KLIMA- UND UMWELTSCHUTZ

Ein zentrales Anliegen der DZ BANK ist der Schutz von Klima und Umwelt. Deshalb haben wir uns über die gesetzlichen Vorschriften hinaus diesem Bestreben verpflichtet. Das betrifft nicht nur uns als Unternehmen und unsere Mitarbeiter, sondern auch Dienstleister und Lieferanten – denn auch der nachhaltige Einkauf hat für die DZ BANK einen hohen Stellenwert. Weil wir gemeinsam an einem Strang ziehen, können wir unsere Vorhaben effizienter umsetzen. Unser Ziel ist es, unsere CO2-Emissionen bis 2020 über alle Standorte hinweg um 15 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2012 zu senken und die DZ BANK schrittweise zu einem klimaneutral arbeitenden Unternehmen zu machen.


Breitere Umweltdatenbasis

Die DZ BANK erfasst, dokumentiert und überprüft systematisch alle Tätigkeiten und Geschäftsvorgänge, die Auswirkungen auf die Umwelt haben. Im Jahr 2015 hat das Umweltmanagement-Team wieder intensiv daran gearbeitet, die Qualität und die Basis der im Umweltbereich erhobenen Daten noch weiter zu verbessern.

Beim CO2-Verbrauch richtet sich die DZ BANK in allen Kennzahlen nach den Umrechnungswerten des Vereins für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten (VfU). Als aktives Fördermitglied haben wir an der Erstellung dieser Umrechnungstabel­len mitgewirkt. In diesem Zuge orientieren wir uns bei der Berechnung unserer Klimaauswirkungen am Greenhouse Gas Protocol (GHG) und den dort verwendeten Kategorien Scope 1, 2 und 3.

Weniger CO2-Emissionen

Die DZ BANK hat sich zum Ziel gesetzt, ihren CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2020 im Vergleich zu 2012 um weitere 15 Prozent zu reduzieren. Um dies zu erreichen, planen wir unter anderem, Dienstreisen und Botenfahrten möglichst klimaneutral zu gestalten oder – wenn möglich – ganz zu vermeiden. Bereits im Jahr 2011 hatten wir unser für 2012 anvisiertes Ziel erreicht, die CO2-Emissionen im Vergleich zu 2008 um 30 Prozent zu senken. Alle großen Standorte der DZ BANK – darunter Frankfurt, Berlin, Hannover, Stuttgart und München – beziehen schon seit 2010 nur noch Strom aus erneuerbaren Energien. Darüber hinaus heizen wir unsere Standorte fast ausschließlich mit umweltfreundlicher Fernwärme.

Umweltbelastungen, die wir nur indirekt beeinflussen können, versuchen wir weitestgehend zu vermeiden oder durch den Erwerb von entsprechenden Zertifi­katen zu kompensieren. Seit 2010 verrechnen wir beispielsweise die CO2-Emissionen einer unserer wichtigsten Großveranstaltungen – des Investment Dialogs – mit Emissionszertifikaten. Im Jahr 2015 wurde auf diese Weise ein Trinkwasserprojekt in Kenia unterstützt.


Immer effizientere Gebäudetechnik

Einer der wichtigsten Bausteine unseres Energiemanagements ist es, die technischen Anlagen in unseren Ge­bäuden kontinuierlich zu modernisieren. So haben wir auch im Jahr 2015 die energetische Modernisierung der Klimaanlagen fortgesetzt und im Cityhaus I in Frankfurt das Treppenhauslicht auf LED-Technik umgestellt sowie die Aufzugsbeleuchtung optimiert. Ferner haben wir uns für das Gebäude weitere längerfristige Ziele gesetzt: Bis Ende 2017 sollen die Kühltürme ausgetauscht und bis Ende 2026 die Induktionsgeräte für die Büroraumklimatisierung vollständig erneuert werden. Außerdem ist geplant, im Jahr 2016 die Tiefgaragenbeleuchtung auf LED umzurüsten (Cityhaus I) und im Handelsbereich die Klimatisierung und Beleuchtung zu erneuern (Cityhaus II).

Darüber hinaus arbeiten wir daran, unser Bürogebäude in Stuttgart nachhaltig auszurichten. Die Umbauarbeiten im GENO-Haus orientieren sich in ihrer Ausführung seit mehreren Jahren an den strengen Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) bzw. der internationalen LEED-Standards.

Im Jahr 2015 hat die DZ BANK zudem den Grundstein für das Neubauprojekt „Pavillon Cityhaus II“ in Frankfurt gelegt, das neben zahlreichen Neuerungen für Mitarbeiter viele ökologische Aspekte berücksichtigt. Insgesamt rund 17,4 Mio. Euro investieren wir in das fünfstöckige und nach hohen Umweltstandards zertifizierte Gebäude. So streben wir für die Planung und Ausführung des Gebäudes ein Silber-Zertifikat nach dem Standard der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) an. Diese Zertifizierung geht mit erhöhten Anforderungen im Planungs- und Bauprozess einher und schreibt beispielsweise die Verwendung von recyclingfähigen Baustoffen sowie eine möglichst abfall- und lärmarme Baustelle vor.

Hocheffiziente Rechenzentren

Um einen reibungslosen und sicheren Geschäftsbetrieb zu gewährleisten, nutzt die DZ BANK zwei hocheffiziente Rechenzentren in Frankfurt, die mit modernster IT-Technologie ausgestattet sind. Auf einer Fläche von etwa 1.000 Quadratmetern stehen rund 3.000 Server, von denen keiner älter als fünf Jahre ist. Die DZ BANK setzt konsequent auf Green IT, um die negativen Umwelt- und Klimaauswirkungen von Informationstechnologien zu reduzieren. Das gilt vor allem für den Stromverbrauch: Der durchgängige Einsatz äußerst effektiver Systeme hilft, den energetischen Aufwand möglichst gering zu halten. Zudem werden die beiden Rechenzentren seit 2010 ausschließlich mit Strom aus regenerativen Quellen betrieben. Wie effizient sie bereits heute arbeiten, lässt sich anhand des sogenannten PUE-Werts (Power Usage Effectivness) erkennen, der die verbrauchte Energie ins Verhältnis mit der Energieaufnahme der Rechner setzt: Die DZ BANK erreicht einen sehr guten PUE-Wert von circa 1,5.

Stromverbrauch 2015 erheblich gesenkt

Im Jahr 2015 haben wir die Rechenkapazität der Systeme weiter ausgebaut und die Speicherkapazität sogar verdoppelt. Gleichzeitig ist die elektrische Leistung in den Rechenzentren im Berichtsjahr erneut erheblich gesunken: Im Jahr 2015 haben die Systeme etwa 550.000 Kilowattstunden weniger Strom verbraucht als im Jahr 2014. Das entspricht dem Bedarf von 125 Haushalten mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 4.400 Kilowattstunden. Die Verbrauchsreduzierung ist uns vor allem durch den konsequenten Einsatz moderner Server gelungen, die viel Leistung bei gleichzeitig geringem Energiebedarf bieten. Zudem werden sie durch Virtualisierung optimal ausgelastet.