UMWELT- UND KLIMASCHUTZ

Ein zentrales Anliegen der DZ BANK ist der Schutz von Klima und Umwelt. Deshalb haben wir uns über die gesetzlichen Vorschriften hinaus diesem Bestreben verpflichtet. Das betrifft nicht nur uns als Unternehmen und unsere Mitarbeiter, sondern auch Dienstleister und Lieferanten – denn auch der nachhaltige Einkauf hat für die DZ BANK einen hohen Stellenwert. Weil wir gemeinsam an einem Strang ziehen, können wir unsere Vorhaben effizienter umsetzen. Unser Ziel ist es, unsere CO2-Emissionen bis 2020 über alle Standorte hinweg um 15 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2012 zu senken und die DZ BANK schrittweise zu einem klimaneutral arbeitenden Unternehmen zu machen. Für 2017 haben wir uns zudem vorgenommen, die Klimastrategie der gesamten DZ BANK Gruppe weiterzuentwickeln.

Verantwortung auf Vorstandsebene

Die übergeordnete Verantwortung für Nachhaltigkeit liegt bei Wolfgang Kirsch, dem Vorstandsvorsitzenden der DZ BANK AG. Umweltthemen verantwortet Dr. Christian Brauckmann, Vorstand für IT und Organisation. Mit Kurt Friebertshäuser hat die DZ BANK zudem seit 2013 einen Umweltmanagementbeauftragten, der sich vorrangig um die Koordination aller Umweltmaßnahmen und um die Erfüllung des Klimaziels kümmert. 

Breitere Umweltdatenbasis

Die DZ BANK erfasst, dokumentiert und überprüft systematisch alle Tätigkeiten und Geschäftsvorgänge, die Auswirkungen auf die Umwelt haben. Im Jahr 2016 hat das Umweltmanagement-Team wieder intensiv daran gearbeitet, die Qualität und die Basis der im Umweltbereich erhobenen Daten noch weiter zu verbessern.

Beim CO2-Verbrauch richtet sich die DZ BANK bei den Kennzahlen nach den Umrechnungswerten des Vereins für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten (VfU). Als aktives Fördermitglied haben wir an der Erstellung dieser Umrechnungstabellen mitgewirkt. In diesem Zuge orientieren wir uns bei der Berechnung unserer Klimaauswirkungen am Greenhouse Gas Protocol (GHG) und den dort verwendeten Kategorien Scope 1, 2 und 3.

Weniger CO2-Emissionen

Die DZ BANK hat sich zum Ziel gesetzt, ihren CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2020 im Vergleich zu 2012 um weitere 15 Prozent zu reduzieren. Um dies zu erreichen, planen wir unter anderem, Dienstreisen und Botenfahrten möglichst klimaneutral zu gestalten oder – wenn möglich – ganz zu vermeiden. Bereits im Jahr 2011 hatten wir unser für 2012 anvisiertes Ziel erreicht, die CO2-Emissionen im Vergleich zu 2008 um 30 Prozent zu senken. Alle großen Standorte der ehemaligen DZ BANK – darunter Frankfurt, Berlin, Hannover, Stuttgart und München – beziehen schon seit 2010 nur noch Strom aus erneuerbaren Energien. Im Jahr 2017 werden wir die Standorte der früheren WGZ BANK weiter analysieren und beispielsweise das Gebäude in Düsseldorf auf den Bezug von Ökostrom umstellen. Darüber hinaus heizen wir unsere Standorte fast ausschließlich mit umweltfreundlicher Fernwärme.

Umweltbelastungen, die wir nur indirekt beeinflussen können, versuchen wir weitestgehend zu vermeiden oder durch den Erwerb von entsprechenden Zertifikaten zu kompensieren. Seit 2010 verrechnen wir beispielsweise die CO2-Emissionen einer unserer wichtigsten Großveranstaltungen – des Investment Dialogs – mit Emissionszertifikaten. Im Jahr 2016 wurde auf diese Weise ein Projekt in Vietnam unterstützt, das den Bau von Biogasanlagen fördert.

Immer effizientere Gebäudetechnik

Einer der wichtigsten Bausteine unseres Energiemanagements ist es, die technischen Anlagen in unseren Gebäuden kontinuierlich zu modernisieren. So haben wir im Jahr 2016 im Cityhaus I in Frankfurt das Treppenhauslicht und die Tiefgarage auf LED-Technik umgestellt und die Aufzugsbeleuchtung optimiert. Ferner haben wir uns für das Gebäude weitere längerfristige Ziele gesetzt: Bis Ende 2017 sollen die Kühltürme ausgetauscht und bis Ende 2022 die Induktionsgeräte für die Büroraumklimatisierung vollständig erneuert werden. Außerdem wird im Handelsbereich die Klimatisierung und Beleuchtung bis Ende 2017 erneuert (Cityhaus II).

Am Standort Düsseldorf haben wir im Jahr 2016 weitere Treppenhäuser und Archive mit LED-Beleuchtung ausgestattet. Zudem wurde teilweise eine erweiterte Raumregelung installiert, die bei geöffneten Fenstern die Heizung oder Kühlung automatisch ausschaltet. Für die Jahre 2017 und 2018 ist im Düsseldorfer Gebäude im ersten Bauabschnitt geplant, die Bürodecken in der ersten und fünften Etage zu sanieren und dabei eine LED-Beleuchtung einzubauen.

Gold-Status für den „Pavillon Cityhaus II“

Mitte 2016 hat die DZ BANK zudem den „Pavillon Cityhaus II“ in Frankfurt bezogen, bei dessen Errichtung viele ökologische Aspekte berücksichtigt wurden. Rund 17,4 Mio. Euro haben wir in das Gebäude investiert, in dem sich unter anderem eine Kindertagesstätte und eine weitere Kantine für die Mitarbeiter befinden. Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) zertifizierte das Gebäude im März 2017 mit dem Gold-Status. Diese Zertifizierung geht mit erhöhten Anforderungen im Planungs- und Bauprozess einher und schreibt beispielsweise die Verwendung von recyclingfähigen Baustoffen sowie eine möglichst abfall- und lärmarme Baustelle vor.