in vier Ausstellungen 312 Kunstwerke von 84 Künstlern aus 26 Ländern aller Kontinente. Außerdem waren 167 Kunstwerke der unternehmenseigenen Sammlung im Berichtsjahr als Leihgaben in zehn internationalen Ausstellungshäusern zu sehen.

Im vergangenen Jahr war die DZ BANK Hauptsponsor der Ausstellung, die im Städel Museum anlässlich seines 200-jährigen Jubiläums stattfand. Unter dem Titel „Dialog der Meisterwerke“ wurden ausgesuchte Werke aus der Städelschen Sammlung mit Leihgaben bedeutender nationaler und internationaler Sammlungen gezeigt. Eines dieser hochkarätigen Bilder stammte aus der DZ BANK Kunstsammlung „Louvre III“ von Thomas Struth. Zudem haben wir das Konvolut von 220 Kunstwerken, das 2011 das Städel Museum aus der DZ BANK Kunstsammlung erhalten hatte, um eine bedeutende zweiteilige Arbeit von Cindy Sherman ergänzt.

Die DZ BANK Kunstsammlung ist aber nicht nur für die Präsentation der Sammlung und der einzelnen Kunstwerke verantwortlich, sondern sorgt auch für deren Erhalt. So haben wir im Jahr 2015 rund 66 Fotoarbeiten der Sammlung restaurieren lassen. Zudem wurde die Licht- und Rauminstallation von James Turrell in der Sky Lobby des Westend 1-Gebäudes in Absprache mit dem Künstler renoviert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Für Kunstinteressierte bieten wir im ART FOYER und in den Etagenausstellungen unseres Gebäudes Westend 1 regelmäßig öffentliche Kunstführungen an, an denen auch die Mitarbeiter der DZ BANK regelmäßig teilnehmen können. Insgesamt 160 solcher Führungen mit rund 2.440 Besuchern fanden im Berichtsjahr statt. Innerhalb des Bildungsprogramms „Kunst für Kids“ haben wir 2015 überdies 38 Kinder in zwei dreitägigen Workshops an die Kunst herangeführt.

Langjährige Kooperation mit dem Städel Museum

Eine langjährige Kooperation verbindet uns mit dem Städel Museum Frankfurt, einer der bedeutendsten Kunstinstitutionen in Deutschland. Das aus einer Stiftung entstandene Museum versteht sich als lebendige Plattform für den kreativen Austausch. Im Jahr 2008 gründete die DZ BANK gemeinsam mit dem Städel Museum eine paritätisch gehaltene GmbH, der bis zum Jahr 2011 insgesamt 220 Werke von 76 Künstlern übergeben wurden. Diese Arbeiten bilden den Grundstock der Fotografiesammlung des Städels. Die Fotografien werden in wechselnden Ausstellungen und mit ergänzenden Leihgaben aus der DZ BANK Kunstsammlung der Öffentlichkeit in der Gartenhalle des Städels präsentiert, in der seit Februar 2012 die Sammlung zeitgenössischer Kunst zu sehen ist.

Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt

Die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt ist ein starker Standortfaktor mit überregionaler Bedeutung: Etwa 900 Studierende aus ganz Deutschland werden hier von 63 Professoren und 350 Lehrbeauftragten unterrichtet (Stand März 2016). Die Hochschule bietet gut 20 Studiengänge in den Bereichen Musik, Tanz, Schauspiel und Regie an.

Partner der Stiftung Deutsche Sporthilfe

Die DZ BANK unterstützt seit vielen Jahren die Stiftung Deutsche Sporthilfe und hat dieses Engagement auch im Jahr 2015 fortgeführt. Die aus einer bürgerschaftlichen Initiative entstandene Institution steht für Leistung, Fair Play und Miteinander – Werte, die auch für uns und unsere Mitarbeiter gelten. Seit ihrer Gründung im Jahr 1967 hat die Stiftung Deutsche Sporthilfe bereits mehr als 47.000 Nachwuchs- und Spitzensportler aus über 50 Sportarten gefördert.

Im Rahmen der Sporthilfe-Initiative „Sprungbrett Zukunft – Sport & Karriere“ ist die DZ BANK Partner des Mentorenprogramms: Top-Manager und Entscheider aus der Wirtschaft werden Sparringspartner, Türöffner und langjährige Karrierebegleiter junger Sporthilfegeförderter Spitzenathleten. Die Führungskräfte renommierter Unternehmen beraten und unterstützen die Athleten bei der Berufswahl, beim Sammeln von Praxiserfahrung sowie bei Bewerbungen und beim Berufseinstieg. Derzeit umfasst das Mentorenprogramm 136 Mentee-Mentor-Paare. Das Engagement der DZ BANK ist langfristig angelegt und ermöglicht es den Sportler-Mentees unter anderem, sich regelmäßig mit ihren Mentoren auszutauschen. Überdies stehen fünf unserer Top-Führungskräfte selbst für ein Mentorat zur Verfügung.

Förderung des parlamentarischen Systems

Mit ihren Parteispenden fördert die DZ BANK ausschließlich das parlamentarische System als Ganzes. Spenden erhalten daher bundesweit tätige Parteien, die sich zum Grundgesetz sowie zum Leitbild der sozialen Marktwirtschaft bekennen.

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